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So läuft die Zusammenarbeit mit Elektroplanern ab

Die Zusammenarbeit mit der MULTIMEDIAFABRIK läuft in sechs Phasen, die sauber auf die Leistungsphasen deines Projekts aufsetzen: von der Rollenklärung in LPH 1 bis 2 über Anschlusswerte, Schnittstellenklärung und Ausführungsplanung bis zur LV-Übergabe, zur gemeinsamen Abnahme und zum Betrieb in LPH 8 bis 9. Weil das Gewerk Medientechnik damit dieselbe Taktung hat wie Elektro und TGA, entstehen keine Lücken zwischen Planstand und Baustelle.
Auf dieser Seite siehst du, welche Phase welches Ergebnis liefert, wann welche Unterlage bei dir landet und wo die Übergabepunkte liegen. Der wichtigste Satz vorweg: Der Einstieg gehört in LPH 1 bis 2, weil Trassen, Lastreserven, Netzwerkpunkte und Technikraumflächen dort noch kostenneutral planbar sind.
Die sechs Phasen und ihre Leistungsphasen
Jede Phase hat ein definiertes Ergebnis, das direkt in dein Planwerk fließt. Medientechnik läuft dabei als Anlagengruppe 5 der Technischen Ausrüstung, die Mediensteuerung berührt zusätzlich die Gebäudeautomation, die Kosten liegen in Kostengruppe 400 ff. nach DIN 276.
| Phase | Was passiert | Leistungsphase | Ergebnis für dich |
|---|---|---|---|
| 1 Rollenklärung und Projektaufnahme | Projekttyp, Raumliste, Nutzungsszenarien, Terminplan, Entscheidung Zuarbeit oder Komplettgewerk | LPH 1 bis 2 | Klare Gewerkegrenze, bevor die erste Position geschrieben wird |
| 2 Konzept, Anschlusswerte und Lasten | Systemskizze je Raumtyp, Lasten- und Anschlussliste, Wärmelastblatt, erster Kostenrahmen | LPH 2 bis 3 | Belastbare Eingangsgrößen für Verteilung und Kühllastberechnung |
| 3 Schnittstellenklärung | Abstimmung mit Elektro, TGA, IT, Trockenbau und Möbel, Bedien- und Szenenmatrix, Gateway-Festlegung | LPH 3 bis 4 | Eine Liste, die sagt, wer liefert, wer anschließt, wer programmiert |
| 4 Ausführungsplanung | Leerrohr- und Trassenplan, Netzwerk- und PoE-Vorgaben, Rack- und Technikraumplanung, Revisionszugänge | LPH 5 | Ausführungsreife Vorgaben für Rohbau, Elektro und IT |
| 5 LV-Übergabe und Vergabe | ausschreibungsreife Positionen, Bieterfragen, Angebotsprüfung, Preisspiegel, technische Bewertung | LPH 6 bis 7 | Vergleichbare Angebote statt Wunschzettel |
| 6 Montage, Einmessung und Abnahme | Ausführung oder Fachbauüberwachung, Programmierung, Einmessung, gemeinsame Abnahme, Einweisung, Wartung | LPH 8 bis 9 | Anlage läuft am Übergabetag und hat danach einen Ansprechpartner |
Phase 1 und 2: Rollen, Anschlusswerte und Lasten
Am Anfang steht keine Geräteliste, sondern die Gewerkegrenze. Übernimmt die MULTIMEDIAFABRIK das Gewerk komplett, oder arbeitet sie deiner Planung zu? Davon hängt ab, was in dein Leistungsverzeichnis wandert und was als eigene Vergabeeinheit läuft. Danach entsteht je Raumtyp eine Systemskizze mit Anschlussleistungen, Absicherungsvorschlag, Einschaltverhalten und USV-Relevanz, dazu das Wärmelastblatt für die Kühllastberechnung der TGA. Die technischen Grundlagen dazu stehen auf der Seite Leerverrohrung, Lastreserven und Wärmelast.

Phase 3: Schnittstellenklärung
Das ist die Phase, die später die Nachträge verhindert. Geklärt wird nicht nur, welche Bussysteme im Haus sind, sondern wer im Betrieb die Szenenhoheit hat: Löst das Bedienpanel die Lichtszene aus oder der Gebäudebus, was passiert bei Spannungswiederkehr, welcher Zustand gilt nach einer Störung. Parallel entsteht die Schnittstellenliste mit Übergabepunkten je Position: Lieferung, Montage, Anschluss, Programmierung, Einmessung, Einweisung. Die Rollenteilung zwischen DALI, DMX, KNX und Mediensteuerung erklärt die Seite Schnittstellen sauber planen.
Phase 4: Ausführungsplanung
Jetzt werden aus dem Konzept Unterlagen, mit denen gebaut wird: Trassen, Leerrohre und Revisionspunkte, Netzwerkpunkte mit PoE-Klassen und Budgetbedarf, Rackaufbau, Technikraumfläche, Tragfähigkeit, Belüftung und Servicezugang. Alle Angaben kommen so, dass du sie ohne Umrechnung ins Planwerk übernimmst, siehe Netzwerk und PoE für Medientechnik planen.

