◆ Weniger abhängig von Portalen

Anwendungsfall

Vertriebs-Beschleunigung: Wie ein Ferienhotel im Alpenraum mehr Direktbuchungen über die eigene Website bekommt

Drohnenaufnahme eines modernen Hotelresorts in einem grünen Alpental mit Dachterrasse, Wiesen und Bergrücken im Hintergrund.

Hotel-Marketing der MULTIMEDIAFABRIK verschiebt den Kanal-Mix eines Hauses Schritt für Schritt Richtung eigene Website: durchgängige Buchungs-Strecke, nachvollziehbare Direktbucher-Vorteile und eine Newsletter-Strecke, die aus einem Aufenthalt den nächsten macht. Die Portale bleiben dabei ein Kanal, sie hören nur auf, der einzige zu sein.

Ausgangssituation

Die folgende Schilderung ist eine illustrative Verdichtung aus vergleichbaren Erstgesprächen der MULTIMEDIAFABRIK, kein einzelner realer Kundenfall. Ein Ferienhotel im Alpenraum mit gut sechzig Zimmern war im Winter voll und im Sommer solide gebucht. Auf dem Papier lief es. In der Auswertung sah es anders aus: Der weit überwiegende Teil der Buchungen kam über Portale, die eigene Website war im Kern eine Bildergalerie mit Kontaktformular, und Anfragen wurden am nächsten Vormittag beantwortet, wenn die Rezeption Zeit hatte.

Wer direkt buchen wollte, musste sich anstrengen. Verfügbarkeiten standen nirgends, Preise nur als Ab-Angabe, und der Weg zur Buchung endete in einem Formular ohne Bestätigung. Gleichzeitig kannte das Haus seine eigenen Gäste kaum. Die Adressen lagen beim Portal, nicht im eigenen System. Wer im dritten Jahr wiederkam, buchte erneut über das Portal, obwohl er das Haus längst kannte und niemanden mehr überzeugen musste.

Was sich der Gastgeber wünschte

Sinngemäß aus vergleichbaren Erstgesprächen, keine wörtliche Kundenaussage:

  • Der Anteil der Direktbuchungen soll steigen, ohne dass das Haus die Portale verlässt.
  • Wer die Seite öffnet, soll Verfügbarkeit und Preis sehen und in wenigen Schritten buchen können.
  • Direktbucher sollen einen erkennbaren Vorteil haben, aber keinen Preiskampf gegen den eigenen Vertriebskanal auslösen.
  • Die Adressen der Gäste sollen im Haus bleiben, damit die nächste Saison nicht wieder bei null anfängt.
Gäste auf der Sonnenterrasse eines modernen Hotels im Alpenraum, im Hintergrund grüne Bergrücken; Bildwelt aus der Hotel-Marketing-Produktion der MULTIMEDIAFABRIK.

Warum diese Lösung passte

Die Buchungs-Strecke entscheidet, nicht die Startseite.
Ein Gast, der auf einer Zimmerseite Verfügbarkeit, Preis und den nächsten Schritt sieht, bricht seltener ab als einer, der erst eine Anfrage formulieren muss. Wie diese Strecke gebaut wird, beschreibt die Seite zu Website und Direktbuchung.
Der Vorteil muss benennbar sein, nicht billiger.
Später auschecken, ein Getränk zur Ankunft, das bessere Zimmer bei gleicher Kategorie, freie Stornofrist: Solche Zusagen wirken, ohne die Rate zu beschädigen, und sie lassen sich auf jedem Portal-Profil nicht kopieren.
Die Rechnung dahinter ist belegbar.
Branchenerhebungen nennen für Portalbuchungen eine Provision von 15 bis 25 Prozent je Buchung, und sie beziffern die Stornoquote von Portalbuchungen mit 21,8 Prozent gegenüber 10,6 Prozent bei Direktbuchungen. Die vollständige Gegenüberstellung mit allen Werten steht in der Rechnung zu dem, was eine Direktbuchung wirklich wert ist.
Die Adresse ist der eigentliche Gewinn.
Erst wenn ein Haus seine Gäste direkt erreicht, funktionieren Wiederkommens-Strecken überhaupt. Der laufende Betrieb dazu gehört zu Social Media und Newsletter.
Portale bleiben Schaufenster.
Sie bringen Reichweite in Märkten, die ein Einzelhaus allein nicht erreicht. Ziel ist die Verschiebung des Mix, nicht der Ausstieg.

