★ Der Gastro-Jahresplan

Story

Der Gastro-Jahresplan: Saisonkarte, Aktionen und Events über zwölf Monate

Heller Gastraum eines Restaurants im Alpenraum mit Panoramafenstern, gedeckten Holztischen und Gästen beim Mittagstisch

Das Gastro-Jahr im Alpenraum ist kein gleichmäßiger Strich, sondern eine Folge von Wellen. Auf ruhige Wochen folgen dichte, auf lange Vorbereitungen kurze Spitzen, und fast jeder wichtige Anlass steht schon heute im Kalender des nächsten Jahres. Wer diese Anlässe kennt, muss sie nicht mehr erfinden, sondern nur rechtzeitig bespielen.

Einleitung

Das Gastro-Jahr im Alpenraum ist kein gleichmäßiger Strich, sondern eine Folge von Wellen. Auf ruhige Wochen folgen dichte, auf lange Vorbereitungen kurze Spitzen, und fast jeder wichtige Anlass steht schon heute im Kalender des nächsten Jahres. Wer diese Anlässe kennt, muss sie nicht mehr erfinden, sondern nur rechtzeitig bespielen.

Genau daran scheitert die Bewerbung aber meistens. Ein Weinabend wird angekündigt, wenn die Karten schon gedruckt sind, das Feiertagsmenü zwei Tage vorher, die Weihnachtsfeiern im Dezember statt im September. Zu spät heißt in der Gastronomie fast immer: technisch veröffentlicht, aber wirkungslos. Dieser Jahresplan sortiert die Anlässe, ihre Vorlaufzeiten, den tragenden Kanal und den Produktionsrhythmus, aus dem das Material dafür kommt.

Der Zwölf-Monats-Kalender

Diese Übersicht ist ein Grundgerüst, kein Gesetz. Sie wird für jedes Haus angepasst, denn ein Seelokal am Bodensee, ein Wirtshaus im Tal und eine Stadtbar haben unterschiedliche starke und schwache Monate.

MonatAnlässe im AlpenraumVorlaufTragender Kanal
JännerRuhige Wochen nach den Feiertagen, Neujahrsmenüs, Mittagsangebote, Aktionen für schwache Wochentage2 bis 3 WochenNewsletter und Unternehmensprofil, weil Stammgäste zuerst reagieren
FebruarFasching und Ballzeit, Vor- und Nachbereitung von Bällen, Valentinstag, Winterferien der Nachbarländer3 bis 4 WochenKurze vertikale Videos für Stimmung, Profil-Beiträge für die Öffnungszeiten
MärzFrühlingskarte, Terrassenstart beim ersten warmen Wochenende, Ende der Wintersaison am Berg4 Wochen für die Karte, tagesaktuell für die TerrasseKanal für Terrassenstimmung, Website und Profil für die neue Karte
AprilOstern mit Feiertagsmenü, Bärlauchzeit, Ostermontag, Beginn der Ausflugsgastronomie5 bis 6 WochenWebsite-Aktionsseite plus Newsletter, Kanal für die Erinnerung
MaiMuttertag, Spargelzeit, Feiertage und Fenstertage, Start der Hochzeits- und Firmenfeier-Anfragen6 Wochen für Muttertag, 3 Wochen für SpargelNewsletter und Website, weil beides reserviert wird
JuniTerrassensaison auf voller Stärke, Grill- und Sommerkarte, Hochzeiten und Sommerfeste, Schulschluss4 WochenKanal für Atmosphäre, Website für Gruppen- und Feieranfragen
JuliSommerferien, Tourismus-Hochsaison, Feste und Freiluftveranstaltungen, Gäste von außerhalb3 Wochen, tagesaktuell für WetterfensterUnternehmensprofil und Karte, weil ortsfremde Gäste dort suchen
AugustHochsaison und Ferienspitze, Betriebsurlaube in der Nachbarschaft, Sommerabende und späte Terrasse3 WochenProfil und Kanal, Öffnungszeiten und Ruhetage sichtbar halten
SeptemberHerbstkarte, Ende der Ferien, Beginn der Firmenfeier-Anfragen, Törggelen und Erntefeste4 bis 6 WochenNewsletter für Firmenkunden, Website für die Feieranfrage
OktoberWildkarte, Törggelen, Kastanien und junger Wein, Zwischensaison am Berg, Herbstferien4 WochenKanal und Newsletter, Website für die Wildkarte
NovemberMartinigans, Weihnachtsfeiern von Firmen, Adventsvorbereitung, ruhige Wochen vor dem Advent8 bis 10 Wochen für FirmenfeiernNewsletter und Website, weil Firmenfeiern schriftlich angefragt werden
DezemberAdvent, Punsch und Glühwein, Weihnachtsfeiern, Feiertagsmenüs, Silvester, Gutscheingeschäft8 bis 12 Wochen für Silvester und FeiertageWebsite für Reservierung und Gutscheine, Kanal für Stimmung
Food-Fotografie im Studio: ein Gericht auf einem Holzbrett wird vor Kamera und Softbox mit der Pinzette angerichtet

Vorlaufzeiten: die Regel hinter den Zahlen

Die Vorlaufzeit hängt nicht vom Anlass ab, sondern von der Entscheidung, die der Gast treffen muss. Je mehr Menschen mitentscheiden und je fixer der Termin, desto länger der Vorlauf.

