Story

Keller, Dachgeschoss oder Wohnzimmer: wo dein Heimkino hingehört

Wohnzimmer am Abend: Der Projektor fährt aus einer Deckenöffnung nach unten, die Leinwand läuft aus einer Nische, ein Paar sitzt auf dem Sofa

Bevor die MULTIMEDIAFABRIK über Projektor oder Lautsprecher spricht, steht eine andere Entscheidung an: die Frage, welcher Raum im Haus zum Kino wird. In den meisten Häusern in Vorarlberg, am Bodensee und in der Ostschweiz stehen drei Kandidaten zur Wahl: der Keller, das Dachgeschoss und das Wohnzimmer.

Welcher davon wird dein Kinozimmer? Diese Story vergleicht die drei Räume. Sie zeigt, was jeder gut kann, wo er an Grenzen stößt und welches Paket meist dazu passt. Die Beispiele sind typische Lagen, keine einzelnen Kunden.

Zwei Begriffe vorab: Medienraum und Kinoraum

Wir unterscheiden zwei Arten von Heimkino. Die Unterscheidung hilft bei jeder weiteren Frage, deshalb steht sie am Anfang.

BegriffWas gemeint istTypischer RaumPaket
MedienraumKino in einem Raum, der auch anders genutzt wirdWohnzimmer, offener WohnbereichBASIC
KinoraumRaum, der vor allem zum Schauen da istKeller, Dachgeschoss, ehemaliges KinderzimmerSMART
Kinoraum von Grund aufKinoraum, der mit Architekt, Innenarchitekt oder Tischlerei neu gestaltet wirdUntergeschoss im Neubau, VillaPRO

Der Medienraum ist ein Kompromiss, und zwar ein guter. Er bringt ein großes Bild in einen Raum, der tagsüber Wohnzimmer bleibt. Der Kinoraum verzichtet auf diesen Kompromiss. Er ist dunkler, ruhiger und lässt sich akustisch genau auf das Schauen abstimmen.

Die drei Räume im Überblick

Die folgende Tabelle ist die Kurzfassung dieser Story. Sie vergleicht die Räume nach den Punkten, die bei der Planung am häufigsten den Ausschlag geben.

KriteriumKellerDachgeschossWohnzimmer
Lichtmeist fensterlos, leicht abzudunkelnDachfenster brauchen Verdunkelungviel Glas, Abdunkeln nur mit Rollos oder Vorhängen
Klang im RaumBeton und Estrich machen den Ton halligHolz und Schrägen klingen wärmer, aber unregelmäßigGlas, glatte Böden und offene Küche machen es hallig
Schall zum restlichen Hausweit weg von Schlafzimmern, Decke nach oben prüfenSchall geht nach unten, oft in SchlafräumeKino und Wohnen teilen sich den Raum
Wärme und LuftFeuchte und Lüftung zuerst klärenim Sommer warm unter dem Dachmeist unkritisch
Leitungswegeim Bestand oft aufwendig, im Neubau leichtzwischen Balken oft gut zugänglichim Bestand über Decke, Schrank oder Vorsatzschale
SitzreihenPlatz für Podest, wenn die Raumhöhe reichtSchrägen begrenzen die Höhemeist eine Reihe, das Sofa
Alltageigener Raum für Filmabendeeigener Raum, oft RückzugsortKino ist da, wo die Familie ohnehin sitzt
übliches PaketSMART oder PROSMARTBASIC

Kein Raum gewinnt in jeder Zeile. Der Keller ist beim Licht vorne, das Wohnzimmer beim Alltag, das Dachgeschoss liegt dazwischen. Entscheidend ist, welche Zeile in deinem Haus am meisten zählt.

Heimkino im Untergeschoss einer Villa: Familie in Liegesesseln vor einer Leinwand mit Bergsee, Holzlamellen und gedimmtes Licht

Der Keller: dunkel, abseits, mit Hausaufgaben

Der Keller ist der Klassiker. Er hat meist keine Fenster, liegt weit weg von den Schlafzimmern und wird oft kaum genutzt. Für ein Kino sind das gute Voraussetzungen.

Die Hausaufgaben sind genauso klar. Kellerluft ist oft feucht, und ein Projektor im fensterlosen Raum erzeugt Wärme. Beton und Estrich werfen den Ton zurück, Dialoge klingen dann verwaschen. Und Bass dringt durch die Decke ins Erdgeschoss, wenn bei der Planung niemand daran denkt.

Stärke des KellersWas du dafür tun musst
fensterlos, leicht dunkelFeuchte prüfen und eine Lüftung für Raum und Technik planen
abseits der SchlafzimmerSchallschutz zur Decke eigens planen, Absorber dämmen nicht nach außen
oft ungenutzte FlächeAkustik auf Beton und Estrich abstimmen, Bass in den Ecken zuerst
Platz für zwei ReihenRaumhöhe für das Podest prüfen

Im Neubau ist der Keller am einfachsten. Leerrohre, Strom an der Decke und der Lastpunkt für den Deckenlift lassen sich vor dem Putz festlegen. Im Bestand wird es aufwendiger, weil Leitungen erst einen Weg finden müssen. Die Reihenfolge der Prüfung beschreibt die FAQ Was muss ich beim Heimkino im Keller beachten?. Ein durchgespieltes Beispiel liefert der Anwendungsfall Familienkino im Keller.

