◆ Schwache Tage füllen

Anwendungsfall

Kundenbindung und Retention: Wie ein Gasthaus Dienstag bis Donnerstag wieder besetzt

Reservierungsbuch und aufgeklappter Laptop auf einem Eichentisch im hellen Gastraum eines Restaurants

Gastronomie-Marketing der MULTIMEDIAFABRIK richtet die Kommunikation auf die Tage aus, an denen sie am meisten wert ist: auf die schwachen. Ein eigener Verteiler, ein Aktions- und Saisonkalender mit echtem Vorlauf und Beiträge, die auf einen konkreten Wochentag einzahlen, statt allgemein für das Haus zu werben.

Ausgangssituation

Die folgende Schilderung ist eine illustrative Verdichtung aus vergleichbaren Projekten der MULTIMEDIAFABRIK, kein konkretes Einzel-Mandat und ohne wörtliche Kundenzitate.

Ein Gasthaus im Bregenzerwald mit 120 Plätzen und eigener Wildkarte hatte kein Nachfrageproblem, sondern ein Verteilungsproblem. Freitag und Samstag waren regelmäßig ausgebucht, sonntags kam die Familienrunde. Von Dienstag bis Donnerstag blieben zwei Drittel der Tische leer, während Personal, Heizung, Küche und Pacht unverändert weiterliefen.

Die Stammgäste waren da, sie wussten nur nichts. Es gab keinen Verteiler, keine Adressen, keinen Weg, sie zu erreichen, außer sie kamen ohnehin. Der Wildwochen-Aushang hing seit Montag an der Tür, gesehen hatte ihn, wer schon im Haus war.

Aktionen entstanden zudem kurzfristig. Wenn am Dienstagmorgen absehbar war, dass der Abend ruhig wird, wurde mittags ein Beitrag veröffentlicht. Für eine Entscheidung, die viele Gäste zwei bis drei Tage vorher treffen, kam dieser Hinweis systematisch zu spät.

Was der Betrieb erreichen wollte

Die Wirtsleute wollten keine Rabattschlacht und keine Gutscheinaktion, die den Bon drückt. Sie wünschten sich Anlässe, die zum Haus passen, Wildwochen, Stammtisch, Weinabend, Käsekarte, und einen Weg, diese Anlässe rechtzeitig zu den Menschen zu bringen, die ohnehin gern kommen. Sie wollten aus dem Reagieren herauskommen und stattdessen ein Jahr im Voraus wissen, welcher Anlass auf welchen Wochentag fällt. Und sie wollten sehen, ob eine Aussendung tatsächlich zu Reservierungen führt.

Heller Gastraum eines Restaurants im Alpenraum mit Panoramafenstern, gedeckten Holztischen und Gästen beim Mittagstisch

Warum Verteiler, Kalender und gezielte Beiträge der richtige Weg waren

Bestandsgäste sind die günstigste Nachfrage:
Sie kennen das Haus, sie müssen nicht überzeugt werden, ihnen fehlt nur der Anlass und die Information.
Ein Verteiler gehört dem Betrieb:
Adressen, die über Website, Profil und Anlässe im Haus entstehen, bleiben erreichbar, unabhängig davon, was ein Kanal gerade ausspielt.
Vorlauf entscheidet über die Wirkung:
Eine Einladung, die drei Tage vorher ankommt, trifft auf einen offenen Kalender; eine am selben Mittag trifft auf einen vollen.
Der Anlass ersetzt den Rabatt:
Eine Wildwoche verkauft sich über das Thema, nicht über den Preis, und hält damit den Bon oben.
Reservieren muss leicht sein:
Der Weg von der Einladung zum Tisch darf nicht am Telefon während der Servicezeit hängen; wie das gelöst wird, steht unter Website mit Speisekarte und Reservierung.

