FAQ

Welche Normen gelten für Raumakustik?

Gemeindesitzungssaal mit geschwungenem Holztisch und vertikaler Holzlamellen-Akustikwand im Tageslicht

Für Raumakustik gibt es kein einzelnes Regelwerk, sondern mehrere, je nach Land, Raumnutzung und Projektart. Im Bodensee- und Alpenraum sind das vor allem die deutschen, österreichischen und schweizerischen Regelwerke zur Hörsamkeit und zum Schallschutz im Hochbau. Welches davon für dein Projekt maßgeblich ist, hängt vom Standort, von der Nutzung und vom Bauverfahren ab.

RegelwerkGeltungsbereich
DIN 18041Hörsamkeit in Räumen, Planungsnorm für die akustische Gestaltung, gegliedert nach Nutzungsart
VDI 2569Schallschutz und akustische Gestaltung im Büro
ÖNORM B 8115 (Reihe)Schallschutz und Raumakustik im Hochbau in Österreich, Teil 3 ist der raumakustische Kern
OIB-Richtlinie 5bautechnische Richtlinie Schallschutz in Österreich, über die Landes-Bauordnungen verbindlich
SIA 181 mit dem Raumakustik-TeilSchallschutz im Hochbau in der Schweiz, in Liechtenstein in der Praxis als Orientierung genutzt
DIN EN ISO 3382Messnorm-Reihe für die Aufnahme der Nachhallzeit in unterschiedlichen Raumtypen

Wichtig zur Einordnung: Die Tabelle nennt bewusst nur Namen und Geltungsbereich. Zielwerte, Grenzwerte und Klassen sind an die konkrete Nutzung gebunden und lassen sich nicht allgemein aus einer Übersicht ableiten. Wer sie ohne Raumkenntnis nennt, verkauft eine Scheingenauigkeit.

In der Praxis ist die Reihenfolge deshalb immer dieselbe: Nutzung klären, Ist-Zustand aufnehmen, daraus das anzuwendende Regelwerk und den passenden Zielwert ableiten, dann planen. Wie die Aufnahme abläuft, steht bei Messung und Nachweis. Welches Regelwerk für deinen Raum gilt und welcher Zielwert daraus folgt, klären wir gemeinsam in der Bedarfsklärung.

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Räume, in denen man sich versteht: der Praxis-Leitfaden zur Raumakustik

  • Woran du einen schlechten Raum erkennst, ganz ohne Messgerät
  • Was der Nachhall mit der Verständlichkeit macht und wie die Lärmspirale entsteht
  • Raumakustik gegen Schalldämmung: die häufigste und teuerste Verwechslung
  • Welche Elemente wo wirken: Decke, Wand, Möbel und Objekt im Vergleich
  • Mitplanen oder nachrüsten: was der Zeitpunkt im Projekt entscheidet
  • Der Ablauf von der Bedarfsklärung über die Messung bis zum Nachweis
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