Das Dachgeschoss: warm, gemütlich, mit Schrägen

Das Dachgeschoss wird oft übersehen. Dabei hat es für ein Kino viel zu bieten. Holz und Balken geben dem Raum eine warme Wirkung, die ein Keller erst mit viel Gestaltung erreicht. In Chalets im Montafon oder am Arlberg ist das Dach häufig der größte zusammenhängende Raum im Haus.

Drei Dinge machen das Dachgeschoss schwieriger. Dachfenster lassen Licht herein, das ein Projektorbild blass macht. Schrägen begrenzen, wo Leinwand und Lautsprecher hängen können. Und unter dem Dach wird es im Sommer warm, was Menschen und Technik gleichermaßen spüren.

ThemaKellerDachgeschoss
Verdunkelungmeist nicht nötigRollos für jedes Dachfenster, eingebunden in die Steuerung
Leinwandan jeder geraden Wandan der Giebelwand oder einer Wand ohne Schräge
Projektoran der Decke oder im Liftim Lift zwischen den Balken, wenn der Platz reicht
Lautsprecheran Wand und Decke frei wählbarSchrägen verändern Position und Abstrahlung
WärmeFeuchte ist das ThemaSommerhitze ist das Thema
Schallnach oben ins Erdgeschossnach unten, oft in Schlafräume

Der letzte Punkt verdient Aufmerksamkeit, der Schall nach unten. Unter einem Kino im Dach liegen oft die Kinderzimmer oder das Elternschlafzimmer. Wer abends laut schauen will, während unten jemand schläft, braucht eine Lösung für den Boden. Die klären wir bei der Raumaufnahme mit dem Blick auf den Aufbau der Decke.

Wie ein Dachgeschoss-Kino in einem selbst genutzten Chalet aussieht, zeigt der Anwendungsfall Kinoabende im Chalet.

Architektin und Medientechniker besprechen im Rohbau-Keller einen Plan, an der Betonwand verlaufen Leerrohre

Das Wohnzimmer: Kino ohne eigenen Raum

Viele Häuser haben weder einen freien Keller noch ein ungenutztes Dach. Dann kommt das Kino ins Wohnzimmer, als Medienraum. Das Prinzip ist einfach: Projektor und Leinwand verschwinden in der Decke, wenn sie nicht laufen, die Lautsprecher sitzen in Wand und Decke.

Der große Vorteil ist der Alltag. Das Kino steht dort, wo die Familie ohnehin abends sitzt. Niemand muss in den Keller gehen, und auch ein spontaner Film unter der Woche ist schnell gestartet.

Die Grenzen sind physikalisch. Ein Wohnzimmer hat Fenster, oft eine Glasfront mit Bergblick. Glas, Fliesen oder Parkett und eine offene Küche machen den Raum hallig. Und ein Projektor braucht kontrolliertes Licht, am hellen Nachmittag ist das Bild blasser als abends.

Was im Wohnzimmer gut gehtWas im Wohnzimmer schwierig bleibt
großes Bild am Abend, ab rund 100 Zollvolles Kinobild am hellen Nachmittag
Technik, die tagsüber unsichtbar istein Raum so dunkel wie ein Keller
Ton aus Wand und DeckeRuhe für die anderen im Haus, wenn der Raum offen ist
Paneele, die wie Möbel wirkenAkustik wie in einem eigenen Kinoraum
eine Taste für Rollos, Licht, Leinwand und Projektoreine zweite Sitzreihe ohne Umbau

Wer das Wohnzimmer wählt, wählt bewusst den Alltag vor der letzten Feinheit. Das ist für viele Familien die richtige Entscheidung. Was dafür in der Decke Platz haben muss, beschreibt die FAQ Kann ein Heimkino im Wohnzimmer unsichtbar sein?. Ein ganzes Beispiel steht im Anwendungsfall Großes Bild ohne eigenen Raum.

Entscheidungshilfe: sechs Fragen an dein Haus

Die meisten Familien wissen nach wenigen Fragen, welcher Raum es wird. Die Tabelle fasst die Fragen zusammen, die wir im Erstgespräch stellen.

