◆ Gästeerlebnis

Anwendungsfall

Gästeerlebnis & Bewertungen: Wie ein Objektausstatter Technik einbaut, die Gäste ohne Anleitung bedienen

Alpines Restaurant mit Bar und nur kleinen flächenbündigen Deckenlautsprechern in der Holzlamellendecke

Das Technik-Gewerk in der Objektausstattung plant die MULTIMEDIAFABRIK aus Vorarlberg vom Gast her: eine Bedienung, die man nicht erklären muss, Beschallung, die im ganzen Haus zur Tageszeit passt, und Lichtszenen, die zum Raum gehören statt zum Schalterprogramm. Für dich als Objektausstatter heißt das, dass deine Räume so wirken, wie du sie gestaltet hast, auch abends um elf.

Ausgangssituation

Ein Objektausstatter im Bregenzerwald hatte ein Wellnesshotel neu eingerichtet. Material, Farben und Möblierung waren mit dem Betreiber lange abgestimmt worden, das Haus sollte ruhig wirken, warm und ohne Effekt.

Nach der ersten Saison kamen die Rückmeldungen. Nicht über die Einrichtung, sondern über die Bedienung. Gäste bekamen den Fernseher nicht auf ihr eigenes Konto, weil sie das Menü nicht fanden. In den Zimmern lagen zwei Fernbedienungen und ein handgeschriebener Zettel. Im Restaurant lief morgens dieselbe Musik wie am Abend, weil der Regler den ganzen Tag auf derselben Stellung stand. In der Lobby war es beim Frühstück zu laut, weil ein Lautsprecherpaar den ganzen Raum abdecken musste. Und im Wellnessbereich schaltete abends niemand das Licht um, weil dafür ein Panel mit siebzehn Tasten zuständig war.

Die Rezeption wurde dadurch zur Technikauskunft. Jede einzelne Frage war klein, in Summe fielen sie genau im Betrieb an. Der Betreiber machte den Objektausstatter dafür nicht verantwortlich. Er fragte ihn aber, ob man das nicht anders lösen könne.

Was sich der Objektausstatter wünschte

Die Technik soll sich anfühlen wie der Rest des Hauses: ruhig, klar, ohne Anleitung. Ein Gast soll im Zimmer eine Sache anfassen und sie funktioniert. Und ich will keine Zettel mehr sehen, die jemand neben die Fernbedienung legt.
Modernes alpines Hotelzimmer mit flächenbündigem Display, Bedienpanel und indirekter Beleuchtung am Kopfteil

Warum eine gästetaugliche Bedienung die Lösung war

Weniger Bedienelemente, klarere Wirkung:
Im Zimmer blieb eine Fernbedienung und ein Bedienpunkt für Licht. Alles, was Gäste nicht brauchen, wanderte in den geschützten Bereich für das Haus.
Das eigene Gerät ist der Standard:
Gäste bringen ihre Inhalte mit. Wenn der Fernseher das Streaming vom eigenen Telefon annimmt und beim Auschecken alles zurücksetzt, entfällt die häufigste Frage im Zimmer.
Zonen statt Regler:
Lobby, Frühstücksbereich, Restaurant, Bar und Wellness bekamen eigene Zonen mit eigenen Pegeln. Frühstück und Abend sind zwei verschiedene Situationen, nicht zwei Positionen an einem Drehknopf.
Gleichmäßig statt laut:
Viele kleine Lautsprecher mit passender Ausrichtung machen einen Raum ruhig, ein Paar große macht ihn laut. Das gilt besonders in Räumen mit harten Oberflächen.
Lichtszenen gehören zur Tageszeit:
Morgen, Nachmittag, Abend und Nacht wurden als Szenen hinterlegt und laufen automatisch. Das Personal schaltet nur noch bei Bedarf um.
Bedienung auch für neues Personal:
Wo das Haus eingreift, stehen benannte Szenen statt technischer Begriffe. Wer neu ist, findet sich in der ersten Schicht zurecht.

