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Vertiefung

Digitale Menüboards, Aktionsdisplays und Sportübertragung

Moderner Gastraum eines Alpenrestaurants am Abend mit Holz-Akustikdecke, dezenten Deckenlautsprechern und warmem Licht

Digitale Speisekarten, Aktionsflächen und TV-Bereiche plant die MULTIMEDIAFABRIK als zusammenhängendes Displaykonzept, das aus einer Stelle bespielt wird. Ein Bildschirm mehr ist keine Lösung; entscheidend ist, welcher Inhalt an welchem Punkt im Gästeweg wirklich gelesen wird.

Der typische Bestand ist eine Sammlung von Provisorien: ein Fernseher mit sichtbarem Kabel über der Theke, ein Aufsteller im Eingang, eine Karte, die jede Woche neu gedruckt wird, und ein Sportgerät, das jemand mit der Original-Fernbedienung bedient. Jeder Teil funktioniert für sich, zusammen ergeben sie kein Bild.

Die vier Displaytypen und ihre Aufgaben

DisplaytypEinsatzortAufgabe und InhaltPraxis-Hinweis
MenüboardTheke, Ausgabe, BestellpunktTageskarte, Getränke, Tagesempfehlung, Preise; wechselt mit der Schicht statt mit dem DruckauftragHochformat bei schmalen Wandflächen, Textgröße auf den tatsächlichen Leseabstand auslegen
AktionsdisplayEingang, Windfang, Schaufenster, VorplatzErster Kontakt: Wochenaktion, Mittagsmenü, Veranstaltungen, ÖffnungszeitenHelligkeit für Sonneneinstrahlung auslegen, sonst ist die Fläche tagsüber unlesbar
TV-Fläche für SportBar, Lounge, Nebenzimmer, überdachte TerrasseÜbertragung mit sauberer Quellenumschaltung, außerhalb der Spiele als Info- oder Stimmungsfläche nutzbarSichtlinien vom Sitzplatz aus prüfen, nicht vom Stehplatz an der Theke
Backoffice-DisplayPersonalraum, Küchengang, PasseDienstplan, Tageskarte, Allergene, Schicht-Briefing, Hinweise für neues PersonalNur für das Team sichtbar, keine Gastinhalte, eigene Rechte

Alle vier hängen an derselben Bespielung. Wer die Tagesempfehlung einmal einträgt, sieht sie an Theke, Eingang und im Backoffice, ohne drei Geräte einzeln anzufassen. Wie Player, Software und Vorlagen dahinter aufgebaut sind, beschreibt der Bereich Digital Signage, die Auswahl der Bildschirme selbst der Bereich Displays. Für freistehende Flächen vor dem Haus kommen zusätzlich wetterfeste Stelen infrage.

Hybrid schlägt digital: Print bleibt am Tisch

Die Frage lautet nicht Papier oder Bildschirm, sondern welcher Inhalt wohin gehört. Branchenerhebungen nennen, dass über 80 Prozent der Gäste digitale Karten per QR-Code bereits genutzt haben, und dass sich hybrid als Best Practice durchgesetzt hat, also Print plus digital nebeneinander.

InhaltBester OrtWarum
Vollständige SpeisekarteGedruckt am TischVergleichen, blättern, gemeinsam lesen; funktioniert ohne Netz und ohne Akku
Tagesempfehlung und AktionMenüboard und AktionsdisplayÄndert sich schnell, soll ohne Nachdruck aktuell sein
Getränke, Kaffee, ZusatzverkaufMenüboard an der ThekeWird genau dort gelesen, wo bestellt und gewartet wird
Allergene und ZusatzstoffeGedruckt plus digitalRechtlich relevanter Inhalt, muss immer erreichbar sein
Wochenkarte für StammgästeAktionsdisplay und WebsiteWirkt schon vor dem Besuch und gehört deshalb auch auf die eigene Website, nicht nur ins Haus
Veranstaltungen und SporttermineAktionsdisplay und TV-FlächeErreicht Gäste, die ohnehin schon im Haus sind

Der QR-Code ist dabei Ergänzung, nicht Ersatz. Er lohnt sich für die Langfassung mit Allergenen, für Wein- und Getränkekarten mit vielen Positionen und für Gäste, die vorab schauen wollen. Voraussetzung ist ein belastbarer Gastzugang im Haus, sonst scheitert die digitale Karte am ersten vollen Abend.

