★ Agentur oder inhouse
Agentur, inhouse oder Mischform: wer im Hotel das Marketing macht

Die Frage taucht in fast jedem Erstgespräch auf: selbst machen, ganz abgeben oder aufteilen? Sauber entschieden wird sie selten. Häufiger wächst ein Zustand heran, in dem die Rezeption postet, die Inhaberfamilie die Bilder aussucht, ein Dienstleister die Website betreut, und niemand für das Gesamtbild geradesteht.
Einleitung
Die Frage taucht in fast jedem Erstgespräch auf: selbst machen, ganz abgeben oder aufteilen? Sauber entschieden wird sie selten. Häufiger wächst ein Zustand heran, in dem die Rezeption postet, die Inhaberfamilie die Bilder aussucht, ein Dienstleister die Website betreut, und niemand für das Gesamtbild geradesteht.
Die MULTIMEDIAFABRIK arbeitet mit allen drei Modellen, weil keines davon grundsätzlich das bessere ist. Entscheidend ist, ob im Haus die Rollen, das Können und vor allem die Zeit vorhanden sind. Diese Story stellt die Modelle nebeneinander und zeigt, wie eine Mischform organisiert wird, damit sie nicht zum vierten Modell namens Zufall wird.
Die drei Modelle nebeneinander
| Modell | Was intern bleibt | Was zugekauft wird | Wo es typischerweise scheitert |
|---|---|---|---|
| Komplett intern | Strategie, Redaktion, Bilder, Beiträge, Newsletter, Bewertungen, Website-Pflege | einzelne Produktionen | An der Hochsaison. Ist das Haus voll, hört das Marketing als Erstes auf, und es fehlen die Wochen mit den besten Motiven |
| Komplett extern | Freigaben, Zugänge, Zugang zum Haus für Produktionstermine | Strategie, Website, Bildwelt, Bewegtbild, Social Media, Sichtbarkeit | Am Nachschub aus dem Betrieb. Ohne Anlässe und Gesichter wird der Auftritt austauschbar |
| Mischform | Anlässe, Gastgeber-Perspektive, Alltagsaufnahmen, Dialog | Struktur, Produktion, Technik, Mehrsprachigkeit, Auswertung | An unklaren Übergabepunkten. Halten beide Seiten dasselbe für die Aufgabe der anderen, passiert es gar nicht |
Keines der drei Modelle scheitert an fehlendem Willen. Alle drei scheitern an Kapazität und Zuständigkeit.

Welche Rollen ein Hotelmarketing braucht
Hinter dem Wort Marketing stecken in großen Häusern mehrere Personen, in kleinen eine.
| Rolle | Was sie tut | Was sie braucht |
|---|---|---|
| Steuerung | entscheidet Ziele, Budget, Prioritäten | Nähe zur Direktion |
| Redaktion | plant, was wann auf welchem Kanal erscheint | einen Plan, der die Hochsaison übersteht |
| Produktion | erzeugt Fotos, Videos, Texte, Übersetzungen | Ausrüstung, Routine, Zeitfenster |
| Technik | betreibt Website, Buchungs-Strecke, Barrierefreiheit | laufende Wartung statt Startschuss |
| Dialog | beantwortet Nachrichten und Bewertungen | Kenntnis des Hauses, schnelle Reaktion |
| Auswertung | misst Kanäle, Anfragen, Buchungen | Messpunkte vor dem Start |
Steuerung und Dialog leben von der Nähe zum Haus und lassen sich schlecht auslagern. Die anderen vier sind gut zukaufbar, weil sie an Werkzeugen und Wiederholung hängen.
Was ein Haus mit 30 Zimmern realistisch selbst schafft
Ein Betrieb dieser Größe hat kein Marketing-Team. Die Aufgabe liegt bei einer Person, die gleichzeitig Reservierung, Personal und Gäste bespielt. Das ist die Ausgangslage der meisten Häuser im Alpenraum: Nach Angaben von oehv.at sind rund 80 Prozent der österreichischen Betriebe familiengeführt.
| Aufgabe | Intern realistisch | Begründung |
|---|---|---|
| Alltagsaufnahmen von Haus, Küche und Team | ja | Zugang und Anlass gibt es nur im Haus |
| Antworten auf Kommentare und Nachrichten | ja | der Tonfall des Hauses lässt sich nicht delegieren |
| Antworten auf Bewertungen nach Vorlage | ja | Systematik von außen, Text bleibt persönlich |
| Redaktionsplan über zwölf Monate | eingeschränkt | entsteht einmal gemeinsam, danach Abarbeitung |
| Reels mit Schnitt, Untertitel und Ton | nein | Aufwand je Clip im Betrieb nicht darstellbar |
| Fotografie für Startseite und Buchungs-Strecke | nein | Licht und Nachbearbeitung entscheiden über die Rate |
| Imagefilm, Drohne, 360-Grad-Rundgang | nein | Ausrüstung, Genehmigungen, Nachbearbeitung |
| Website, Buchungs-Strecke, Barrierefreiheit | nein | rechtliche Dauerpflicht, kein einmaliges Projekt |
| Mehrsprachige Fassungen von Videos | nein | Übersetzung, Stimme, Lippensynchronisation |
| Sichtbarkeit in Suche und KI-Antworten | nein | verlangt Struktur, Messung, laufendes Nachjustieren |
Das Muster ist eindeutig: Was täglich passiert und Nähe braucht, bleibt im Haus. Was Ausrüstung, Fachroutine oder rechtliche Dauerpflicht bedeutet, gehört nach außen. Welche Bausteine dahinterstecken, zeigt der Überblick zum Hotel-Marketing.

