◆ Sommer wie Winter

Anwendungsfall

Sommer wie Winter: Wie eine Seilbahn in Tirol den Berg vom Wintergeschäft entkoppelt

Besucher stehen in einem Raum mit raumhohen Projektionen der Bergjahreszeiten von Sommer bis Winter

Die Berg-Erlebniswelt der MULTIMEDIAFABRIK aus Vorarlberg macht die Bergstation ganzjährig bespielbar: dieselbe Erlebnis-Infrastruktur erzählt im Sommer Alpsommer und Touren, im Winter Schnee und Bahngeschichte, umgeschaltet per CMS statt per Umbau. Konzept, bergtaugliche Technik, Content und Saison-Wartung kommen aus einem Haus.

Ausgangssituation

Eine Seilbahn in Tirol erwirtschaftete den größten Teil ihres Ergebnisses in vier Wintermonaten. Schneearme Winter, steigende Betriebskosten und ein Aufsichtsrat, der die Klimaszenarien kannte, machten diese Abhängigkeit von Jahr zu Jahr unbequemer.

Der Sommerbetrieb existierte, blieb aber ein Anhängsel: Die Bahn fuhr, oben gab es Wanderwege und ein Restaurant, doch ein eigenständiges Sommerprodukt fehlte. Familien aus dem Umland kamen einmal, fanden außer der Aussicht wenig vor und hatten keinen Grund zur Wiederkehr. In der Nebensaison im Frühjahr und Herbst stand die Infrastruktur weitgehend still.

Frühere Ideen, etwa ein fest installierter Themenraum, scheiterten an einer Sorge: Was im Sommer funktioniert, wirkt im Winter deplatziert, und zweimal jährlich umbauen kann sich kein Betrieb leisten.

Was sich der Kunde wünschte

Wir brauchen ein Erlebnis, das den Sommer zum eigenständigen Geschäft macht und trotzdem im Winter nicht stört, sondern mitspielt. Eine Investition, die alle vier Jahreszeiten trägt, nicht vier Investitionen für vier Saisonen.
Besucher erkunden interaktive Stationen und eine Projektionswand in einer modernen Bergstation mit Panoramafenstern

Warum eine Berg-Erlebniswelt die Lösung war

Eine Infrastruktur, wechselnde Inhalte:
Panorama-Station, Projektionsraum und Spielstationen bleiben baulich gleich; die Inhalte wechseln per CMS zwischen Sommer-, Winter- und Nebensaison-Programm.
Sommer als eigenes Produkt:
Alpsommer, Touren, Almen und Naturraum werden interaktiv erzählt; der Sommerausflug bekommt ein Ziel jenseits der Aussicht.
Winter spielt mit:
Dieselben Stationen erzählen in der Skisaison Schnee, Sicherheit und Bahngeschichte und fangen Begleitpersonen auf, die nicht auf der Piste stehen.
Nebensaison wird buchbar:
Schulklassen und Gruppen erhalten in Frühjahr und Herbst ein wetterfestes Programm; das Konzept dahinter beschreibt die Seite Schlechtwetter- und Ganzjahresangebot.
Bergtauglich über alle Saisonen:
Dauerbetriebs-Hardware, Offline-Fähigkeit bei instabiler Anbindung und Saison-Checks vor Sommer- und Winterstart halten den Betrieb stabil.

Umsetzung

KomponenteDetail
ErlebnisraumProjektions- und Stationsraum an der Bergstation, saisonal bespielbar
Panorama-StationInteraktive Karte mit Touren im Sommer, Pisten- und Bahninfo im Winter
SpielstationenQuiz- und Bewegungsformate mit saisonal wechselnden Inhalten
Content-PaketeSommer-, Winter- und Nebensaison-Programm aus der eigenen Digitalagentur
CMSSaisonwechsel per Knopfdruck, Events und Aktionen in Eigenregie pflegbar
WartungSaison-Checks vor Sommer- und Winterstart, Fernwartung, Ersatzteil-Konzept

Der Schlüssel lag in der Saison-Architektur des Contents: Statt einen Themenraum für eine Saison zu bauen, wurde jede Station von Anfang an mit mehreren inhaltlichen Ebenen geplant. Der Saisonwechsel ist ein Redaktionsvorgang im CMS, kein Bauprojekt, und genau das machte die Investition gegenüber dem Aufsichtsrat argumentierbar.

