★ Selbst posten oder abgeben
Selbst posten oder abgeben? Die ehrliche Rechnung für Gastrobetriebe

Wir machen das selbst, das kostet ja nichts: Dieser Gedanke steht am Anfang fast jeder Gastro-Kanalgeschichte, und er ist nicht falsch, nur unvollständig. Selbst posten kostet kein Budget, es kostet Zeit, und zwar genau die Zeit, die in einem Lokal am knappsten ist. Diese Story legt die Rechnung offen, ohne Beträge und ohne Stundensätze, dafür mit allen Aufgaben, die tatsächlich anfallen.
Einleitung
Wir machen das selbst, das kostet ja nichts: Dieser Gedanke steht am Anfang fast jeder Gastro-Kanalgeschichte, und er ist nicht falsch, nur unvollständig. Selbst posten kostet kein Budget, es kostet Zeit, und zwar genau die Zeit, die in einem Lokal am knappsten ist. Diese Story legt die Rechnung offen, ohne Beträge und ohne Stundensätze, dafür mit allen Aufgaben, die tatsächlich anfallen.
Alle Zeitangaben auf dieser Seite sind Spannen aus der Erfahrung der MULTIMEDIAFABRIK mit Gastro-Kanälen im Alpenraum. Sie sind keine Messwerte und keine Erhebung, sondern eine Einschätzungshilfe für dein eigenes Jahr. Wie viel Zeit dein Haus wirklich braucht, hängt von Übung, Ausstattung und Anspruch ab.
Was ein Kanal pro Woche wirklich frisst
Ein Kanal ist kein einzelner Handgriff, sondern eine Kette aus sechs Teilaufgaben. Die meisten Betriebe rechnen nur mit der vorletzten und wundern sich später, warum das Ganze nicht durchhält.
| Teilaufgabe | Was dahintersteckt | Aufwand je Woche (Erfahrungswert) |
|---|---|---|
| Ideen und Planung | Themen sammeln, Anlässe im Blick behalten, Reihenfolge festlegen, Absprachen mit Küche und Service | 45 bis 90 Minuten |
| Aufnahme | Gerichte, Zubereitung, Getränke, Gastraum und Team fotografieren oder filmen, meist zwischen zwei Schichten | 60 bis 180 Minuten |
| Auswahl und Schnitt | Material sichten, aussortieren, vertikal schneiden, Ton anpassen, Untertitel setzen | 90 bis 240 Minuten |
| Text | Bildtexte schreiben, Hinweise zu Zeiten und Reservierung ergänzen, Rechtschreibung prüfen | 30 bis 60 Minuten |
| Veröffentlichung | Zeitpunkt wählen, Formate anlegen, Beitrag im Unternehmensprofil nachziehen, Verknüpfungen setzen | 20 bis 45 Minuten |
| Community-Management | Kommentare und Nachrichten beantworten, Reservierungsanfragen weiterleiten, Bewertungen beantworten | 60 bis 150 Minuten |
In Summe sind das mehrere Stunden je Woche, in Aktions- und Eventwochen deutlich mehr. Diese Stunden fallen nicht am Stück an, sondern in Splittern zwischen Bestellungen, Lieferanten und Dienstplan. Genau diese Verteilung macht die Aufgabe anstrengender, als die reine Summe vermuten lässt.

Was in der Hochsaison als erstes liegen bleibt
Wenn es eng wird, verschwindet nicht alles gleichzeitig. Es verschwindet in einer sehr verlässlichen Reihenfolge, und die ist ungünstig, weil oben die Aufgaben stehen, die den Rest tragen.
| Reihenfolge | Was zuerst wegfällt | Wirkung nach zwei bis drei Wochen |
|---|---|---|
| 1 | Ideen und Planung | Es gibt keine Vorschau mehr, ab hier wird improvisiert |
| 2 | Aufnahme | Der Materialvorrat schrumpft, alte Bilder kommen ein zweites Mal |
| 3 | Schnitt | Videos bleiben liegen, übrig bleiben Standbilder |
| 4 | Veröffentlichung | Sichtbare Lücken im Kanal, oft mehrere Wochen am Stück |
| 5 | Community-Management | Nachrichten bleiben offen, darunter echte Reservierungsanfragen |
| 6 | Bewertungsantworten | Öffentliches Schweigen, sichtbar für alle künftigen Gäste |
Der Kanal bricht also immer dann zusammen, wenn Betrieb ist, und Betrieb ist genau der Moment, in dem er die stärkste Wirkung hätte. Wer daraus die richtige Konsequenz zieht, sorgt zuerst für einen Materialvorrat, nicht für mehr Motivation. Wie so ein Vorrat an einem einzigen Drehtag entsteht, beschreibt die Seite Food-Fotografie und Food-Video.
Drei Modelle im Vergleich
Zwischen alles selbst und alles abgeben liegt ein Mittelweg, den viele Betriebe unterschätzen. Er verteilt die Kette dort, wo sie am teuersten ist, und lässt dir die Teile, die Nähe brauchen.
| Modell | Was dein Haus übernimmt | Was von außen kommt | Stärke | Schwäche |
|---|---|---|---|---|
| Alles selbst | die komplette Kette von der Idee bis zur Antwort | nichts | volle Kontrolle, unmittelbare Nähe zum Tagesgeschehen, keine Abstimmungswege | bricht in vollen Wochen zusammen, Qualität schwankt, Bildniveau bleibt beim Handystandard |
| Hybrid: Produktion von außen, Veröffentlichung im Haus | Auswahl, Texte, Veröffentlichung, Community-Management | Foto- und Videoproduktion in Serie, Bildbearbeitung, Formatvorlagen | gutes Bildniveau bei erhaltener Tagesnähe, planbarer Vorrat, moderater Zeitbedarf | Veröffentlichung und Antworten bleiben im Haus und fallen in der Hochsaison trotzdem aus |
| Komplett abgeben | Freigaben, kurze Rückmeldungen, Information bei Änderungen | Planung, Produktion, Schnitt, Texte, Veröffentlichung, Community-Management, Auswertung | läuft auch in der vollen Woche weiter, feste Frequenz, ein Ansprechpartner | braucht Abstimmung und Vertrauen, Spontanes kommt nur ins Netz, wenn dein Haus es meldet |
Für das Hybrid-Modell gibt es einen praktischen Zwischenweg: Dein Haus liefert schnelle Aufnahmen vom Tagesgericht, die redaktionell aufbereitet werden. Wer die Steuerung ganz behalten, aber sauber aufgestellt sein will, findet den passenden Rahmen im Social-Media-Consulting. Wie der laufende Betrieb im abgegebenen Modell organisiert ist, zeigt die Seite Social Media und Reels.

