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Vertiefung

So läuft Medientechnik Planung ab, die Phasen nach HOAI von Bedarf bis Wartung

Medientechnik-Planung: Ablauf (MULTIMEDIAFABRIK, Koblach, Vorarlberg)

Medientechnik Planung der MULTIMEDIAFABRIK ist entlang der HOAI-Leistungsphasen für die Fachplanung Technische Ausrüstung strukturiert, von der Bedarfsanalyse über die ausschreibungsreife Planung bis zur Inbetriebnahme und Wartung. Du weißt damit zu jedem Zeitpunkt, in welcher Phase dein Projekt steht, was als Nächstes ansteht und welche Schnittstellen zu Elektro, TGA und Innenarchitektur gerade abgestimmt werden.

Der rote Faden ist immer derselbe: erst den Bedarf klären, dann das Konzept entwickeln, die Schnittstellen integrieren, herstellerneutral ausschreiben, vergeben, die Ausführung überwachen, in Betrieb nehmen, dokumentieren und warten. Je früher du einsteigst, idealerweise ab der Vorplanung, desto weniger Nachrüstung entsteht später.

Die acht Phasen im Detail

Die Zeitangaben sind Richtwerte für ein mittleres Mehrraum-Projekt und verschieben sich je nach Raumanzahl und Komplexität.

PhaseHOAI-BezugInhaltRicht-Dauer
1. Bedarf und GrundlagenLPH 1Erstgespräch, Raumbuch, Nutzungsszenarien, Zieldefinition1 bis 2 Wochen
2. Vorplanung und KonzeptLPH 2Systemkonzept pro Raum, Akustik-Grundkonzept, Investitions-Indikation2 bis 4 Wochen
3. EntwurfsplanungLPH 3detailliertes Anlagenkonzept, Schnittstellen zu Elektro und TGA, Kostenberechnung3 bis 5 Wochen
4. Ausführungs- und AusschreibungsreifeLPH 4 bis 6Plansätze, herstellerneutrales LV, genehmigungsrelevante Unterlagen3 bis 6 Wochen
5. VergabeLPH 7Angebotsprüfung, Bietergespräche, Vergabeempfehlung2 bis 4 Wochen
6. Bauüberwachung und InbetriebnahmeLPH 8Ausführungskontrolle, Einmessung, Funktionsprüfung, Abnahmeprojektbegleitend
7. Dokumentation und ÜbergabeLPH 8 bis 9Bestandsdoku, Schulung, Mängelnachverfolgung1 bis 2 Wochen
8. Wartung und Servicenach ÜbergabeWartungsvertrag, Updates, Cybersecurity-Pflegelaufend

Was in den ersten Phasen passiert

Die Qualität eines Projekts entscheidet sich früh. In den ersten beiden Phasen legen wir die Grundlage, auf der alles Weitere aufbaut.

Bedarf erfassen:
Wir nehmen das Raumbuch auf und klären je Raum, was dort zu 80 Prozent der Zeit passiert und was in den Spitzen-Momenten gebraucht wird.
Nutzungsszenarien definieren:
Konferenz, Vortrag, Streaming oder hybrid, jedes Szenario stellt andere Anforderungen an Bild, Ton und Steuerung.
Konzept entwickeln:
Daraus entsteht ein Systemvorschlag pro Raumtyp samt Signalfluss, Bedienkonzept und einer ersten Investitions-Indikation.
Akustik mitdenken:
Das Akustik-Grundkonzept ist Teil der Vorplanung, nicht ein Nachgedanke, weil schlechte Akustik die häufigste Ursache für gescheiterte hybride Meetings ist [Yealink, 2026].
Medientechnik-Planung: Hero (MULTIMEDIAFABRIK, Koblach, Vorarlberg)

Wo die Schnittstellen-Abstimmung greift

Der häufigste Fehlerpunkt im Bau ist die Schnittstelle zwischen Medientechnik und Elektro oder TGA. Genau hier setzt die Planung an.

GewerkWas wir vorgeben
ElektroplanungLeerrohre, Trassen, Stromkreise, Lasten, Steckdosen an den richtigen Punkten
TGAAbstimmung von Deckenaufbau, Kühlung und Montagepunkten für Displays und Lautsprecher
Netzwerk und ITNetzwerkdosen, Backbone-Anforderungen, Netz-Trennung und Cybersecurity-Konzept
InnenarchitekturDisplay-Positionen, Akustik-Elemente und Möblierung passen zusammen

Welche Übergabe du am Ende bekommst

Am Ende der Planung steht keine offene Baustelle, sondern eine dokumentierte, abgenommene und bedienbare Anlage.

  • ausgemessene Beschallung und kalibriertes Bild, funktionsgeprüft und abgenommen
  • vollständige Bestandsdokumentation und Bedienungsanleitungen
  • Nutzerschulung, damit die Räume ohne Technikdienstleister bedienbar sind
  • auf Wunsch ein Wartungsvertrag mit definierter Reaktionszeit für den laufenden Betrieb
Medientechnik-Planung: Ausschreibung (MULTIMEDIAFABRIK, Koblach, Vorarlberg)

Quick-Reference

  • Acht Phasen entlang der HOAI-Leistungsphasen, von Bedarf bis Wartung
  • Idealer Einstieg ab der Vorplanung, spätestens bevor Leerrohre gesetzt werden
  • Schnittstellen zu Elektro, TGA, Netzwerk und Innenarchitektur sind Kern der Planung
  • Inbetriebnahme heißt Einmessen, Funktionsprüfung und Abnahme, nicht nur Aufstellen
  • Übergabe mit Doku, Schulung und optionalem Wartungsvertrag

Inline-FAQ Ablauf

Wann muss die Medientechnik-Planung in unseren Bauprozess einsteigen? Idealerweise ab der Vorplanung, spätestens bevor Leerrohre und Stromkreise gesetzt werden. Je früher, desto weniger Nachrüstung und desto günstiger das Gesamtergebnis.

Wie lange dauert eine Medientechnik-Planung? Für ein mittleres Mehrraum-Projekt liegen die Planungsphasen bei mehreren Wochen je Phase, die Bauüberwachung läuft projektbegleitend. Den genauen Zeitrahmen klären wir nach der Bedarfsaufnahme.

Begleitet ihr auch die Vergabe und den Bau? Ja. Wir prüfen Angebote, führen Bietergespräche, sprechen eine Vergabeempfehlung aus und überwachen die Ausführung bis zur Abnahme.

Medientechnik-Planung: Integration (MULTIMEDIAFABRIK, Koblach, Vorarlberg)
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Medientechnik-Planung-Guide 2026

  • Die HOAI-Leistungsphasen der AV-Fachplanung, von der Bedarfsanalyse über die ausschreibungsreife Planung bis zu Inbetriebnahme und Wartung, als Roadmap fürs Bauprojekt
  • Welche Anlagengruppen zusammenkommen, Beschallung, Bild, Signalverteilung, Videokonferenz, Mediensteuerung, Beleuchtung, Netzwerk und Infrastruktur, und worauf die Planung jeweils achtet
  • Wie eine herstellerneutrale, vergaberechtssichere Ausschreibung aufgebaut ist, die Angebote vergleichbar macht und dich nicht in eine Herstellerbindung zwingt
  • Die Schnittstellen-Checkliste zu Elektro und TGA, Leerrohre, Lasten, Stromkreise und Netzwerkdosen, damit nichts nachträglich in fertige Oberflächen geschlitzt werden muss
  • Warum Akustik und Cybersecurity von Anfang an mitgeplant gehören und wie sich die Planung über vermiedene Nachrüstung refinanziert
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