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Vertiefung

Erlebniswelten für Museen und Besucherzentren: Vermittlung, Schutz und Betrieb

Besucher bedient eine interaktive Vitrine mit transparentem Touch-Display vor einem historischen Exponat

Eine Erlebniswelt für Museen und Besucherzentren der MULTIMEDIAFABRIK verbindet drei Anforderungen, die sonst gegeneinander arbeiten: lebendige Vermittlung, konservatorischen Schutz der Objekte und einen Betrieb, der mit kleinem Team funktioniert. Medientechnik, interaktive Exponate, Content und SLA-Wartung kommen aus einer Hand; die Detailleistung für Ausstellungsprojekte findest du im Schwester-Hub Museen und Ausstellungsbau.

Diese Seite zeigt, worauf es bei musealen Erlebniswelten ankommt: von kuratorischen Anforderungen über konservatorisches Licht und Barrierefreiheit nach EN 17210 bis zum Depot-Argument, also der digitalen Sichtbarkeit deiner Sammlung.

Kuratorische Anforderungen: die Technik dient der Erzählung

In Museen gilt eine klare Hierarchie: Zuerst kommt die kuratorische Erzählung, dann die Technik. Deshalb beginnt jedes Projekt bei Thema, These und Objekten, nicht beim Gerätekatalog. Die mediale Szenografie übersetzt das wissenschaftliche Konzept in eine Besucherdramaturgie mit Vermittlungsebenen für unterschiedliche Zielgruppen: der Überblick für den Durchgeher, die Vertiefung für den Interessierten, die Mitmach-Ebene für Schulklassen und Familien. Kuratorinnen und Gestalter behalten die inhaltliche Hoheit; die MULTIMEDIAFABRIK liefert Technik, Exponatebau und Medienproduktion, die sich einordnen statt zu dominieren.

VermittlungsebeneMedialer Baustein
Überblick & AtmosphäreProjektion, inszenierendes Licht, Raumklang
Vertiefung am Objektinteraktive Vitrinen, Hörstationen, Touch-Stationen mit Sprachwahl
Mitmachen & BegreifenHands-on-Exponate, Sensorik, interaktive Spiele
Recherche & NachnutzungMulti-Touch-Tische mit Sammlungsdaten, Mediaguide-Anbindung

Konservatorisches Licht und Objektschutz

Originale sind unersetzlich, und Technik darf ihnen nicht schaden. Deshalb wird das Licht konservatorisch geplant: UV-freie LED-Beleuchtung, begrenzte Beleuchtungsstärken für empfindliche Materialien wie Papier, Textil und Fotografie, Szenensteuerung, die Objekte nur dann voll beleuchtet, wenn Besucher da sind. Vitrinen werden klimatisch und mechanisch auf die Objekte abgestimmt; Wärmelasten von Displays und Projektoren fließen in die Klimaplanung ein, und die Verkabelung respektiert Brandschutz und Denkmalschutz. So bekommt das Haus lebendige Vermittlung ohne konservatorische Kompromisse.

Interaktive Markenwelt mit Multi-Touch-Tisch und roter Akzentwand in heller Vorarlberger Holzarchitektur

Barrierefreiheit nach EN 17210: Vermittlung für alle

Ein öffentliches Haus ist für alle da. Die MULTIMEDIAFABRIK plant Barrierefreiheit nach EN 17210 von Anfang an mit, statt sie nachzurüsten: unterfahrbare Bedienhöhen an Touch-Stationen, ausreichende Kontraste, Untertitel und einfache Sprache in den Medien, induktive Höranlagen an Audiostationen und taktile Elemente an Hands-on-Exponaten. Für interaktive Terminals gelten zusätzlich die Anforderungen des BFSG. Das ist mehr als Pflicht: Barrierefreie Vermittlung erreicht auch Kinder, ältere Gäste und internationale Besucher besser und ist in vielen Förderprogrammen ein Vergabekriterium.

AnforderungUmsetzung
Bedienhöhen & UnterfahrbarkeitTouch-Stationen für Rollstuhl und Kinder erreichbar
SehenKontraste, Schriftgrößen, Audiodeskription
HörenUntertitel, induktive Höranlagen, visuelle Alternativen
Versteheneinfache Sprache, klare Symbolik, Mehrsprachigkeit

Das Depot-Argument: die Sammlung digital zeigen

In den meisten Häusern liegt der größte Teil der Sammlung im Depot; oft sind es über 90 Prozent der Bestände, die kein Besucher je sieht. Die Erlebniswelt öffnet dieses Depot digital: Am Multi-Touch-Tisch blättern Besucher durch digitalisierte Bestände, vergleichen Objekte, zoomen in Details, die selbst in der Vitrine unsichtbar blieben. Empfindliche Originale bleiben geschützt im Depot, ihre Geschichten werden trotzdem erzählt; und die Digitalisierung der Sammlung bekommt einen sichtbaren Nutzen, der sich gegenüber Träger und Förderstellen argumentieren lässt.

Immersiver Erlebnisraum mit Panorama-Projektion eines Alpenpanoramas und Besuchern

Betrieb mit kleinem Team

Museen und Besucherzentren haben selten einen Techniker im Haus, und genau dafür ist der Betrieb ausgelegt: Jede Station ist fernwartbar und meldet Störungen selbst, die Show-Control öffnet und schließt die Ausstellung automatisch, und der SLA-Wartungsvertrag mit 24h-Reaktion sichert den Publikumsbetrieb. Inhalte pflegt dein Team per Web-CMS selbst: die Sonderausstellung, die neue Leihgabe, die geänderten Öffnungszeiten. Die Analytics je Station liefern anonyme Nutzungszahlen für Jahresbericht und Förderabrechnung. Wie ein Projekt Phase für Phase abläuft, liest du auf der Seite Ablauf, die Investitions-Logik auf der Seite Kosten.

Quick-Reference

  • Zuerst die kuratorische Erzählung, dann die Technik; Vermittlungsebenen für alle Zielgruppen
  • Konservatorisches Licht: UV-frei, begrenzte Beleuchtungsstärken, Szenensteuerung, abgestimmte Klimaplanung
  • Barrierefreiheit nach EN 17210 von Anfang an, inkl. Untertitel, Höranlagen und einfacher Sprache
  • Das Depot-Argument: digitalisierte Sammlung am Multi-Touch-Tisch sichtbar machen
  • Betrieb für kleine Teams: Fernwartung, Self-Monitoring, SLA mit 24h-Reaktion, CMS-Selbstpflege
  • Detailleistung für Ausstellungsprojekte im Schwester-Hub Museen und Ausstellungsbau
Zwei Besucher erkunden eine interaktive Touch-Wand mit topografischer Alpenkarte in einem hellen Besucherzentrum
3D-Broschüren-Mockup des Erlebniswelten-Leitfadens
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Erlebniswelten planen: Module, Kosten, Ablauf

  • Die 8 Module einer Erlebniswelt und wie sie zusammenspielen
  • Exponat-Typen im Überblick: von Multi-Touch bis Projection-Mapping
  • Der 8-Phasen-Ablauf von der Begehung bis zum Betrieb
  • Kosten-Logik, Paket-Größenordnungen und Förderungen
  • Betrieb, CMS-Selbstpflege und SLA: die Checkliste vor dem Start
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