Umsetzung

BausteinDetail
BestandsaufnahmeKanal-Mix, vorhandenes Buchungssystem, Website-Audit, Bildbestand, Sprachen der Quellmärkte
Buchungs-StreckeAnbindung des bestehenden Systems, Verfügbarkeit und Preis auf jeder Zimmerseite, Buchung in wenigen Schritten
BarrierefreiheitUmsetzung nach WCAG 2.1 AA, weil eine Website mit Online-Buchung als elektronischer Geschäftsverkehr gilt
Direktbucher-VorteileLeistungsvorteile statt Rabatt, überall gleich formuliert, auch am Telefon und in der Bestätigung
NewsletterAnmeldung in Buchungsbestätigung und Aufenthalt integriert, Einwilligung sauber dokumentiert
MesspunkteKanal-Anteile, Abbruchstellen in der Strecke, Anmeldungen im Verteiler, Wiederbuchungen

Der Schlüssel lag darin, den kürzesten Weg zur Buchung zu bauen und ihn danach nicht mehr zu verstellen. Jede zusätzliche Zwischenseite kostet Buchungen, und zwar genau die, die das Haus behalten wollte.

Kamerateam der MULTIMEDIAFABRIK bei der Foto- und Videoproduktion in einer hellen Hotelsuite mit Bergblick, Kinokamera auf Stativ und LED-Flächenleuchte.

Output

durchgängige Buchungs-Strecke
von der Zimmerseite bis zur Bestätigung
Direktbucher-Vorteile
, die auf jeder Seite und in jedem Gespräch gleich lauten
barrierefreie Umsetzung
der buchungsrelevanten Seiten
eigener Verteiler
mit dokumentierter Einwilligung statt fremder Gästedaten
Messpunkte je Kanal
, damit Budget nicht nach Bauchgefühl verteilt wird

Was dabei herausgekommen ist

Höherer Anteil Direktbuchungen · planbarere Auslastung · Gästeadressen im eigenen Verteiler

BereichVorherNachher
Weg zur BuchungAnfrage per Formular, Antwort am FolgetagVerfügbarkeit, Preis und Buchung in einem Zug
Direktbucher-Vorteilje nach Gespräch unterschiedlichüberall gleich benannt, ohne Rabatt
Gästeadressenbeim Portalim eigenen Verteiler mit Einwilligung
SteuerungBauchgefühl über die SaisonKanal-Anteile und Abbruchstellen sichtbar
Rolle der Portaleeinziger verlässlicher KanalReichweiten-Kanal neben der eigenen Seite
Gastgeber und Marketing-Verantwortliche besprechen an einem Holztisch in der Hotellobby die neue Website mit Direktbuchungs-Strecke, Laptop und Tablet auf dem Tisch.

Was sich daraus ableiten lässt

Wenn dein Haus ausgelastet ist und der Ertrag trotzdem nicht mitwächst, liegt es selten am Preis. Drei Muster wiederholen sich:

Auslastung ist nicht Ertrag.
Provision und die höhere Stornoquote wirken zweimal, einmal auf die Marge und einmal auf die Planbarkeit.
Ein Direktkanal entsteht nicht durch einen Button
, sondern durch eine Strecke, die auf dem Handy in wenigen Schritten funktioniert.
Ohne Adresse gibt es keine Wiederkommens-Strecke.
Der Aufwand für den ersten Gast fällt sonst bei jedem Aufenthalt neu an; die Einordnung dazu gibt der Überblick zum Hotel-Marketing.

Verschiebe deinen Kanal-Mix, ohne die Portale zu verlieren

Wir sehen uns Kanal-Anteile, Buchungssystem und Website an und bauen die Strecke, die dein Haus behalten will.

Videoproduktion eines regionalen Gerichts im Hotelrestaurant, Kamera auf Gimbal, Küchenteam beim Anrichten; Content für Social Media und Speisekarte.
3D-Broschüren-Mockup des Leitfadens Direkt gebucht: der Hotel-Marketing-Leitfaden 2026
Gratis-ePaper · PDF

Direkt gebucht: der Hotel-Marketing-Leitfaden 2026

  • Der Kanal-Mix in Zahlen: Portal-Anteil, Provision und Storno im Vergleich
  • Die Website-Checkliste: Buchungs-Strecke, Tempo, mobile Nutzung, Barrierefreiheit
  • Der Bildwelt-Fahrplan: welche Motive dein Haus braucht und in welcher Saison
  • Das Social-Media-System: Redaktionsplan, Formate, Frequenz, Zuständigkeit
  • Der KI-Sichtbarkeits-Check: wie Antwortsysteme Häuser auswählen
  • Wiederkommens-Strecken von der Gästeadresse bis zur nächsten Direktbuchung
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