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Vertiefung

Technik & Komponenten, wie eine digitale Ausstellung technisch aufgebaut ist

Museen & Ausstellungsbau: Technik (MULTIMEDIAFABRIK, Koblach, Vorarlberg)

Die digitale Ausstellungstechnik der MULTIMEDIAFABRIK ist auf Dauerbetrieb ausgelegt, jedes Exponat ist netzwerkfähig und fernwartbar, und die Komponenten sind Professional-Hardware, keine Consumer-Geräte. Das ist die Grundlage dafür, dass eine Ausstellung über Jahre läuft, statt nach kurzer Zeit vor schwarzen Screens zu stehen.

Diese Seite erklärt die Systemarchitektur ohne Norm-Akrobatik, sondern in Klartext: was steckt drin, warum, und was bedeutet das für die Planung im Haus.

Die Ebenen einer digitalen Ausstellung

EbeneKomponentenWarum das wichtig ist
SystemarchitekturNetzwerk-Backbone (LAN, WLAN, VLAN), zentraler Mediaserver, dezentrale Player je Exponatjedes Objekt ist netzwerkfähig und kann sich selbst melden [Professional System, 2025]
Interaktion & SensorikTouch (kapazitiv, PCAP), Bewegungs-, Lichtschranken-, Druck- und Lagesensoren, RFID, NFC, Kamera-Trackingnach dem Physical-Computing-Prinzip: Sensor, Verarbeitung, Aktor
Bild & ProjektionLaser-Projektoren, Projection-Mapping, Professional-Displays, LED-FlächenDauerbetriebs-Hardware mit langer Lebensdauer statt Consumer-Technik [Utsubo, 2026]
AudioSoundduschen und Richtlautsprecher für punktgenauen Ton, Mehrkanal, Mediaguide-SchnittstelleSHURE- und BOSE-Komponenten, Ton bleibt am Exponat statt den Raum zu überlagern
Lichtdimmbare LED-Beleuchtung, Szenensteuerung, materialgerechte Beleuchtungsstärkeschützt lichtempfindliche Objekte und inszeniert zugleich
SteuerungShow-Control, Tagesszenen, Zeitsteuerung, Not-Aus, zentrale Bedienoberflächedas Hauspersonal bedient alles über eine Oberfläche, Fernwartung integriert
Energieenergiesparende Steuerung, automatische Abschaltung außerhalb der Öffnungszeitensenkt Betriebskosten und ist im Rahmen von Effizienzprogrammen förderfähig

Warum jedes Exponat ans Netzwerk gehört

Ein Exponat ohne Datenanbindung fällt aus, ohne dass es jemand merkt, bis der Besucher davorsteht. Deshalb hängt bei uns jedes Objekt am Netzwerk und kann sich selbst melden [Professional System, 2025]. Über das Monitoring sieht das Haus auf einen Blick, ob alles läuft, und vieles lässt sich aus der Ferne beheben, ohne Anreise.

Museen & Ausstellungsbau: Hero (MULTIMEDIAFABRIK, Koblach, Vorarlberg)

Sensorik in Klartext

Interaktive Exponate folgen einem einfachen Prinzip: Ein Sensor erfasst etwas, das System verarbeitet es, ein Aktor reagiert.

Auslöser (Sensor)Reaktion (Aktor)Beispiel
Berührung am Touch-DisplayInhalt wechselt, vertieft, vergleichtBesucher blättert durch die Sammlung
Bewegung oder AnnäherungStation erwacht, startet ein VideoSzene erwacht, sobald jemand näher kommt
NFC- oder QR-Taggetriggertes StorytellingObjekt erzählt seine Geschichte beim Scannen
Druck, Lage oder GeräuschPhänomen wird ausgelöstMitmach-Exponat im Science-Center

Bild, Projektion und Display

Für Bild setzen wir auf Professional-Hardware mit langer Lebensdauer, weil eine Ausstellung im Dauerbetrieb läuft, nicht ein paar Stunden am Abend. Laser-Projektoren und Projection-Mapping erzeugen großflächige, immersive Raumbilder, Professional-Displays übernehmen Stationen und Vitrinen, und LED-Flächen liefern brillante, helle Raumbilder. Wenn du großflächige LED als Raumbild planst, verzahnt sich das direkt mit unserer LED-Walls-Leistung.

Museen & Ausstellungsbau: Markenwelten (MULTIMEDIAFABRIK, Koblach, Vorarlberg)

Audio, das am Exponat bleibt

In einer Ausstellung darf der Ton einer Station nicht die nächste überlagern. Soundduschen und Richtlautsprecher liefern punktgenauen Ton genau dort, wo der Besucher steht, ergänzt um Mehrkanal-Audio und eine Mediaguide-Schnittstelle. Wir setzen SHURE- und BOSE-Komponenten ein.

Show-Control: eine Oberfläche fürs Hauspersonal

Über die Show-Control steuert das Haus Licht, Ton, Bild und Inhalte zentral. Tagesszenen schalten morgens automatisch ein und abends ab, ein Not-Aus ist vorgesehen, und die Bedienoberfläche ist so gestaltet, dass das Hauspersonal sie ohne Technik-Studium beherrscht. Fernwartung und Self-Monitoring sind integriert.

Museen & Ausstellungsbau: Kosten (MULTIMEDIAFABRIK, Koblach, Vorarlberg)
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Museen & Ausstellungsbau-Guide 2026

  • Die acht Module einer digitalen Ausstellung im Überblick, von der medialen Szenografie über interaktive Exponate, Projektion und Show-Control bis zur Wartung
  • Worauf es bei Technik für den Dauerbetrieb ankommt, netzwerkfähige und fernwartbare Exponate statt Consumer-Geräte und Blackbox-Systeme
  • Konservatorisches Licht richtig planen, materialgerechte Beleuchtungsstärken und begrenzte Lichtdosis, damit empfindliche Objekte geschützt bleiben
  • Barrierefreiheit nach EN 17210, von Bedienhöhen über Untertitel und Audiodeskription bis zur induktiven Höranlage
  • Der 8-Phasen-Ablauf vom Erstgespräch bis zum laufenden Betrieb, damit Medientechnik nicht zu spät kommt und am Ende allein dasteht
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