Umsetzung

BausteinAusgestaltung
Verteiler-AufbauAnmeldung über Website, Profil, Karte und Anlässe im Haus, mit klarer Einwilligung
Anlass-KalenderZwölf Monate im Voraus, jeder Anlass fest auf Dienstag, Mittwoch oder Donnerstag gelegt
AussendungenEinladung mit Vorlauf, Erinnerung kurz davor, jeweils mit direktem Reservierungsweg
Begleitende BeiträgeProduktion und Zubereitung als Vorfreude-Material, veröffentlicht in der Woche davor
Vor OrtKarte, Aushang und Personalinfo greifen dieselben Anlässe auf
AuswertungÖffnungen, Klicks und Reservierungen je Anlass, Vergleich über die Saison

Der Schlüssel lag darin, Anlässe fest zu verplanen, statt sie zu improvisieren. Ein Kalender, der im Herbst für das ganze Jahr steht, produziert Vorlauf von selbst.

Food-Fotografie im Studio: ein Gericht auf einem Holzbrett wird vor Kamera und Softbox mit der Pinzette angerichtet

Output

eigener Verteiler
mit sauber eingeholter Einwilligung
Anlass-Kalender über zwölf Monate
, ausgerichtet auf die schwachen Wochentage
Aussendungen mit Vorlauf
und direktem Weg zur Reservierung
Vorfreude-Material
zu jedem Anlass aus dem laufenden Produktionsrhythmus
Auswertung je Anlass
, damit erkennbar wird, was wiederholt gehört

Ergebnis

schwache Wochentage bekommen eigene Anlässe · Stammgäste erfahren früh genug davon · Reservierungen kommen über den eigenen Weg

BeobachtungVorherNachher
Erreichbarkeit der Stammgästenur im Haus, über Aushangüber einen eigenen Verteiler
Zeitpunkt der Ankündigungam Tag selbstmehrere Tage vorher, mit Erinnerung
Anlässe unter der Wocheeinzelne Ideen nach Bedarffester Kalender über zwölf Monate
PreisniveauRabatt als NotlösungThema statt Nachlass
Nachvollziehbarkeitniemand wusste, was gewirkt hatAuswertung je Aussendung und Anlass

Der Hebel lag im Vorlauf. Dieselbe Wildwoche, drei Tage früher angekündigt, trifft auf Gäste, die ihren Abend noch nicht vergeben haben.

Content-Produktion in einer offenen Restaurantküche: eine Aufnahme entsteht, während der Küchenchef ein Gericht anrichtet

Was sich daraus ableiten lässt

Wenn dein Wochenende ausgebucht ist und die Wochenmitte trägt, hast du kein Nachfrageproblem. Drei Muster wiederholen sich:

Fixkosten laufen an einem leeren Dienstag genauso.
Jeder zusätzlich besetzte Tisch an einem schwachen Tag zählt überproportional.
Ohne eigenen Verteiler bleibt der Aushang das stärkste Werbemittel.
Wie sich Aufwand und Betreuung dabei zueinander verhalten, ordnet die Seite zu den Kosten ein.
Ein Anlass braucht einen Kalender, keine Eingebung.
Welche Themen sich über das Jahr anbieten, zeigt der Jahresplan fürs Gastro-Marketing; die passende Frequenz dazu steht unter Social Media und Reels.

Gib deiner Wochenmitte einen Grund

Weißt du schon, welcher Anlass bei dir auf den nächsten Mittwoch fällt? Wir bauen den Kalender, den Verteiler und die Aussendungen mit dir auf. Alle Bausteine findest du im Hub zum Gastronomie-Marketing.

Gastgeberin am hellen Empfangstresen eines Cafés mit einem Tablet in der Hand, im Hintergrund Gäste an den Tischen
3D-Broschüren-Mockup des Leitfadens Volle Tische: der Gastro-Marketing-Leitfaden
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Volle Tische: der Gastro-Marketing-Leitfaden

  • Food-Content-System: ein Produktionstag, Material für Wochen
  • Fünf Reels-Rezepte, die in der Gastronomie zuverlässig tragen
  • Google-Profil-Checkliste: Stammdaten, Karte, Fotos, Beiträge
  • Antwort-Bausteine für Bewertungen, von Lob bis unfaire Kritik
  • Website-Basics: Speisekarte, Öffnungszeiten und Weg zum Tisch
  • Aktions-Kalender über zwölf Monate mit Vorlaufzeiten
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