Die Übergabepunkte entscheiden
Eine Mischform funktioniert durch klare Nahtstellen. Jeder Punkt gehört vor dem Start festgelegt, mit Namen statt mit Abteilung.
| Übergabepunkt | Wer gibt | Woran es scheitert, wenn es offen bleibt |
|---|---|---|
| Anlässe und Termine | Haus | ohne Vorlauf entsteht nichts zur richtigen Saison |
| Freigabe von Bild und Text | Haus | Beiträge liegen wochenlang in der Warteschleife |
| Rohmaterial aus dem Alltag | Haus | der Auftritt zeigt nur Produktionstage, nie den Betrieb |
| Zugänge und Rechte | Haus | kein Zugriff heißt kein Ergebnis, oft spät bemerkt |
| Redaktionsplan und Formate | Agentur | das Haus weiß nicht, was von ihm erwartet wird |
| Vorlagen für den Dialog | Agentur | Fragen zu Verfügbarkeit und Preis bleiben offen |
| Messwerte und Ableitungen | Agentur | Budget wird weiter nach Bauchgefühl verteilt |
Wie eine Mischform organisiert wird
Die tragfähige Variante folgt fast immer demselben Aufbau, unabhängig von der Größe des Hauses:
- Ein fixer Ansprechpartner auf jeder Seite, namentlich benannt, mit Vertretung für die Hochsaison
- Ein gemeinsamer Redaktionsplan über zwölf Monate, an der Saison ausgerichtet
- Produktionstermine in der Zwischensaison, dazu ein zweiter Termin in der anderen Jahreshälfte, damit der Bildbestand beide Saisonen abdeckt
- Ein Material-Vorrat, der die Hochsaison überbrückt, weil intern in diesen Wochen nichts entsteht
- Ein kurzer, regelmäßiger Austausch mit fester Tagesordnung aus Plan, Zahlen und Anlässen
- Eine schriftliche Zuordnung, wer Bewertungen in welcher Frist beantwortet
Wie sich die Zusammenarbeit über die Projektphasen verteilt, beschreibt der Ablauf. Was Einmal-Investition und was Monatsbudget ist, klärt die Seite zu den Kosten. Im laufenden Teil wird die Aufgabenteilung unter Social Media und Newsletter konkret; die Betriebsleistung steht unter Social-Media-Marketing, die Strategiearbeit davor unter Social-Media-Consulting.

Quick-Reference
- Kein Modell ist grundsätzlich besser, entscheidend sind Kapazität und Zuständigkeit
- Steuerung und Dialog gehören ins Haus, Produktion und Technik lassen sich zukaufen
- Der interne Betrieb bricht regelmäßig genau dann ab, wenn das Haus voll ist
- Ein Haus mit 30 Zimmern schafft Alltagsaufnahmen und Antworten, nicht Produktion und Website-Pflicht
- Mischformen scheitern an offenen Übergabepunkten, nicht an fehlendem Willen

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- Die Website-Checkliste: Buchungs-Strecke, Tempo, mobile Nutzung, Barrierefreiheit
- Der Bildwelt-Fahrplan: welche Motive dein Haus braucht und in welcher Saison
- Das Social-Media-System: Redaktionsplan, Formate, Frequenz, Zuständigkeit
- Der KI-Sichtbarkeits-Check: wie Antwortsysteme Häuser auswählen
- Wiederkommens-Strecken von der Gästeadresse bis zur nächsten Direktbuchung
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