◆ Wahlleistungen sichtbar machen

Anwendungsfall

Premium-Positionierung: Wie Wahl- und Privatleistungen sichtbar werden, ohne dass das Team verkaufen muss

Moderner Empfangsbereich einer Zahnarztpraxis mit Display über dem Tresen

Digital Signage für Ärzte und Praxen von der MULTIMEDIAFABRIK (Herrschaftswiesen 1, 6842 Koblach, Vorarlberg) ist ein Komplettsystem für Wartezimmer, Empfang, Gänge und Außenbereich, geplant nach einer Lichtmessung am Standort und betreut vom Inhouse-Team im Bodensee- und Alpenraum. Dieser Fall stammt aus einer Ordination mit Wahlarzt-Leistungen im Bregenzerwald.

Ausgangssituation

Die Ordination bietet neben den Kassenleistungen mehrere Leistungen an, die privat abgerechnet werden. Fachlich sind sie unstrittig, organisatorisch sind sie ein Problem: Niemand weiß davon, bevor er im Behandlungszimmer sitzt. Und dort ist der Moment, in dem darüber gesprochen wird, denkbar ungünstig, weil die Zeit knapp ist und das Gespräch sofort nach Verkauf klingt.

LeistungWie sie bisher bekannt wurdeWas daran nicht funktionierte
Zusatzuntersuchungen auf eigenen Wunschim Gespräch, wenn die Zeit reichtedie Zeit reichte selten
Vorsorge-Angebote außerhalb der KasseFlyer im Ständer am Tresenwird im Vorbeigehen kaum mitgenommen
Leistungen für SelbstzahlerWebsite, wenn jemand danach suchtniemand sucht danach, bevor er weiß, dass es sie gibt
Beratungsgespräche mit mehr ZeitEmpfehlung durch das Teamdas Team eröffnet solche Gespräche ungern

Der Kern des Problems war menschlich, nicht technisch. Medizinisches Personal verkauft nicht gern, und das ist gut so. Dadurch entsteht aber eine Lücke: Menschen entscheiden sich nicht gegen eine Leistung, sie erfahren schlicht nie davon.

Dazu kam die Sorge vor dem ärztlichen Werberecht. Sachliche, wahre Information statt marktschreierischer Darstellung war die Vorgabe, an der sich alles messen lassen musste.

Was sich die Praxis wünschte

Meine Patientinnen und Patienten sollen wissen, was es bei uns gibt, bevor sie bei mir im Zimmer sitzen. Aber ich will nichts anpreisen. Sachlich, ruhig, ohne Preise, ohne Superlative. Wenn es aussieht wie eine Anzeige, hänge ich es wieder ab.
Ruhiges helles Wartezimmer einer modernen Arztpraxis mit wandmontiertem Informationsdisplay

Warum Digital Signage die Lösung war

Der entscheidende Vorteil einer Fläche gegenüber einem Flyer ist nicht die Optik, sondern die Dosierung. Ein Flyer-Ständer zeigt neun Themen gleichzeitig und wird deshalb als Ganzes ignoriert. Eine Fläche zeigt nacheinander, und zwar genau ein Thema in dem Moment, in dem jemand hinschaut.

Ein Thema je Zeitfenster:
Statt neun Angeboten nebeneinander läuft eines nach dem anderen, jedes mit genug Standzeit zum Lesen.
Sachlicher Ton als Redaktionsregel:
ein Satz, was es ist, ein Satz, für wen es gedacht ist, ein Hinweis, wo man nachfragt. Keine Werbesprache, keine Superlative.
Freigabe bleibt in der Praxis:
Jede Aussage wird vom Praxisinhaber freigegeben, bevor sie läuft. Die fachliche Verantwortung bleibt dort, wo sie hingehört.
Zeitsteuerung:
Saisonale Themen laufen nur im passenden Zeitraum und verschwinden danach von selbst.

Die rechtliche Bewertung für deine Praxis triffst du mit deiner Rechtsberatung oder der zuständigen Kammer. Wir setzen die Technik und die Gestaltung so um, dass sie einen sachlichen, zurückhaltenden Auftritt unterstützt.