Woran du merkst, dass dein Modell nicht mehr passt
Der Wechsel ist selten eine Entscheidung, meistens ist er überfällig. Diese Zeichen sprechen dafür, die Aufteilung neu zu ziehen.
- Zwischen zwei Beiträgen liegen mehr als zwei Wochen, und das nicht zum ersten Mal
- Dieselben Bilder erscheinen ein zweites oder drittes Mal, weil kein Nachschub da ist
- Nachrichten und Kommentare bleiben tagelang offen, darunter Reservierungsanfragen
- Die letzte Bewertung wurde nie beantwortet, und niemand weiß, wer zuständig wäre
- Der Kanal zeigt Gerichte, die längst von der Karte sind, oder falsche Öffnungszeiten
- Die Aufgabe hängt an einer einzigen Person, und diese Person hat gerade frei oder gekündigt
- Aktionen werden angekündigt, wenn sie schon laufen, statt mit Vorlauf
- Das Bildniveau trägt das Preisniveau der Küche erkennbar nicht mehr
Zwei oder drei dieser Punkte sind normal, fünf und mehr sind ein Systemthema. Dann fehlt nicht der Wille, sondern die Struktur. Was ein Wechsel bedeutet, ordnet die Seite Was kostet Gastronomie-Marketing ein, und der verbindliche Preis entsteht immer als Festpreis-Angebot nach kurzer Bedarfsklärung.
Quick-Reference
- Ein Kanal besteht aus sechs Teilaufgaben, nicht aus dem Posten allein
- Der Aufwand liegt bei mehreren Stunden je Woche, verteilt über viele kleine Fenster
- In der Hochsaison fallen Planung und Aufnahme zuerst weg, danach kippt der Rest
- Der Hybrid-Weg löst das teuerste Stück, die Produktion, und lässt dir die Nähe
- Fünf und mehr Warnzeichen sind kein Motivationsthema, sondern ein Strukturthema
- Auch abgegeben bleibt eine Restaufgabe im Haus: Freigaben, Änderungen, Entscheidungen
Wer die Aufteilung neu sortieren will, beginnt am besten mit der Bestandsaufnahme aus dem Hub Gastronomie-Marketing und entscheidet danach, welches der drei Modelle zum eigenen Jahr passt.


Volle Tische: der Gastro-Marketing-Leitfaden
- Food-Content-System: ein Produktionstag, Material für Wochen
- Fünf Reels-Rezepte, die in der Gastronomie zuverlässig tragen
- Google-Profil-Checkliste: Stammdaten, Karte, Fotos, Beiträge
- Antwort-Bausteine für Bewertungen, von Lob bis unfaire Kritik
- Website-Basics: Speisekarte, Öffnungszeiten und Weg zum Tisch
- Aktions-Kalender über zwölf Monate mit Vorlaufzeiten
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Häufige Fragen
- Was kostet Gastronomie-Marketing im Monat?
- Wie bekomme ich mehr Gäste in mein Restaurant?
- Wie optimiere ich mein Google-Unternehmensprofil?
- Braucht mein Restaurant eine eigene Website oder reicht Instagram?
- Wie oft muss ein Restaurant posten, damit Social Media wirkt?
- Wie antworte ich richtig auf eine negative Bewertung?
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Wir hören zu, denken mit und zeigen dir, was für dein Vorhaben wirklich Sinn ergibt.