Restaurantterrasse mit Pergola und kleinen wetterfesten Lautsprechern an den Balken, Gäste an Tischen im Abendlicht

Sportübertragung: Technik im Haus, Rechte beim Anbieter

Sport bringt Gäste an Abenden, die sonst schwach laufen, und die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 macht das Thema aktuell. Technisch gehören dazu ein sauberes Signal aus dem vorhandenen Empfangsweg, eine geordnete Quellenumschaltung auf mehrere Bildschirme und eine Tonlösung, die den Rest des Hauses nicht überfährt.

Mehrere Bildschirme, ein Signal
: alle Flächen zeigen dieselbe Quelle, Umschaltung über einen definierten Bedienpunkt statt über Fernbedienungen
Ton nur in der Sportzone
: die Übertragung läuft in Bar oder Nebenzimmer, während der Gastraum sein normales Musikprofil behält, wie auf der Seite Musik und Zonen-Beschallung beschrieben
Sichtlinien vor Montage klären
: Höhe, Winkel und Blendung entscheiden über den Sitzplatz, nicht die Bildschirmgröße
Empfangsweg sauber aufsetzen
: Verteilung im Haus über den Bereich BK-Netze und Kabelfernsehen
Große Flächen
: wo eine einzelne Wand den ganzen Raum bedienen soll, ist eine durchgehende LED-Fläche die Alternative zum Bildschirm-Mosaik

Wichtig zur Abgrenzung: Die Übertragungsrechte liegen beim jeweiligen Anbieter, das gewerbliche Sport-Abo schließt der Betrieb selbst ab. Es ist eine laufende Betriebskostenposition und in keinem Anlagenangebot enthalten, so wie die Musiklizenz auch. Die Technik stellt sicher, dass das Signal ankommt und im ganzen Haus richtig verteilt wird.

Inhalte, die wirken

Ein Menüboard ist so gut wie das, was darauf steht. Bewährt haben sich wenige Positionen pro Bildschirmseite, ruhige Wechsel statt Animation, echte Fotos aus dem eigenen Haus statt Katalogbildern und eine Schriftgröße, die aus der Warteschlange lesbar bleibt. Wo eigene Aufnahmen fehlen, lohnt sich Food-Fotografie als einmalige Investition, die auf allen Flächen und online weiterläuft. Welchen Umfang dein Displaykonzept bekommt und wie es sich zu Ton und Licht verhält, ordnet die Seite Kosten ein.

Detail einer Holzlattung mit Akustikvlies an der Decke und einem Filz-Wandabsorber in einem Restaurant

Quick-Reference

  • Vier Typen mit klaren Aufgaben: Menüboard, Aktionsdisplay, TV-Fläche, Backoffice-Display
  • Alles aus einer Bespielung, damit eine Eingabe überall gleichzeitig wirkt
  • Hybrid ist Standard: gedruckte Karte am Tisch, digitale Flächen für alles, was sich ändert
  • QR-Code für Langfassung und Allergene, nicht als Ersatz der Karte
  • Sport: Technik im Haus, Abo und Rechte beim Anbieter, Ton nur in der Sportzone
  • Inhalte ruhig halten, eigene Fotos, Schriftgröße auf den Leseabstand
3D-Broschüren-Mockup des Leitfadens Ton, Licht und Bild im Gastraum: der Leitfaden für Gastronomen
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Ton, Licht und Bild im Gastraum: der Leitfaden für Gastronomen

  • Der Akustik-Selbsttest: hat dein Gastraum ein Nachhall-Problem?
  • Zonen und Profile für Gastraum, Theke, Nebenzimmer und Terrasse
  • Musik-Lizenz im Überblick: AKM, SUISA und GEMA, Terrasse extra
  • Licht-Rezepte für Mittag, Nachmittag, Abend, Event und Reinigung
  • Digitale Speisekarten, Aktionsdisplays und Sportübertragung
  • Die Terrassen-Checkliste vor dem ersten Sonnentag
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