FrageWenn jaWenn nein
Gibt es einen Raum, der kaum genutzt wird?Keller oder Dachgeschoss prüfenWohnzimmer als Medienraum
Wird oft tagsüber geschaut, etwa Sport am Nachmittag?Raum ohne Fenster oder gut verdunkeltWohnzimmer reicht meist
Schaut regelmäßig eine größere Runde?Kinoraum mit zweiter Reihe, als Faustregel ab rund 20 m²ein Sofa genügt, ab rund 12 bis 15 m²
Soll im restlichen Haus Ruhe sein, während ein Film läuft?eigener Raum mit SchallschutzWohnzimmer ist möglich
Wird gerade gebaut oder umgebaut?jeder Raum ist leicht, Leitungen vor dem PutzLeitungswege im Bestand prüfen
Soll man von der Technik nichts sehen?Medienraum mit Deckenlift, oder ein Kinoraum mit Verkleidungfreiere Wahl bei der Technik

Manche Familien entscheiden sich für beides. Im Wohnzimmer entsteht ein Medienraum für den Alltag, im Keller später ein Kinoraum für die großen Filmabende. Wer das vorhat, sollte die Leitungen für beide Räume gleich mitplanen.

Tischler montiert ein Akustikpaneel aus Eichenlamellen in einem entstehenden Kinoraum, Holzspäne im Licht einer Baustellenleuchte

Bestand oder Neubau: was das für jeden Raum ändert

Ob das Haus schon steht, verändert die Rechnung für jeden der drei Räume. Im Neubau liegen Leitungen leicht, im Bestand müssen sie einen Weg finden.

Raumim Neubauim Bestand
KellerLeerrohre, Lüftung und Lastpunkt vor dem Putz, kein NachrüstenFeuchte, Lüftung und Leitungswege entscheiden über den Aufwand
DachgeschossVerdunkelung und Lift gleich in den DachaufbauBalkenlage bestimmt, wo der Lift Platz hat
WohnzimmerNische für die Leinwand und Lift in der Decke vorsehenWeg über abgehängte Decke, Schrank oder Vorsatzschale

Im Neubau gilt eine einfache Regel: Das Kino gehört vor dem Rohbau-Elektro in den Plan, auch wenn es erst später eingebaut wird. Was in welcher Bauphase feststehen sollte, beschreibt die FAQ Wann plane ich das Heimkino im Neubau ein?.

Was alle drei Räume gemeinsam haben

So verschieden die Räume sind, die Planung folgt immer derselben Reihenfolge. Zuerst der Sitzplatz, dann daraus die Bildbreite. Als Faustregel gilt: Sitzabstand geteilt durch 1,5 bis 2 ergibt die Bildbreite. Danach folgen Ton und Akustik, dann Licht und Steuerung, die Geräte zuletzt.

Auch die Bausteine sind in jedem Raum dieselben, nur ihr Gewicht ändert sich.

Bausteinim Kellerim Dachgeschossim Wohnzimmer
Projektorendunkler Raum, volle BildwirkungVerdunkelung nötigabends stark, tagsüber Kompromiss
Raumakustikgegen Hall an Betongegen ungleichmäßigen Klang an SchrägenPaneele, die wie Möbel aussehen
Deckenlifte für Projektorenoptional, wenn die Decke frei bleiben sollzwischen den Balkenfast immer, damit der Raum Wohnzimmer bleibt
Multiroom Audioim Paket PRO für Musik im ganzen Hausim Paket PROLautsprecher im Wohnzimmer werden Teil der Musik im Haus

Planung, Lieferung, Montage, Einrichtung und Einmessen sind in jedem Paket eingeschlossen, egal welcher Raum es wird. Die Dauer hängt vom Ausbau ab, im Erstgespräch planen wir den Zeitrahmen. Den Ablauf Schritt für Schritt zeigt die Seite Planung und Ablauf, die Unterschiede beim Aufwand die Seite Kosten.

Kino im Dachgeschoss eines Chalets: Kinder in Decken auf dem Sofa, draußen verschneite Berge, innen Holz und Kaminfeuer

Ansehen, bevor du dich entscheidest

Tabellen helfen beim Sortieren. Wie dunkel ein Kinoraum wirklich wirkt und wie viel ein eingemessener Ton ausmacht, versteht man aber erst im Raum. Deshalb laden wir vor der Planung zum Besuch ein: ins hauseigene Kino der MULTIMEDIAFABRIK in Koblach oder ins Kino bei unserem Partner WOHNFLOOR in Bludenz (Interior Campus), jeweils nach Vereinbarung.

Bring ein Foto oder einen Grundriss des Raums mit, den du im Kopf hast. Dann sprechen wir direkt darüber, ob Keller, Dachgeschoss oder Wohnzimmer bei dir der richtige Ort ist. Alle Wege zum eigenen Kino findest du im Hub Heimkino, die Details zu Kellern und Neubauten auf der Seite Kinoraum im Keller und Neubau und zum Wohnzimmer auf der Seite Medienraum im Wohnzimmer.

Titelblatt des ePapers „Dein Heimkino, richtig geplant“ der MULTIMEDIAFABRIK
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Dein Heimkino, richtig geplant

  • Welcher Raum passt: Wohnzimmer, Keller oder Dachgeschoss
  • Sitzabstand und Bildbreite als Faustregel
  • Was im Neubau vor dem Putz feststehen muss
  • BASIC, SMART, PRO und der Besuch im Kino
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