★ Die Legende gehört ins Bild
Die Legende gehört ins Bild: wie eine Allergen-Anzeige sauber gebaut wird

Digital Signage für Gastronomie von der MULTIMEDIAFABRIK baut die Allergen-Legende als festen Bestandteil der Karte, nicht als Nachtrag, der irgendwo danebenliegt. Diese Story geht tiefer als eine einzelne Sub-Page: Sie vergleicht Varianten der Legenden-Platzierung, zeigt richtig und falsch gebaute Playlists nebeneinander und ordnet ein, welche Datenquelle für welchen Betrieb passt.
Der rechtliche Kern ist schnell erzählt: Bei unverpackten Speisen muss die Information über die 14 Allergene unaufgefordert, verfügbar und leicht zugänglich sein. Bei Buchstabencodes muss die Legende so nahe stehen, dass eine zeitgleiche Information möglich ist, mit der Überschrift „Allergeninformation gemäß Codex-Empfehlung” an gut sichtbarer Stelle. Genau dieser eine Satz, zeitgleiche Information, entscheidet über gut oder schlecht gebaute Bildschirmkarten. Die vollständige Einordnung mit allen Fundstellen steht auf Allergene und Pflichtangaben, diese Story konzentriert sich auf den Bau.
Wo die Legende stehen kann: vier Varianten im Vergleich
Für eine rotierende Bildschirmkarte gibt es mehrere technische Wege, die Legende umzusetzen. Sie unterscheiden sich deutlich darin, ob sie die Anforderung der zeitgleichen Information tatsächlich erfüllen.
| Variante | Wie sie funktioniert | Erfüllt die zeitgleiche Information |
|---|---|---|
| Randleiste dauerhaft im Bild | die Legende läuft als schmaler Streifen am Rand mit, während die Karte rotiert | ja, sie ist immer sichtbar |
| Fußzeile dauerhaft im Bild | die Legende steht als feste Zeile unter der Karte | ja, sie ist immer sichtbar |
| Eigene Slide im Wechsel mit der Karte | die Legende erscheint als eigene Ansicht zwischendurch | nein, wer das Gericht sieht, sieht die Legende zu diesem Zeitpunkt nicht |
| Legende nur auf Anfrage am Terminal | die Legende ist über einen zusätzlichen Schritt abrufbar | nein, sie ist nicht unaufgefordert verfügbar |
Von den vier Varianten erfüllen nur die ersten beiden die Anforderung sauber. Eine eigene Slide wirkt auf den ersten Blick wie eine saubere Lösung, weil die Legende ja irgendwann erscheint, verfehlt aber genau den Punkt, um den es geht: Wer gerade das Gericht liest, muss die Legende in diesem Moment sehen können, nicht erst eine halbe Minute später.
Richtig gebaut gegen falsch gebaut
Der Unterschied zwischen einer sauberen und einer riskanten Umsetzung liegt selten in der groben Idee, sondern in Details, die beim ersten Entwurf leicht übersehen werden.
| Merkmal | Falsch gebaut | Richtig gebaut |
|---|---|---|
| Position der Legende | eigene Slide, die man abwarten muss | Randleiste oder Fußzeile, dauerhaft sichtbar |
| Überschrift | fehlt oder unauffällig klein | „Allergeninformation gemäß Codex-Empfehlung”, gut lesbar |
| Schriftgröße der Legende | kleiner als der übrige Karteninhalt | mindestens so gut lesbar wie die Gerichte selbst |
| Zuordnung zum Gericht | Codes ohne erkennbaren Bezug zur Zeile | Codes direkt neben dem jeweiligen Gericht |
| Aktualität | Legende und Karte werden getrennt gepflegt | beide stammen aus demselben Datensatz |
| Kontrast | helle Schrift auf hellem Grund, schwer lesbar | ausreichender Kontrast, auch bei Gegenlicht |
Der wichtigste Punkt in dieser Tabelle ist die Zuordnung zum Gericht. Eine Legende, die technisch sichtbar ist, aber keinen erkennbaren Bezug zur jeweiligen Zeile hat, erfüllt den Buchstaben der Anforderung, ohne dem eigentlichen Zweck zu dienen: dass ein Gast im Moment der Entscheidung weiß, was in seinem Gericht steckt.

