★ Vom Excel zur Kundenakte

Story

Vom Excel-Wildwuchs zur einen Kundenakte

CRM APP: Server-Infrastruktur für europäisches Hosting der Kundendaten (MULTIMEDIAFABRIK, Koblach, Vorarlberg)

Die CRM APP ist das Kundenverwaltungs-System der MULTIMEDIAFABRIK, aufgebaut, mit den Daten des jeweiligen Betriebs gefüllt und dauerhaft betreut. Bevor ein Betrieb überhaupt in der neuen Verkaufs-Strecke arbeiten kann, muss ein Weg zurückgelegt werden, der oft unterschätzt wird: der Weg von drei Excel-Listen, zwei Postfächern und einem Notizbuch zu einer einzigen, verlässlichen Kundenakte. Diese Story beschreibt diesen Weg Schritt für Schritt, mit den typischen Stolpersteinen und der Frage, was mit Kontakten passiert, die niemand mehr braucht.

Wie Excel-Wildwuchs entsteht

Kaum ein Betrieb entscheidet sich bewusst für drei parallele Excel-Listen. Der Wildwuchs entsteht schleichend: eine Liste für Bestandskunden, eine zweite für Interessenten, eine dritte, die irgendwann als Sonderfall für ein Projekt angelegt wurde und nie wieder aufgeräumt wurde. Dazu kommen Kontakte, die nur im Postfach existieren, weil eine Anfrage nie in eine Liste übertragen wurde, und ein Notizbuch für die Dinge, die “schnell mal” festgehalten wurden.

AblageortWas typischerweise dort landetWarum das ein Problem wird
Excel-Liste “Kunden”Firmenname, Ansprechpartner, manchmal Telefonnummerwird selten aktuell gehalten, Duplikate häufen sich
Excel-Liste “Interessenten”Anfragen, die noch nicht Kunde geworden sindohne Verkaufs-Strecke bleibt unklar, wie weit eine Anfrage ist
Sonder-Excel für ein ProjektKontakte zu einem bestimmten Anlasswird nie wieder mit den anderen Listen zusammengeführt
PostfachE-Mail-Verlauf, aber kein strukturierter Datensatzwer nicht im Postfach sucht, findet die Information nicht
Notizbuchhandschriftliche Vermerke aus Telefonatenexistiert nur für eine Person, geht bei Wechsel verloren

Das Ergebnis dieser gewachsenen Struktur ist fast immer dasselbe: Dieselbe Firma taucht in mehreren Listen mit leicht unterschiedlichem Namen auf, der aktuelle Ansprechpartner steht nur im Postfach, und niemand kann mit Sicherheit sagen, welche der Listen gerade die “richtige” ist.

Warum das mehr kostet, als es aussieht

Excel-Wildwuchs wirkt harmlos, solange nur wenige Personen damit arbeiten. Der Schaden entsteht dort, wo mehrere Personen dieselben Kunden betreuen oder eine Vertretung übernehmen muss.

SymptomWas dahintersteckt
Zwei Personen kontaktieren denselben Kunden mit unterschiedlichem Anliegenkeine gemeinsame Sicht auf den Kontakt
Ein Ansprechpartner hat vor Monaten gewechselt, niemand hat es gemerktAktualisierung hängt vom Zufall ab
Eine Anfrage taucht doppelt auf, weil sie in zwei Listen eingetragen wurdekeine zentrale Erfassung
Wichtige Vereinbarungen stehen nur in einer E-Mail von vor JahrenWissen ist nicht durchsuchbar
Beim Ausscheiden einer Person geht ihr Notizbuch mitWissen war nie am System, sondern an der Person

Der teuerste Effekt ist Vertrauensverlust: Wer beim dritten Kontakt eine Dublette oder eine veraltete Information sieht, glaubt dem System nicht mehr und weicht wieder auf eigene, private Notizen aus. Genau damit beginnt der Wildwuchs von vorn.

CRM APP: Arbeitsplatz mit abstrakter Kanban-Ansicht der Verkaufs-Strecke (MULTIMEDIAFABRIK, Koblach, Vorarlberg)

Der Weg zur einen Kundenakte

Die Datenmigration ist deshalb bei der CRM APP kein Nebenschritt, sondern ein eigener Projektabschnitt mit klarer Abfolge und eigener Abnahme. Jeder Schritt hat eine Aufgabe, die den nächsten erst sinnvoll macht.

