★ Interaktiven Showroom planen
Interaktiven Showroom planen: Der Leitfaden von der Begehung bis zur Eröffnung

Einen interaktiven Showroom plant man wie ein Bauprojekt mit Drehbuch: Erst kommen Besucher-Journey und Raum-Dramaturgie, dann Stationen, Technik und Content, und alles beginnt mit einer Begehung vor Ort. Dieser Leitfaden führt durch die sechs Phasen, mit denen die MULTIMEDIAFABRIK Showrooms, Kundencenter und Besucherzentren im Bodensee- und Alpenraum umsetzt, und benennt die Fehler, an denen solche Projekte typischerweise scheitern.
Einleitung
Einen interaktiven Showroom plant man wie ein Bauprojekt mit Drehbuch: Erst kommen Besucher-Journey und Raum-Dramaturgie, dann Stationen, Technik und Content, und alles beginnt mit einer Begehung vor Ort. Dieser Leitfaden führt durch die sechs Phasen, mit denen die MULTIMEDIAFABRIK Showrooms, Kundencenter und Besucherzentren im Bodensee- und Alpenraum umsetzt, und benennt die Fehler, an denen solche Projekte typischerweise scheitern.
Denn scheitern tun Showroom-Projekte selten an der Idee. Sie scheitern an der Schnittstelle: Der Architekt plant den Raum, der Innenausbauer die Möbel, die Agentur den Film, und die Medientechnik fällt zwischen die Gewerke. Gute Planung heißt deshalb vor allem: ein Verantwortlicher für Technik und Inhalt, von Anfang an am Tisch.
Vor dem Start: drei Fragen, die alles bestimmen
Bevor die erste Station gezeichnet wird, brauchen drei Fragen eine Antwort. Erstens: Wer besucht den Raum? Kunden im Vertriebstermin, Besuchergruppen, Bewerber oder alle drei; jede Zielgruppe braucht eine eigene Journey. Zweitens: Was soll nach dem Besuch passieren? Eine Konfigurator-Anfrage an den Vertrieb, ein Gesprächstermin mit HR, ein bleibender Marken-Eindruck. Drittens: Wer pflegt die Inhalte nach der Eröffnung? Die Antwort entscheidet über CMS, Rollen und Wartungsvertrag, lange bevor Hardware bestellt wird.

Die sechs Phasen im Überblick
| Phase | Inhalt | Dauer (Richtwert) |
|---|---|---|
| 1 · Begehung & Briefing | Vor-Ort-Termin, Raum, Ziele, Zielgruppen, Bestand, Budgetrahmen | 1 bis 2 Wochen |
| 2 · Konzept & Festpreis | Besucher-Journey, Stationsplan, Content-Umfang, Visualisierung, Festpreis-Angebot | 2 bis 4 Wochen |
| 3 · Detailplanung | Abstimmung mit Architekt und Elektrik, Hardware-Bestellung, Content-Drehbuch | 2 bis 4 Wochen |
| 4 · Content & Build | Film, 3D, Konfigurator, App-Entwicklung, CMS-Aufbau, Vorab-Test im Studio in Koblach | 6 bis 12 Wochen |
| 5 · Einbau & Abnahme | Montage, Verkabelung, Einmessung, Testbetrieb, Einweisung deines Teams | 1 bis 3 Wochen |
| 6 · Eröffnung & Dauerbetrieb | Begleitung zur Eröffnung, Monitoring, Wartung, Content-Updates | laufend |
Von der ersten Begehung bis zur Eröffnung eines kompletten Showrooms sind je nach Bauprojekt 4 bis 9 Monate realistisch; eine einzelne Station geht deutlich schneller. Der Festpreis entsteht am Ende von Phase 2, nach Begehung und Konzept, nicht vorher am Telefon. Details zum Prozess stehen auf der Seite Ablauf, die Kosten-Logik erklärt die Seite Kosten.
Rollenverteilung: wer verantwortet was
Ein Showroom entsteht immer im Zusammenspiel mehrerer Gewerke. Entscheidend ist, dass die Zuständigkeiten vor der Detailplanung geklärt sind.
| Gewerk | Verantwortet | Übergabepunkt zur Medientechnik |
|---|---|---|
| Architekt / Bauherr | Raum, Wände, Licht-Grundkonzept, Brandschutz | Flächen, Lasten, Sichtachsenplanung im Grundriss |
| Elektro-Fachplanung | Zuleitungen, Netzwerk, Lastauslegung | Kabelwege und Anschlusspunkte je Station |
| Innenausbau | Möbel, Einbauten, Oberflächen | Ausschnitte, Belüftung, Revisionszugänge |
| MULTIMEDIAFABRIK | Konzept, Stationen, Content, CMS, Einbau, Wartung | ein Ansprechpartner über alle Phasen |
Dieses Modell ist bewusst kooperativ: Der Architekt bleibt Herr über den Raum, die MULTIMEDIAFABRIK verantwortet alles, was leuchtet, reagiert und erzählt, inklusive der Abstimmung von Kabelwegen, Wärme und Einbauten.

