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Vertiefung

So läuft die Zusammenarbeit mit Tischlereien ab

Tischler setzt ein schmales Aluminium-LED-Profil in eine gefräste Nut eines Eichenkorpus in heller Werkstatt

Die Zusammenarbeit zwischen deiner Tischlerei und der MULTIMEDIAFABRIK läuft in sechs Phasen von der ersten Anfrage bis zur Wartung: Machbarkeit, Auslegung, Einbauvorgaben fürs CAD, parallele Fertigung, Technik-Einbau mit Inbetriebnahme und Übergabe mit Gewährleistung. Du behältst Auftrag, Kundenbeziehung und Möbel, die MULTIMEDIAFABRIK übernimmt das Technik-Gewerk mit allem, was daran hängt.

Der Ablauf passt in deine Arbeitsvorbereitung. Entscheidend ist nur eines: Die Technik muss vor dem Zuschnitt geklärt sein, nicht danach.

Die sechs Phasen im Überblick

PhaseWas passiertWas du lieferstWas du bekommst
Anfrage und MachbarkeitMöbelidee und Kundenwunsch werden technisch bewertetSkizze, Foto, Grundriss oder erste CAD-AnsichtAussage zu Machbarkeit, Aufwand und Größenordnung für dein Angebot
Technik-AuslegungKomponenten, Wärme, Last, Kabel und Bedienung werden festgelegtMöbelplan mit Maßen, Nutzungsangaben, AufstellortKomponentenliste und Festpreis-Angebot für das Technik-Paket
Einbauvorgaben fürs CADdie Technik wird in dein Modell übersetztKonstruktionsstand, Materialaufbau, Beschlagswahlbemaßte Vorgaben für Ausschnitte, Freiräume, Durchbrüche, Revision
Fertigung parallelKorpus und Technik entstehen gleichzeitigFertigung nach freigegebener VorgabeBeschaffung, Konfektionierung, Vorbereitung der Komponenten
Einbau und InbetriebnahmeTechnik kommt ins Möbel und wird in Betrieb genommenZugang zum Möbel in Werkstatt oder vor OrtMontage, Verkabelung, Funktionsprüfung, Programmierung, Einweisung
Übergabe und Betriebdas Möbel geht an den Kunden, die Technik in die BetreuungÜbergabe des Möbels wie gewohntDokumentation, Gewährleistung auf die Technik, Wartung und Fernbetreuung

Phase eins: Anfrage und Machbarkeit

Der Einstieg ist bewusst niedrigschwellig, weil er meistens mitten in deiner Angebotsphase passiert. Es reicht, was du hast: eine Handskizze, ein Kundenfoto, ein Grundriss oder eine erste Ansicht aus dem CAD. Zurück kommt eine klare Aussage, ob die gewünschte Technik in dieses Möbel passt, welche Alternativen es gibt und mit welcher Größenordnung du im Kundenangebot rechnen musst.

Diese Phase entscheidet oft über den Auftrag. Wer beim Kunden sitzt und sagen kann, dass der versenkbare Bildschirm machbar ist und was er ungefähr kostet, gewinnt gegen den Mitbewerber, der Bedenkzeit braucht.

Fernseher fährt aus einem massiven Eichensideboard, die passgenaue Öffnung in der Holzplatte ist sichtbar

Phase zwei: Technik-Auslegung

Jetzt wird aus der Idee eine Liste. Festgelegt werden Komponenten, Anordnung, Wärmelast und benötigte Belüftung, Stromanschluss und Netzwerk, Bedienkonzept und Montageort. Ergebnis ist ein Festpreis-Angebot für das Technik-Paket, das du als eigene Position in dein Angebot übernehmen kannst. Wovon dieser Preis abhängt, steht auf Was kostet ein Technik-Paket im Möbel?.

Phase drei: Einbauvorgaben fürs CAD

Der wichtigste Übergabepunkt zwischen den Gewerken. Du bekommst bemaßte Vorgaben für Ausschnitte, Einbautiefen, Freiräume um wärmeabgebende Komponenten, Lage der Kabeldurchbrüche mit Zugentlastung, Position und Größe der Revisionsöffnung sowie den Anschlusspunkt für Strom und Netzwerk. Die Werte sind projektbezogen aus den ausgewählten Komponenten abgeleitet, nicht aus einer Faustformel oder einer Tabelle im Internet.

Vor der Fertigung gibt es eine gemeinsame Freigabe. Danach ist die Konstruktion technikfest, und beide Seiten wissen, worauf sie sich verlassen. Die Regeln dahinter erklärt Technik im Korpus.