AnlasstypVorlaufWas in dieser Zeit passiert
Spontaner Besuch, Tagesgericht, Wetterfensterwenige Stunden bis 2 TageEin kurzer Hinweis, richtige Öffnungszeiten, ein aktuelles Bild
Wochenaktion, schwacher Wochentag, Mittagsangebot2 bis 3 WochenMehrere Erinnerungen, Newsletter an Stammgäste, Profil-Beitrag
Saisonkarte, Themenabend, Feiertagsmenü4 bis 6 WochenAnkündigung, Bildmaterial, Aktionsseite, zwei bis drei Erinnerungen
Firmenfeier, Silvester, Hochzeit, große Gruppen8 bis 12 WochenAnfragestrecke online, direkte Ansprache, Nachfassen, Restplatz-Hinweise

Daraus folgt die unbequeme Konsequenz: Die Bewerbung des Weihnachtsgeschäfts beginnt im September, nicht im Advent. Wer im Dezember startet, konkurriert mit allen anderen um Termine, die längst vergeben sind. Wie Aktionen die schwachen Tage im Jahresverlauf auffangen, zeigt der Use Case Schwache Tage füllen, und für Gruppen- und Feiergeschäft lohnt der Blick auf Catering und Events.

Der Produktionsrhythmus über das Jahr

Ein Kalender ohne Material bleibt eine Liste. Deshalb wird die Produktion an den Jahresverlauf gehängt, nicht umgekehrt. Zwei Drehtage sind der Regelfall, drei bis vier für Häuser mit stark wechselnder Karte.

ZeitpunktWas aufgenommen wirdTrägt die Monate
Februar bis MärzFrühlingskarte, Terrasse im ersten Licht, Team nach der WintersaisonMärz bis Juni
Mai bis JuniSommer- und Grillkarte, Abendstimmung, Gastraum bei offener Tür, FeiergeschäftJuni bis August
SeptemberHerbst- und Wildkarte, warme Innenaufnahmen, Firmenfeier-Motive, GutscheineSeptember bis November
Oktober bis NovemberAdvents- und Feiertagsmotive, Punsch, Silvester, WinterstimmungNovember bis Jänner

Jeder dieser Tage liefert Serienmaterial für Wochen, wie es die Seite Food-Fotografie und Food-Video beschreibt. Der Trick liegt im Vorziehen: Adventsmotive entstehen im Spätherbst, nicht im Advent, weil im Advent der Betrieb läuft. Aus dem Vorrat wird anschließend der Wochenrhythmus gespeist, den die Seite Social Media und Reels beschreibt.

Content-Produktion in einer offenen Restaurantküche: eine Aufnahme entsteht, während der Küchenchef ein Gericht anrichtet

Wo der Kalender im Betrieb landet

Ein Jahresplan wirkt erst, wenn er drei Orte erreicht: den Redaktionsplan für den laufenden Kanal, die Aktionsseiten auf der Website mit Speisekarte und Reservierung und den Verteiler für den Newsletter. Dazu kommt die Küche, denn eine Aktion, die niemand kochen kann, ist keine Aktion. Ein fester Termin im Monat für die Vorschau auf die nächsten acht Wochen reicht in der Regel aus, um den Plan lebendig zu halten. In welcher Projektphase er entsteht, steht auf der Seite So läuft dein Gastro-Marketing-Projekt ab.

Quick-Reference

  • Das Gastro-Jahr besteht aus wiederkehrenden Anlässen, die niemand neu erfinden muss
  • Der Vorlauf richtet sich nach der Entscheidung des Gastes, nicht nach dem Anlass
  • Firmenfeiern, Silvester und große Gruppen brauchen acht bis zwölf Wochen Vorlauf
  • Zwei bis vier Drehtage im Jahr decken den kompletten Kalender mit Material ab
  • Adventsmotive entstehen im Spätherbst, weil im Advent keine Zeit dafür bleibt
  • Der Plan lebt nur, wenn er Redaktionsplan, Website und Newsletter gleichzeitig erreicht
Gastgeberin am hellen Empfangstresen eines Cafés mit einem Tablet in der Hand, im Hintergrund Gäste an den Tischen
3D-Broschüren-Mockup des Leitfadens Volle Tische: der Gastro-Marketing-Leitfaden
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Volle Tische: der Gastro-Marketing-Leitfaden

  • Food-Content-System: ein Produktionstag, Material für Wochen
  • Fünf Reels-Rezepte, die in der Gastronomie zuverlässig tragen
  • Google-Profil-Checkliste: Stammdaten, Karte, Fotos, Beiträge
  • Antwort-Bausteine für Bewertungen, von Lob bis unfaire Kritik
  • Website-Basics: Speisekarte, Öffnungszeiten und Weg zum Tisch
  • Aktions-Kalender über zwölf Monate mit Vorlaufzeiten
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