Die fünf häufigsten Planungsfehler
| Fehler | Folge | Gegenmittel |
|---|---|---|
| Technik zu spät eingeplant | Kabelwege fehlen, Nachrüstung im fertigen Raum | Medientechnik ab Phase 1 am Tisch |
| Hardware vor Konzept gekauft | Displays ohne Dramaturgie, schwarze Flächen | erst Journey und Stationsplan, dann Geräte |
| Content als Restposten | Eröffnung mit Platzhalter-Inhalten | Content-Drehbuch parallel zur Detailplanung |
| Keine Pflege-Verantwortung | Inhalte veralten, Raum wirkt nach 2 Jahren alt | CMS, Rollen und Wartungsvertrag ab Konzept |
| Reizüberflutung | zu viele Stationen, keine Wirkung | kuratierte Journey, wenige starke Momente |
Der rote Faden hinter allen fünf Punkten: Ein Showroom ist kein Geräte-Einkauf, sondern ein Dauerbetriebs-System aus Raum, Technik, Inhalt und Pflege. Wer eine der vier Ebenen weglässt, bezahlt sie später doppelt.
Checkliste für dein Briefing
- Zielgruppen und gewünschtes Ergebnis je Besuchertyp definiert
- Grundriss, Fotos und Bauzeitenplan für die Begehung vorbereitet
- Budgetrahmen als Größenordnung intern abgestimmt
- Bestehende Inhalte gesichtet: Filme, 3D-Daten, CAD, Fotos, Firmengeschichte
- Pflege-Verantwortung nach der Eröffnung benannt
- Messe-Termine notiert, falls Stationen ein Zweitleben im Messe-Verbund bekommen sollen
Mit diesen sechs Punkten ist die Begehung produktiv statt orientierend, und das Konzept trifft beim ersten Wurf. Welche Stationstypen für welches Ziel infrage kommen, zeigt der Stationen-Überblick.

Quick-Reference
- Sechs Phasen: Begehung, Konzept, Detailplanung, Content & Build, Einbau, Dauerbetrieb
- 4 bis 9 Monate für komplette Showrooms, einzelne Stationen deutlich schneller
- Festpreis nach Begehung und Konzept, nicht vorab am Telefon
- Medientechnik ab Phase 1 einbinden, sonst fehlen Kabelwege und Lasten
- Content und CMS-Pflege gehören ins Konzept, nicht in die Hoffnung
- Ein Verantwortlicher für Technik plus Inhalt verhindert die Schnittstellen-Falle

Showroom bauen: Stationen, Wirkung, Kosten
- Die Stationen von Multi-Touch bis interaktiver Vitrine richtig wählen
- Produktkonfigurator und Objekterkennung: Produkte zum Anfassen erklärt
- Besucherzentrum, Werksführung und Employer-Branding-Raum aus einer Hand
- Kosten-Logik mit der Kauf-statt-Miete-Rechnung
- Der 6-Phasen-Ablauf von der Idee bis zum Betrieb
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ProduktProduktseite interaktiver-showroomAlle Funktionen, Technik und Anwendungsfälle im Überblick.Produkt ansehen Im Detail
Aus der Praxis
Wissen & Hintergrund
Häufige Fragen
- Was kostet ein interaktiver Showroom?
- Wer pflegt die Inhalte im Showroom nach der Eröffnung?
- Wie lange dauert es bis zur Eröffnung eines interaktiven Showrooms?
- Lässt sich ein bestehender Schauraum zum interaktiven Showroom nachrüsten?
- Können Showroom-Stationen auch auf der Messe eingesetzt werden?
- Wie funktionieren Wartung und Betreuung im Dauerbetrieb, veraltet die Technik nicht?
- Ist ein interaktiver Showroom barrierefrei bedienbar?
- Können wir klein anfangen und den Showroom später ausbauen?