SchrittWas passiertWarum dieser Schritt zuerst kommt
1: Bestandsaufnahmealle Quellen werden erfasst, von der gewachsenen Excel-Liste bis zum alten System und dem Postfachohne vollständige Übersicht bleiben Quellen unentdeckt
2: Feld-Zuordnungjede Spalte bekommt ihr Ziel im neuen Datenmodell, überflüssige Spalten fallen begründet wegverhindert, dass Datenmüll unreflektiert mitwandert
3: Dublettenprüfungdoppelte Firmen und Personen werden erkannt und zusammengeführtverhindert, dass sich der Wildwuchs im neuen System fortsetzt
4: Testimportein Ausschnitt wird eingespielt und an Stichproben geprüftFehler im Datenmodell fallen auf, bevor der Hauptimport läuft
5: Hauptimportdie vollständige Übernahme inklusive Beziehungen zwischen Personen und Firmenerst jetzt entsteht die eine, verbindliche Kundenakte
6: AbnahmeStichproben werden gemeinsam geprüft und bestätigtdas Team arbeitet erst danach im neuen System

Die Reihenfolge ist bewusst gewählt: Ohne Bestandsaufnahme fehlt der Überblick, ohne Feld-Zuordnung landen unbrauchbare Spalten im neuen System, ohne Dublettenprüfung entsteht der Wildwuchs nur an neuer Stelle, und ohne Testimport zeigen sich Fehler erst dann, wenn das ganze Team schon damit arbeitet.

Was mit Karteileichen passiert

Nicht jeder Kontakt in einer alten Liste ist noch relevant. Manche Firmen existieren nicht mehr, manche Ansprechpartner sind lange nicht mehr erreichbar, manche Anfragen sind Jahre alt und wurden nie weiterverfolgt. Der naheliegende Reflex, all das ungeprüft zu löschen, ist riskant: Manchmal steckt in einem alten Kontakt noch Wissen, das später wieder gebraucht wird.

Umgang mit KarteileichenWirkung
Ungeprüft löschenWissen geht unwiederbringlich verloren, auch wenn es später gebraucht würde
Ungeprüft übernehmendie neue Kundenakte wird sofort wieder unübersichtlich
Markieren statt löschenKontakte ohne Bewegung werden erkennbar, aber bleiben auffindbar

Deshalb werden Karteileichen im Rahmen der Datenmigration markiert und aus dem aktiven Alltag genommen, aber nicht gelöscht. Wer später doch noch einmal nachschauen muss, findet den Kontakt weiterhin, ohne dass er die aktive Kundenakte belastet.

CRM APP: abstrakte Darstellung einer Kundenakte am Bildschirm (MULTIMEDIAFABRIK, Koblach, Vorarlberg)

Excel und Outlook, und wann sie nicht mehr reichen

Nicht jeder Betrieb braucht sofort eine Kundenakte. Solange eine Handvoll Kunden von einer einzigen Person betreut wird, kann eine gepflegte Excel-Liste durchaus reichen. Der Punkt, an dem das kippt, lässt sich an wenigen Kriterien festmachen.

KriteriumExcel und Outlook reichenEine Kundenakte wird nötig
Anzahl der Personen im Kundenkontakteine einzelne Personmehrere Personen, die sich abstimmen müssen
Anzahl paralleler Listeneine gepflegte Listemehrere Listen, die sich überschneiden
Nachvollziehbarkeit bei Vertretungfunktioniert, weil eine Person alles weißbricht ab, sobald diese Person nicht verfügbar ist
Historie zu einem Kontaktsteht im Postfach dieser einen Personmuss für mehrere Personen sichtbar sein
Wachstumstabil, keine neuen Kanäleneue Anfrage-Quellen wie Formulare oder eine Anfrage-Strecke kommen dazu

Sobald mehrere dieser Punkte zutreffen, wird die Excel-Liste selbst zum Risiko: Sie sieht aus wie Ordnung, ist aber nur so lange verlässlich, wie eine einzelne Person sie im Kopf hat.