Umsetzung

FlächeStandortAufgabe
1Wartezimmer, quer zur SitzreiheLeistungs-Rotation im ruhigen Wechsel mit Praxis- und Organisationsthemen
2Empfang, seitlich neben dem TresenHinweis auf das aktuelle Thema, Verweis auf das Gespräch

Vor der Einrichtung stand eine Themenliste: zwölf Leistungen, die der Praxisinhaber für erklärungsbedürftig hält. Sie laufen über das Jahr verteilt, jeweils mehrere Wochen lang. So sieht wiederkehrendes Publikum immer wieder etwas Neues, ohne dass jemand ständig neue Inhalte bauen muss.

Regel für jedes ThemaWarum sie gilt
Ein Bild, eine Überschrift, drei Zeilen Textmehr wird im Wartezimmer nicht gelesen
Kein Superlativ, kein Versprechensachliche Information statt Anpreisung
Kein Preis, kein VergleichKostenfragen gehören ins persönliche Gespräch
Freigabe durch die Praxis vor dem Startfachliche Verantwortung bleibt in der Ordination
Empfangstresen einer modernen Arztpraxis mit Informationsdisplay an der Wand dahinter

Was sich geändert hat

Patientinnen und Patienten fragen von selbst nach · das Team muss kein Gespräch mehr eröffnen · der Flyer-Ständer ist entlastet · Leistungen sind bekannt, bevor jemand im Behandlungszimmer sitzt

BereichVorherNachher
Wer das Thema ansprichtdas Team, ungerndie Patientin oder der Patient, von selbst
Bekanntheit der Leistungenzufällig, abhängig vom Gesprächsverlaufbreit, weil jede Wartezeit informiert
Ton der KommunikationVerkaufsgespräch unter Zeitdrucksachliche Information vor dem Gespräch
Saisonale Themenganzjährig sichtbar oder gar nichtlaufen im passenden Zeitraum und enden von selbst

Der wichtigste Unterschied liegt in der Gesprächseröffnung. Wenn jemand an der Anmeldung sagt, er habe da etwas gelesen, läuft das Gespräch anders, als wenn das Team anfängt. Dieselbe Information, ein anderes Verhältnis.

Was sich daraus ableiten lässt

ErkenntnisWas daraus folgt
Nacheinander schlägt nebeneinanderEin Thema mit Standzeit wirkt mehr als neun Flyer im Ständer
Sachlichkeit ist kein NachteilGerade im Gesundheitsbereich ist ruhige Information glaubwürdiger als Werbung
Der Fragende bestimmt den TonWenn die Frage von außen kommt, entsteht kein Verkaufsgespräch
Freigabe gehört in die PraxisWer fachlich verantwortet, muss auch freigeben, was läuft

Was auf einem Praxis-Bildschirm sachlich kommuniziert wird, behandelt Werberecht in der Praxis. Wie ein Jahresplan aussieht, steht auf Inhalte für die Praxis, Unterschiede je Haus auf Praxistypen. Das Gesamtsystem steht auf Digital Signage für Ärzte und Praxen.

Kompaktes Hochformat-Display neben einer Behandlungszimmertür im hellen Praxisflur

Mach deine Leistungen sichtbar, ohne sie anzupreisen

Wenn deine Zusatzleistungen nur im Behandlungszimmer zur Sprache kommen, fehlt keine Verkaufsschulung, sondern ein ruhiger Ort für sachliche Information. Wir bauen die Vorlagen im Design deiner Ordination und liefern alles von Display bis Betreuung als Festpreis-Angebot nach der Standortanalyse.

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  • Aufruf ohne Namen: laufende Nummer plus Zimmer statt Klarnamen im Wartebereich
  • Zonen mit eigenem Job: Wartezimmer, Empfang, Gang, Eingang und Außenbereich
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  • Kauf statt Miete: die Anlage gehört der Praxis, Betrieb über getrennten Wartungsvertrag
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