Massive Eichentheke mit flächenbündig integriertem Display und warmer Lichtlinie unter der Thekenplatte

Phase vier: Fertigung parallel

Während du Korpus, Front und Oberfläche baust, laufen Beschaffung und Konfektionierung der Technik. Leitungen werden auf Maß gefertigt, Halter und Einbaurahmen vorbereitet, LED-Linien auf Länge gebaut, Steuerungen vorprogrammiert. Der Vorteil ist Zeit: kein Nacheinander aus Möbelbau und Technikbestellung, sondern ein paralleler Strang mit gemeinsamem Termin.

Phase fünf: Einbau und Inbetriebnahme

Der Einbau passiert dort, wo er am wenigsten stört. Der Standardweg ist die Montage in deiner Werkstatt vor der Auslieferung: kurze Wege, gute Beleuchtung, Korrekturen sofort möglich. Alternativ wird beim Kunden eingebaut, wenn Transportmaße, Bauzeitfenster oder Gewicht dafür sprechen.

Zur Inbetriebnahme gehören Funktionsprüfung, Einstellung von Endlagen und Sicherheitsabschaltung bei bewegter Technik, Programmierung der Bedienung mit Profilen für Nutzer und Servicepersonal sowie die Einweisung. Was dabei bei Liften und Versenktechnik konkret geprüft wird, steht auf TV-Lift und Versenktechnik.

Rückseite eines Medienmöbels mit Lüftungsgitter, geordneter Kabelführung und Revisionsöffnung

Phase sechs: Übergabe, Gewährleistung, Wartung

Du übergibst das Möbel wie gewohnt. Zur Technik gehört eine eigene Dokumentation mit Komponentenliste, Anschlussplan, Bedienanleitung und Servicekontakt. Die Gewährleistung auf die Technik und ihre Installation liegt bei der MULTIMEDIAFABRIK und ist damit sauber getrennt von deiner Gewährleistung auf das Möbel.

Fall nach der ÜbergabeWer reagiert
Furnier, Beschlag, Oberfläche, Passungdeine Tischlerei
Display bleibt schwarz, Lift fährt nicht, Licht flackertMULTIMEDIAFABRIK
Bedienung unklar, Nutzerwechsel, neue Szene gewünschtMULTIMEDIAFABRIK, per Fernbetreuung oder Termin
Umbau des Möbels mit Technikeingriffgemeinsam, mit neuer Einbauvorgabe

Quick-Reference

  • Sechs Phasen: Machbarkeit, Auslegung, CAD-Vorgaben, parallele Fertigung, Einbau und Inbetriebnahme, Übergabe und Betrieb
  • Festpreis für das Technik-Paket nach der Auslegung, als eigene Position in deinem Angebot
  • Bemaßte CAD-Vorgaben mit gemeinsamer Freigabe vor der Fertigung
  • Werkstatt-Montage als Standardweg, Einbau vor Ort als Alternative
  • Getrennte Gewährleistung: Möbel bei dir, Technik bei der MULTIMEDIAFABRIK
Eichener Konferenztisch mit eingelassenem Anschlussfeld und induktiver Ladefläche in der Tischplatte

Inline-FAQ Ablauf

Wie früh soll ich anfragen? So früh wie möglich, am besten vor dem Kundenangebot. Alles, was vor dem Zuschnitt geklärt ist, kostet einen Planstrich; alles danach kostet Nacharbeit an fertiger Oberfläche.

Braucht ihr meine CAD-Dateien? Hilfreich, aber nicht zwingend. Für die Machbarkeit reicht eine bemaßte Skizze. Für die Einbauvorgaben ist ein aktueller Konstruktionsstand mit Materialaufbau der schnellste Weg.

Wer redet mit dem Endkunden? Du, wenn du das willst. Auf Wunsch kommt die MULTIMEDIAFABRIK als dein Technik-Partner zum Termin mit, ohne dir den Auftrag streitig zu machen.

Was passiert, wenn sich das Möbel nach der Freigabe ändert? Dann wird die Einbauvorgabe nachgezogen. Wichtig ist nur, dass die Änderung gemeldet wird, bevor gefertigt oder eingebaut wird.

3D-Broschüren-Mockup des Leitfadens Technik im Möbel: Handbuch für Tischlereien
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Technik im Möbel: Handbuch für Tischlereien

  • Was sich ins Möbel integrieren lässt, von Display bis Ladetechnik
  • TV-Lift und Versenktechnik: Freiräume, Mechanik, Lastgrenzen
  • LED im Möbel: Nutfräsung, Profil, Entblendung, Treiberzugang
  • Die drei Regeln für Technik im Korpus: Wärme, Kabel, Revision
  • Theken und Empfangsmöbel inklusive Barrierefreiheit am Tresen
  • Wer haftet wofür, und wie die Übergabe abläuft
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