Phase 5: LV-Übergabe und Vergabe
Die Übergabe ist der Moment, in dem sich Qualität zeigt. Du bekommst eindeutige Positionen mit Leistungsumfang, Abgrenzung, Montageart, Nebenleistungen sowie Prüf-, Einmess- und Einweisungspositionen, herstellerneutral formuliert. In der Vergabephase prüfen wir Angebote, stellen sie im Preisspiegel gegenüber und übersetzen technische Abweichungen in eine Sprache, die auch der Bauherr bewerten kann. Die Vergabeentscheidung bleibt bei dir und deinem Auftraggeber.
Phase 6: Montage, Einmessung und gemeinsame Abnahme
In der Bauphase begleiten wir die Ausführung fachlich oder führen sie selbst aus. Vor dem Verschließen werden Trassen, Revisionspunkte und Lastanschlüsse kontrolliert, danach folgen Programmierung, Audio-Einmessung, Pegel- und Nachhallmessung, Kalibrierung der Bildflächen und, falls vorhanden, die Einmessung der induktiven Höranlage. Die Abnahme läuft gemeinsam: Du prüfst die Elektroseite, wir die Medienseite, das Protokoll deckt beide ab. Danach greifen Wartung, Fernmonitoring und definierte Reaktionszeiten, damit dein Auftraggeber nach der Übergabe nicht bei dir anruft, wenn ein Display schwarz bleibt.

Alpenraum: LM.VM.2014 und SIA 112
Der Ablauf bleibt gleich, nur die Bezeichnungen wechseln. In Österreich bildet LM.VM.2014 die Phasenstruktur im Leistungsmodell Technische Ausrüstung ab, in der Schweiz führt SIA 112 durch sechs Phasen. Wie das über Ländergrenzen aussieht, steht auf der Seite Bodensee und Vorarlberg.
Quick-Reference
- Sechs Phasen, sauber auf LPH 1 bis 9 abgebildet, ein technischer Ansprechpartner über alle Phasen
- Einstieg gehört in LPH 1 bis 2; Trassen, Lasten und Technikraum sind dort noch kostenneutral planbar
- Phase 3 klärt Szenenhoheit und Übergabepunkte, das ist die Phase gegen Nachträge
- LV-Übergabe mit eindeutigen, herstellerneutralen Positionen inklusive Prüf- und Einweisungsleistungen
- Gemeinsame Abnahme: du prüfst Elektro, wir prüfen Medientechnik, ein Protokoll deckt beides ab
- Pendants im Alpenraum: LM.VM.2014 in Österreich, SIA 112 in der Schweiz

Inline-FAQ Ablauf
Ab wann sollten wir euch dazuholen? Ideal ist LPH 1 bis 2. Dann liegen Trassen, Lastreserven, Netzwerkpunkte und Technikraumflächen noch auf dem Papier, und jede Anforderung kostet einen Planstrich statt einer Baustelle.
Übernehmt ihr auch nur einzelne Phasen? Ja. Viele Büros starten mit Konzept, Lasten und Schnittstellenliste und beauftragen Ausführungsplanung, LV und Bauüberwachung später. Die Übergabepunkte sind definiert, die Unterlagen bleiben nutzbar.
Wer schreibt am Ende das Leistungsverzeichnis? Bei der Zuarbeit bekommst du fertige Positionen zum Einpflegen, du bleibst Verfasser. Beim Komplettgewerk läuft die Medientechnik als eigene Vergabeeinheit, und dein Elektro-LV bleibt schlank.
Wie läuft die Abnahme? Gemeinsam. Wir bringen Einmess- und Messprotokolle, Dokumentation und Einweisung mit, du prüfst die elektroseitigen Punkte. Offene Punkte werden im selben Protokoll mit Termin und Verantwortlichem festgehalten.

Das Medientechnik-Gewerk im Elektro-LV
- Zuarbeit oder Komplettgewerk: zwei Wege der Zusammenarbeit
- Leerverrohrung, Lastreserven und die Nachrüst-Kostenfalle
- Schnittstellen zwischen Gebäudebus, Licht und Mediensteuerung
- Netzwerk und PoE richtig dimensionieren, inklusive Reserve-Ports
- LED-Wände elektrisch und thermisch: Anschlusswerte und Kühllast
- Beschallung und Sprachalarmierung sauber getrennt
Das passt dazu
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ProduktProduktseite medientechnik-fuer-elektroplanerAlle Funktionen, Technik und Anwendungsfälle im Überblick.Produkt ansehen Im Detail
Aus der Praxis
Wissen & Hintergrund
Häufige Fragen
- Was kostet die Medientechnik-Zuarbeit für ein Elektroplanungsbüro?
- Welche Leerrohre braucht die Medientechnik?
- Wie viel Strom braucht eine LED-Wand?
- Wie wird Medientechnik an KNX angebunden?
- Welches Netzwerk braucht AV over IP?
- Was gehört in ein Medientechnik-Leistungsverzeichnis?
- Beschallung oder Sprachalarmierung: wo verläuft die Grenze?
- Wie läuft die Zusammenarbeit mit Elektroplanern?