Familie entdeckt Tierspuren an einer Touch-Station in einem interaktiven Naturpark-Besucherzentrum

Output

Ganzjährig bespielbare Erlebniswelt
an der Bergstation
Drei Content-Pakete
für Sommer, Winter und Nebensaison
Saisonwechsel per CMS
ohne Umbau und ohne externe Dienstleister
Gruppen- und Schulklassen-Programm
für Frühjahr und Herbst
Wartungsvertrag
mit Saison-Checks und definierten Reaktionszeiten

Ergebnis

Eine Infrastruktur, vier Jahreszeiten · Sommerausflug wird eigenständiges Produkt · Saisonwechsel per CMS statt Umbau

Die folgenden Punkte sind eine illustrative Verdichtung aus vergleichbaren Projekten, kein konkretes Einzel-Mandat.

KennzahlVorherNachher
UmsatzstrukturWinter trägt fast allesSommer und Nebensaison tragen mit
SommerangebotBahnfahrt plus Aussichteigenständiges Erlebnisprodukt
NebensaisonInfrastruktur steht stillbuchbares Gruppen- und Schulprogramm
Saisonwechselundenkbar ohne UmbauRedaktionsvorgang im CMS
Strategie-DiskussionAbhängigkeit vom Schneebelastbare Ganzjahres-Argumentation

Der entscheidende Hebel war die Mehrfachnutzung derselben Investition: Jede Station arbeitet in jeder Saison, dadurch rechnet sich die Erlebniswelt über das ganze Jahr statt über vier Monate.

Wanderer lesen interaktive Weg-Inhalte an einer wetterfesten Station auf einer Bergwiese

Was sich daraus ableiten lässt

Wenn dein Ergebnis am Winter hängt, fehlt selten der Wille zur Diversifizierung, sondern ein Konzept, das alle Saisonen mit einer Infrastruktur bedient. Drei Faktoren sind über vergleichbare Fälle konstant:

Saisonwechsel muss Redaktion sein, nicht Umbau:
Nur dann wird die Nebensaison wirtschaftlich bespielbar.
Der Sommer braucht ein eigenes Erlebnisversprechen
, keine abgespeckte Winterinfrastruktur.
Bergtaugliche Technik entscheidet über Jahre:
Wie Planung und Umsetzung ablaufen, zeigt die Seite Ablauf.

Mach deinen Berg zum Ganzjahresziel

Arbeitet deine Bahn an einer Sommer- und Ganzjahresstrategie? Wir konzipieren und bauen dir die ganzjährig bespielbare Erlebniswelt, von der Begehung bis zum Saison-Check aus einer Hand. Einen Überblick über alle Bausteine gibt der Besucherzentren- und Bergbahnen-Hub.

Kinder spielen auf einer interaktiven Bodenprojektion in der Bergstation, während es draußen regnet
3D-Broschüren-Mockup des Leitfadens Erlebniswelt am Berg: Stationen, Wetter, Kosten
Gratis-ePaper · PDF

Erlebniswelt am Berg: Stationen, Wetter, Kosten

  • Stationen für Gipfel, Naturpark-Zentrum und Themenweg
  • Schlechtwetter-Attraktion: Auslastung unabhängig vom Himmel
  • Bergtauglich ab IP65: Frost, Hitze, Vandalismus, offline-fähig
  • Förderungen: das Konzept als Antragsgrundlage nutzen
  • Nutzung nachweisen: die Zahlen fürs Gremium
Gratis-Leitfaden laden

Bereit für den nächsten Schritt?

Wir hören zu, denken mit und zeigen dir, was für dein Vorhaben wirklich Sinn ergibt.