Anwendungsfall

Ein Kino, das zum Haus passt: Wie Sitzreihen, Licht und Akustik Teil der Innenarchitektur werden

Kinoraum mit zwei Sitzreihen auf Stufenpodest und indirektem Licht, ein Mann steuert mit dem Tablet

Bauherren einer Villa, die einen eigenen Kinoraum planen, wollen meist zweierlei: Der Raum soll aussehen wie der Rest des Hauses und klingen wie ein Kino. Die MULTIMEDIAFABRIK in Koblach plant dafür Akustik, Sitzreihen, Licht und Technik aus einem Plan, zusammen mit Architekt und Innenarchitektin.

Die Villa in diesem Text ist ein typisches Beispiel, kein einzelner Kunde. Ähnliche Häuser stehen rund um den Bodensee, in Liechtenstein und in der Ostschweiz.

Ausgangssituation

Eine Familie baut ein großes Haus. Eiche, Naturstein und dunkle Wandfarben ziehen sich durch alle Räume. Im Untergeschoss ist ein Raum mit rund 35 m² für ein Kino vorgesehen. Die Innenarchitektin hat das Haus gestaltet, vom Eingang bis zum Bad.

Für den Kinoraum hat sie Bilder gesammelt: dunkle Wände, Holzlamellen, Liegesessel, indirektes Licht. Was hinter den Lamellen passieren muss, damit der Raum gut klingt, weiß sie nicht im Detail. Wo der Projektor hängt und wie viel Platz die Lautsprecher brauchen, auch nicht.

Die Gefahr ist bekannt. Ein Raum wird schön gestaltet, und am Ende passt die Technik nicht hinein. Oder die Technik kommt zuerst, und der Raum sieht aus wie ein Geräteraum.

Was sich die Bauherren wünschen

Ein Kino, das man beim Betreten für einen Teil des Hauses hält. Zwei Sitzreihen, damit auch Freunde der Kinder Platz haben. Licht, das sich mit dem Film verändert. Und Ton, der in der zweiten Reihe so gut ist wie in der ersten.

Heimkino im Untergeschoss einer Villa: Familie in Liegesesseln vor einer Leinwand mit Bergsee, Holzlamellen und gedimmtes Licht

Warum ein Kinoraum von Grund auf die Lösung ist

In einem Kinoraum sind Gestaltung und Technik dasselbe Thema. Die Holzlamellen der Innenarchitektin können Akustikpaneele sein. Die Stufe für die zweite Reihe ist ein Podest, unter dem Leitungen laufen. Das indirekte Licht im Boden gehört zur Lichtstimmung „Pause“.

Wer diese Dinge getrennt plant, muss sie später zusammenzwingen. Das Paket PRO ist für genau diesen Fall gedacht: Kinoraum von Grund auf, gemeinsam mit Architekt, Innenarchitekt oder Tischlerei.

Umsetzung

Wir beginnen mit dem Sitzplatz und rechnen davon aus die Bildbreite, als Faustregel Sitzabstand geteilt durch 1,5 bis 2. Danach folgt die Akustikplanung. Erst wenn feststeht, wie viel Fläche Absorber und Diffusoren brauchen, gestaltet die Innenarchitektin die Oberflächen darüber.

BereichWas die MULTIMEDIAFABRIK plantWas die Innenarchitektin gestaltet
AkustikFlächen, Tiefen und Positionen nach Messung, aus dem Baustein RaumakustikLamellen, Stoff und Farbe darüber
SitzreihenAbstand, Podesthöhe, SichtlinienSessel, Bezüge, Stufenmaterial
Bild4K-Projektor aus dem Baustein Projektoren, Deckenlift, LeinwandDeckenbild, Rahmen um die Leinwand
TonMehrkanal-Ton mit Ton von oben, Lautsprecher hinter StoffStoffbespannung in Wandfarbe
LichtStimmungen für Film, Pause und EndeLeuchten im Boden, an der Stufe, an der Decke
HausEinbindung von Multiroom Audio in Wohnraum und TerrasseLautsprecher bündig in Decke und Wand
Steuerungeine Taste für das ganze KinoBedienelement passend zu den Schaltern im Haus

Die Lamellen, Verkleidungen und das Podest baut meist eine Tischlerei. Wie diese Zusammenarbeit läuft, zeigt der Anwendungsfall Möbel und Technik aus einem Guss. Die Seite Chalet, Villa und Ferienhaus beschreibt weitere Punkte für große Häuser.

Wohnzimmer am Abend: Der Projektor fährt aus einer Deckenöffnung nach unten, die Leinwand läuft aus einer Nische, ein Paar sitzt auf dem Sofa

Was die Bauherren bekommen

Was du bekommstWas du damit entscheidest
Akustikplanung mit Flächen und Tiefenwie viel Wand hinter der Gestaltung arbeiten muss
Sitzplan mit Podest und Sichtlinienwie viele Plätze der Raum trägt
Lichtplan mit Stimmungenwie der Raum vor, während und nach dem Film aussieht
Angaben für Architekt und TischlereiMaße, Aussparungen und Leitungswege
Einmessen auf beide Reihendass der Ton auch hinten stimmt
Einweisung für die Familiewer das Kino und die Musik im Haus bedient

Planung, Lieferung, Montage, Einrichtung und Einmessen sind im Paket eingeschlossen. Die Dauer hängt vom Ausbau ab, im Erstgespräch planen wir den Zeitrahmen.

Ergebnis

Wer den Raum betritt, sieht Eiche, Stoff und warmes Licht wie im restlichen Haus. Erst wenn die Leinwand hell wird, merkt man, wie viel Technik in den Wänden steckt. Der Ton ist auf beide Reihen eingemessen, deshalb hört die zweite Reihe dasselbe wie die erste.

Eine ehrliche Einschränkung: Ein Kino als Teil der Innenarchitektur braucht frühe Entscheidungen. Wer die Oberflächen festlegt, bevor die Akustikplanung steht, muss später entweder Abstriche beim Klang oder bei der Gestaltung machen. Deshalb sitzen wir gern beim ersten Termin der Innenarchitektin mit am Tisch.

Getrennt geplantAus einem Plan
schöne Wand, halliger KlangLamellen, die als Akustik arbeiten
Stufe ohne LeitungswegPodest mit Leitungen für Licht und Ton
Licht an oder ausStimmungen für Film, Pause und Ende
Kino und Musik getrennt bedienteine Steuerung für Kino und Haus
Architektin und Medientechniker besprechen im Rohbau-Keller einen Plan, an der Betonwand verlaufen Leerrohre

Was sich daraus ableiten lässt

Ein Kinoraum in einem gestalteten Haus gelingt, wenn Akustik und Innenarchitektur zur selben Zeit am Tisch liegen. Die Technik bestimmt Flächen und Maße, die Gestaltung bestimmt, was man davon sieht. Mehr zu den Rollen aller Beteiligten steht in der Story Wer macht was beim Heimkino.

Wie ein eingemessener Kinoraum klingt, hörst du im hauseigenen Kino der MULTIMEDIAFABRIK in Koblach und im Kino bei unserem Partner WOHNFLOOR in Bludenz, jeweils nach Vereinbarung. Der Hub Heimkino zeigt alle Wege zum eigenen Kino.

Titelblatt des ePapers „Dein Heimkino, richtig geplant“ der MULTIMEDIAFABRIK
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Dein Heimkino, richtig geplant

  • Welcher Raum passt: Wohnzimmer, Keller oder Dachgeschoss
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