Umsetzung

SchrittInhalt
Gästesicht prüfenAnkunft, Zimmer, Frühstück, Abend und Wellness als Ablauf durchgespielt statt raumweise geplant
Zimmerbedienungeine Fernbedienung, Willkommensbildschirm mit Hausinformationen, Streaming vom eigenen Gerät
ZonenplanBeschallungszonen mit eigenen Pegelgrenzen für Tag, Nachmittag und Abend
Lautsprechermehr Punkte mit geringerem Pegel, Auswahl passend zur Decke und zur Materialität
LichtszenenSzenen je Bereich, an Tageszeiten gekoppelt, mit einfacher Übersteuerung durch das Personal
EinweisungKurzanleitung für die Rezeption, damit Gästefragen in einem Satz beantwortet sind

Der Unterschied war nicht die Gerätemenge, sondern die Reduktion. Was ein Gast bedienen soll, muss sichtbar sein, alles andere gehört weg. Was in ein Zimmerpaket gehört, steht auf Hotelzimmer-Technikpaket.

Heller Seminarraum mit großem Wanddisplay, Deckenlautsprechern und Rednerpult, bereit für die Veranstaltung

Ergebnis

Bedienung ohne Erklärung · weniger Rückfragen an der Rezeption · Ton und Licht passen zur Tageszeit

AspektVorherNach dem Umbau der Bedienung
Zimmerzwei Fernbedienungen und ein Zettelein Gerät, Willkommensbildschirm, eigenes Streaming
Rezeptionbeantwortet Technikfragen im Betriebbeantwortet Gastfragen
Beschallungein Pegel für den ganzen TagZonen mit hinterlegten Tagesszenen
Klangbildlaut an der Quelle, leise in der Eckegleichmäßig über die Fläche
LichtTastenfeld, das niemand nutztSzenen, die zur Tageszeit passen
WahrnehmungTechnik fällt aufRaum wirkt, Technik tritt zurück

Der Betreiber berichtete später vor allem von dem, was nicht mehr passierte: keine Zettel in den Zimmern, keine Diskussion über die Lautstärke beim Frühstück, kaum noch Anrufe wegen des Fernsehers. Genau das ist der Teil des Aufenthalts, den Gäste sonst erwähnen.

Was sich daraus ableiten lässt

Gästeerlebnis entsteht nicht durch mehr Funktionen, sondern durch weniger Entscheidungen. Drei Punkte tragen in jedem Haus:

Was erklärt werden muss, ist zu kompliziert.
Ein Zettel neben der Fernbedienung ist ein Planungsfehler, kein Gästeproblem.
Tageszeiten sind die wichtigste Einstellung.
Musik und Licht ohne Zeitbezug wirken in mindestens einer Situation falsch.
Viele leise Punkte schlagen wenige laute.
Das gilt für Ton genauso wie für Licht.

Wie Gästeinformation auf Displays sauber gelöst wird, zeigt Signage und Gästeinfo. Häuser wie das LÖWEN HOTEL Schruns und die AMRAI SUITES Schruns gehören zu den Referenzen der MULTIMEDIAFABRIK im Alpenraum, eine regionale Einordnung gibt Bodensee und Vorarlberg.

Schlanke Info-Stele neben der Rezeption und kleines Türdisplay am Seminarraum in einer Hotellobby

Plan die Bedienung, bevor du die Geräte bestellst

Du willst Räume übergeben, in denen Gäste nichts nachfragen müssen? Wir planen Zimmerbedienung, Beschallungszonen und Lichtszenen als Teil deiner Ausstattung.

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Technik-Gewerk in der Objektausstattung

  • Die Pakete je Raumtyp: Hotelzimmer, Seminar, Empfang, Gastronomie
  • Das Hotelzimmer-Paket im Detail und warum es die Kalkulation vereinfacht
  • Signage und Gästeinformation, gepflegt vom Haus selbst
  • Barrierefreiheit nach BFSG und BaFG mit allen Übergangsfristen
  • Rollout und Termine bis zum Eröffnungstag
  • Betrieb nach der Übergabe: Wartung, Fernwartung, Reaktionszeiten
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