Vorher und nachher im Überblick

DimensionExcel-WildwuchsEine Kundenakte
Anzahl der Ablageortemehrere Listen, Postfächer, ein Notizbucheine Kundenakte für alles
Dublettenhäufen sich unbemerktgeprüft und zusammengeführt
Aktualität von Ansprechpartnernhängt vom Zufall abTeil der gepflegten Kundenakte
Vertretungbricht ab, wenn eine Person fehltfunktioniert, weil der Stand am Kontakt steht
Umgang mit alten Kontaktenbleiben unsortiert liegen oder werden gelöschtmarkiert, aus dem Alltag genommen, nicht gelöscht
Vertrauen in die Datenbasissinkt mit jeder entdeckten Dublettewächst mit jedem geprüften Import
CRM APP: Prozessaufnahme und Aufbau gemeinsam mit dem Kundenteam (MULTIMEDIAFABRIK, Koblach, Vorarlberg)

Wie sich der Wildwuchs je nach Betrieb unterscheidet

Excel-Wildwuchs sieht nicht in jedem Betrieb gleich aus. Die Struktur der Listen hängt davon ab, wie die Kundenbeziehung entsteht und wie lange sie dauert. Der Weg zur Kundenakte bleibt derselbe, die Ausgangslage unterscheidet sich deutlich.

BetriebsartTypische AusgangslageWorauf die Migration besonders achtet
Handwerks- und BauunternehmenAnfragen aus Telefon, Mail und Formular landen in getrennten Listen, oft ohne Baustellen-BezugZuordnung von Anfragen zu Projekten und Ansprechpartnern
Planungs- und IngenieurbürosProjekte laufen über Jahre, die Historie liegt in wechselnden Mail-Postfächernvollständige Übernahme der Kommunikationshistorie, nicht nur der Stammdaten
Produzierende Betriebe und Zuliefererein gewachsenes Excel mit vielen Filtern, das nur eine Person verstehtFeld-Zuordnung mit besonderem Augenmerk auf die verwendeten Filterlogiken
Hotels und FreizeitbetriebeGruppen-, Firmen- und Veranstaltungsanfragen laufen an mehreren Stellen einZusammenführung mehrerer Anfrage-Kanäle zu einer Kundenakte
Dienstleister und AgenturenBestandskunden in einer Liste, Interessenten in einer zweiten, ohne Verbindung dazwischenDublettenprüfung zwischen beiden Listen vor dem Hauptimport

So unterschiedlich die Ausgangslage aussieht, das Ergebnis ist in jedem Fall dasselbe Prinzip: eine geprüfte, entdoppelte Datenbasis, die niemand mehr in Frage stellen muss, sobald sie einmal steht.

Was diese Betrachtung für deinen Betrieb bedeutet

Excel-Wildwuchs ist selten ein Zeichen von Nachlässigkeit, sondern die natürliche Folge davon, dass ein Betrieb wächst, ohne dass die Ablage mitwächst. Der Weg zurück zu einer verlässlichen Kundenakte braucht keine Eile, sondern eine geordnete Abfolge: Bestandsaufnahme, Feld-Zuordnung, Dublettenprüfung, Testimport, Hauptimport, Abnahme. Genau diese Abfolge ist Teil des Einrichtungspakets der CRM APP, mit einer eigenen Abnahme, damit das Team erst dann im neuen System arbeitet, wenn die Datenbasis geprüft ist.

CRM APP: Datenmigration von der Tabelle zur sauberen Kundenakte (MULTIMEDIAFABRIK, Koblach, Vorarlberg)

Quick-Reference

  • Excel-Wildwuchs entsteht schleichend über mehrere Listen, Postfächer und ein Notizbuch
  • Der Schaden zeigt sich vor allem, sobald mehrere Personen dieselben Kunden betreuen
  • Die Datenmigration läuft in sechs Schritten, von der Bestandsaufnahme bis zur Abnahme
  • Karteileichen werden markiert und aus dem Alltag genommen, nicht ungeprüft gelöscht
  • Excel und Outlook reichen, solange eine einzelne Person den Überblick hat
  • Eine Kundenakte wird nötig, sobald mehrere Personen sich auf dieselbe Datenbasis verlassen müssen
  • Vertrauen in die Datenbasis entscheidet, ob ein System dauerhaft benutzt wird
CRM APP: mobile Nutzung im Browser auf der Baustelle im Alpenraum (MULTIMEDIAFABRIK, Koblach, Vorarlberg)

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