› Barrierefreie Ausstellung
Barrierefreie Ausstellung, für alle nutzbar von Anfang an statt teuer nachgerüstet

Die MULTIMEDIAFABRIK plant Barrierefreiheit von Anfang an in jede digitale Ausstellung mit ein, statt sie später teuer nachzurüsten. Grundlage ist EN 17210, die funktionale Anforderungen an die barrierefreie und nutzbare gebaute Umwelt definiert, in Klartext: Bedienhöhen, Kontraste, Untertitel, Audiodeskription und induktive Höranlagen. Öffentliche Förderung und gesetzliche Vorgaben verlangen Zugänglichkeit für alle, und Nachrüsten ist fast immer teurer als das Mitdenken von Beginn an.
Barrierefreiheit ist kein Sonderweg für einzelne Besucher, sondern verbessert die Ausstellung für alle: gute Kontraste, klare Sprache und durchdachte Bedienhöhen helfen jedem.
Was Barrierefreiheit konkret bedeutet
| Bereich | Maßnahme | Wem es hilft |
|---|---|---|
| Bedienhöhen | Touch-Stationen und Bedienelemente in erreichbarer Höhe | Rollstuhlfahrende, kleinwüchsige Menschen, Kinder |
| Kontraste & Lesbarkeit | hohe Kontraste, ausreichende Schriftgrößen | Menschen mit Sehbeeinträchtigung, ältere Besucher |
| Untertitel | Filme und Audio mit Untertiteln | gehörlose und schwerhörige Menschen, lärmende Räume |
| Audiodeskription | beschreibender Ton für visuelle Inhalte | blinde und sehbeeinträchtigte Menschen |
| Induktive Höranlage | direkte Tonübertragung an Hörgeräte | Menschen mit Hörgerät |
| Einfache Sprache | verständliche Texte ohne Fachjargon | Menschen mit Lernschwierigkeiten, Nicht-Muttersprachler |
Warum nachrüsten so teuer ist
Wer Barrierefreiheit erst nach der Eröffnung bedenkt, muss Stationen umbauen, Höhen ändern, Inhalte neu produzieren und teils in die Bausubstanz eingreifen. Mitgeplant ist all das nur eine Anforderung unter vielen, nachgerüstet ist es ein eigenes Projekt.
| Zeitpunkt | Folge |
|---|---|
| von Anfang an mitgeplant | Teil der Detailplanung, kein Mehraufwand im Bau |
| nach der Eröffnung nachgerüstet | Umbau, neue Inhalte, Eingriff in fertige Stationen, teuer |

Barrierefreiheit und Förderung
Öffentliche Fördergeber verlangen barrierefreie Zugänglichkeit, oft als Bedingung der Zusage. Wer sie nicht erfüllt, riskiert, dass Fördermittel verfallen oder zurückgefordert werden. Indem wir EN 17210 von Beginn an mitdenken, sichern wir die Förderfähigkeit ab, statt sie im Nachhinein zu gefährden.
Wie wir Barrierefreiheit in den Ablauf integrieren
Barrierefreiheit ist bei uns kein nachgelagerter Punkt, sondern fester Teil von Konzept und Detailplanung. Bedienhöhen fließen ins Interaktions-Design, Untertitel und Audiodeskription in die Content-Produktion, und die induktive Höranlage in die technische Planung. So entsteht eine Ausstellung, die für alle nutzbar ist, ohne dass es wie ein angeklebter Zusatz wirkt.


Museen & Ausstellungsbau-Guide 2026
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Aus der Praxis
Wissen & Hintergrund
Häufige Fragen
- Macht ihr nur die Technik oder auch Konzept und Inhalte?
- Was passiert, wenn ein Exponat im laufenden Betrieb ausfällt?
- Wie stellt ihr sicher, dass das Licht unsere Originalexponate nicht beschädigt?
- Ist die Ausstellung barrierefrei?
- Was kostet so ein Projekt?
- Können wir die Inhalte später selbst pflegen?
- Wir planen einen Neubau, wann sollten wir euch einbinden?
- Funktioniert die Technik auch im Outdoor- oder Naturpark-Bereich?
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Wir hören zu, denken mit und zeigen dir, was für dein Vorhaben wirklich Sinn ergibt.
