Vertiefung

Kinoraum im Keller, Dachgeschoss und Neubau

Architektin und Medientechniker besprechen im Rohbau-Keller einen Plan, an der Betonwand verlaufen Leerrohre

Ein Kinoraum im Keller oder auf dem Dachboden gelingt am besten, wenn er vor dem Innenausbau geplant ist. Im Neubau plant die MULTIMEDIAFABRIK das Heimkino vor dem Rohbau-Elektro: Leerrohre, Strom an der Decke, Platz für Deckenlift und Akustik.

Der Keller ist für ein Heimkino fast ideal. Er hat keine oder nur kleine Fenster, also lässt er sich leicht abdunkeln. Er liegt meist abseits der Schlafzimmer. Und er steht in vielen Häusern halb leer. Ein paar Dinge musst du trotzdem vor der Technik klären.

Im Keller: zuerst Feuchte und Lüftung

Vor Leinwand und Lautsprechern kommt der Raum selbst. Ein feuchter Keller verträgt keine Akustikpaneele aus Stoff und keine Technik, die jahrelang laufen soll. Die Frage nach der Feuchte klärst du mit dem Baumeister oder der Bauphysik, wir planen danach.

Die zweite Frage ist die Luft. Projektor, Verstärker und ein paar Menschen erzeugen in einem Raum ohne Fenster spürbar Wärme. Ein Kellerkino braucht deshalb eine Lüftung, die leise genug ist, dass man sie im Film nicht hört.

ThemaWarum es zähltWer es klärt
FeuchteStoff, Holz und Technik leiden in feuchter LuftBaumeister, Bauphysik
LüftungWärme von Projektor, Verstärker und PublikumHaustechnik, mit unseren Werten
Schall nach obenBass wandert durch Decke und TreppenhausBauphysik, mit unserer Planung
LeitungswegeStrom, Netzwerk, Lautsprecher, ProjektorMULTIMEDIAFABRIK mit dem Elektriker
ZugangTreppe, Türbreite für Sitzmöbel und Leinwandgemeinsam bei der Raumaufnahme

Hört man das Kino im restlichen Haus?

Das ist eine der häufigsten Fragen. Die ehrliche Antwort: Ohne eigenen Schallschutz hört man den Bass im Haus. Absorber und Akustikpaneele verbessern den Klang im Raum, sie dämmen aber keinen Schall nach außen. Wer im Schlafzimmer darüber nichts hören will, braucht eigene Maßnahmen an Decke, Tür und Wänden.

Den Schallschutz planen wir gesondert und im Keller zusammen mit der Bauphysik. Die Akustik im Raum, also Hall und Bass, gehört zum Baustein Raumakustik. Dort steht auch, wie wir vor und nach den Maßnahmen messen.

Heimkino im Untergeschoss einer Villa: Familie in Liegesesseln vor einer Leinwand mit Bergsee, Holzlamellen und gedimmtes Licht

Unter dem Dach: Wärme und Schrägen

Das Dachgeschoss hat eigene Regeln. Im Sommer wird es dort warm, und die Technik heizt zusätzlich. Die Lüftung ist deshalb genauso wichtig wie im Keller. Dachfenster brauchen eine Verdunkelung, die wirklich dicht schließt, sonst leidet das Bild.

Schräge Decken sind akustisch kein Nachteil, sie brechen den Schall. Sie bestimmen aber, wo der Projektor hängen kann und wie hoch die Leinwand wird. Balken eignen sich oft als Lastpunkt, das prüfen wir mit dem Zimmerer oder Statiker.

Sitzreihen und Podest

Als Faustregel wird ein Kinoraum mit zweiter Sitzreihe ab rund 20 m² bequem. Die zweite Reihe steht auf einem Podest, damit die Köpfe der ersten Reihe nicht ins Bild ragen. Das Podest braucht Höhe, die im Keller oft knapp ist. Deshalb messen wir die Raumhöhe früh.

Wie viele Plätze in deinen Raum passen, hängt vom Sitzabstand ab. Aus dem Abstand folgt die Bildbreite, aus der Bildbreite die Position des Projektors. Die Rechnung steht auf der Seite Planung und Ablauf.

Wohnzimmer am Abend: Der Projektor fährt aus einer Deckenöffnung nach unten, die Leinwand läuft aus einer Nische, ein Paar sitzt auf dem Sofa

Im Neubau: vor dem Rohbau-Elektro planen

Im Neubau entscheidet der Zeitpunkt. Ist der Leitungsplan des Elektrikers fertig, bevor jemand an das Kino gedacht hat, wird später gestemmt. Wer früh plant, legt alles in die Wand, solange sie noch offen ist.

In Kurzform braucht ein Kinoraum im Neubau:

  • Leerrohre vom Technikplatz zu jedem Lautsprecher und zum Projektor
  • Strom an der Decke für Projektor und Deckenlift
  • einen Lastpunkt in der Decke, wenn der Projektor im Lift verschwinden soll
  • Platz und Aussparungen für Akustikelemente und Möbel der Tischlerei
  • eine Leitung für die Lüftung, wenn der Raum keine Fenster hat

Diese Liste ist ein Überblick, keine Rohbau-Checkliste. Die genauen Werte entstehen im Plan, zusammen mit Architekt und Elektriker. Wie das mit allen Beteiligten läuft, beschreibt die Seite Für Architekten und Tischlereien.

Projektor in der Decke

Ein Deckenlift senkt den Projektor zum Film ab und fährt ihn danach wieder in die Decke. Im Kinoraum schützt er das Gerät vor Staub und hält die Decke ruhig. Im Neubau planen wir den Ausschnitt und den Lastpunkt gleich mit ein. Mehr dazu beim Baustein Deckenlifte für Projektoren.

Tischler montiert ein Akustikpaneel aus Eichenlamellen in einem entstehenden Kinoraum, Holzspäne im Licht einer Baustellenleuchte

Welches Paket passt?

AusgangslagePaket
Keller im Bestand wird zum eigenen KinoraumSMART
Neubau mit Kinoraum, Architekt, Bauträger und Tischlerei planen mitPRO
Dachgeschoss als Kino- und FamilienraumSMART oder PRO, je nach Ausbau

Jedes Kino bekommt ein individuelles Angebot. Wovon der Aufwand abhängt, steht auf der Seite Kosten.

Häufige Fragen

Wie groß muss der Raum sein? Faustregel: ein kompakter Medienraum ab rund 12 bis 15 m², mit zweiter Sitzreihe ab rund 20 m². Mehr in der FAQ Wie groß muss ein Heimkino sein?

Was muss ich im Keller beachten? Feuchte und Lüftung zuerst, danach Schall und Leitungen. Die Kurzantwort steht in der FAQ Heimkino im Keller.

Wann plane ich das Kino im Neubau ein? Vor dem Rohbau-Elektro. Siehe FAQ Heimkino im Neubau.

Zwei typische Beispiele: Familienkino im Keller und Planung ohne Nachrüsten.

Kino im Dachgeschoss eines Chalets: Kinder in Decken auf dem Sofa, draußen verschneite Berge, innen Holz und Kaminfeuer
Titelblatt des ePapers „Dein Heimkino, richtig geplant“ der MULTIMEDIAFABRIK
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  • Welcher Raum passt: Wohnzimmer, Keller oder Dachgeschoss
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