Wie eine Playlist die Legende verliert, ohne dass es auffällt
Ein häufiger Fehler entsteht nicht beim ersten Aufbau, sondern erst später, wenn die Playlist wächst. Ein einzelnes neues Motiv, eine Aktion oder ein Saisongruß wird eingefügt, ohne die Randleiste mit der Legende zu übernehmen.
| Schritt im Alltag | Was dabei häufig passiert |
|---|---|
| Neue Aktion wird eingefügt | das Motiv kommt aus einer anderen Vorlage, ohne die feste Randleiste |
| Saisonaler Gruß oder Bild wird ergänzt | die Fläche zeigt kurzzeitig ein reines Bild ohne Legende |
| Kartenwechsel Mittag zu Abend | die Abendkarte übernimmt eine ältere Vorlage ohne aktualisierte Legende |
| Schnelle Korrektur eines Preises | die Korrektur wird direkt im Bild vorgenommen, die Legende bleibt unverändert daneben stehen, obwohl sich das Gericht geändert hat |
Der gemeinsame Nenner all dieser Fälle: Sie entstehen nicht aus Nachlässigkeit, sondern aus Geschwindigkeit. Wer schnell eine neue Aktion einspielen will, denkt zuerst an das Motiv, nicht an die Randleiste. Genau deshalb bauen wir die Legende technisch so, dass sie nicht Teil der einzelnen Slide ist, sondern als eigene Ebene über der gesamten Playlist liegt und bei jeder neuen Slide automatisch mitläuft.
Die Datenquelle: woher die Allergen-Zuordnung kommt
Eine Legende ist nur so verlässlich wie der Datensatz dahinter. Für die Zuordnung von Gericht zu Allergen gibt es im Wesentlichen zwei Wege, mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen.
| Datenquelle | Vorteil | Worauf zu achten ist |
|---|---|---|
| Export aus dem Kassensystem | Zuordnung folgt automatisch, wenn im Kassensystem gepflegt | die Qualität hängt vollständig davon ab, wie sauber im Kassensystem gepflegt wird |
| Eigener, sauber gepflegter Datensatz bei uns | volle Kontrolle über Struktur und Aktualität | eine Änderung im Betrieb muss aktiv weitergegeben werden |
Beide Wege führen zu einer verlässlichen Legende, wenn die Pflege klar zugeordnet ist. Der Fehler, der in der Praxis am häufigsten vorkommt, ist eine dritte, unausgesprochene Variante: Die Küche ändert ein Gericht, ohne dass jemand die Information an die Kartenpflege weitergibt. Das ist kein technisches Problem, sondern ein organisatorisches, und es tritt bei Papier genauso auf wie bei einer Fläche. Der Unterschied liegt darin, dass eine Fläche die Lücke nicht verschweigt, sondern eine veraltete Angabe genauso lange sichtbar zeigt, bis sie korrigiert wird, was den Druck erhöht, die Pflegekette sauber zu halten.

Fünf typische Fehler, die selten aus Absicht entstehen
Über viele Projekte hinweg wiederholen sich dieselben Stolpersteine. Keiner davon ist kompliziert zu vermeiden, wenn er einmal benannt ist.
| Fehler | Warum er passiert | Wie er sich vermeiden lässt |
|---|---|---|
| Legende auf eigener Slide | wirkt beim ersten Entwurf wie eine saubere Lösung | Randleiste oder Fußzeile von Anfang an einplanen |
| Legende zu klein gesetzt | Platz wird zugunsten des Kartenbilds eng gehalten | Mindestgröße für die Legende vor dem Design festlegen |
| Legende und Karte getrennt gepflegt | historisch gewachsen, aus Zeiten der gedruckten Karte | beide aus demselben Datensatz speisen |
| Neue Vorlage ohne Randleiste eingefügt | Geschwindigkeit bei der Erstellung einer Aktion | Legende als feste Ebene über der gesamten Playlist |
| Codex-Überschrift fehlt | wird als selbsterklärend angenommen | Überschrift fest in die Vorlage einbauen, nicht optional lassen |
Dokumentation: was neben der sichtbaren Legende gilt
Die sichtbare Legende auf der Fläche ist die eine Seite. Die zweite, unabhängig davon geltende Pflicht ist die Dokumentation: Die Allergen-Zuordnung ist immer zu dokumentieren, schriftlich oder elektronisch, unabhängig davon, wie sie ausgegeben wird. Für eine Bildschirmkarte bedeutet das, dass der zugrunde liegende Datensatz selbst die Dokumentation sein kann, solange er strukturiert vorliegt und nachvollziehbar ist, wer wann welche Zuordnung geändert hat.
| Anforderung | Wie eine Fläche sie erfüllt |
|---|---|
| Dokumentation unabhängig von der Ausgabeform | der Datensatz hinter der Fläche ist die Dokumentation |
| Nachvollziehbarkeit von Änderungen | Rollen und Rechte zeigen, wer die Karte zuletzt geändert hat |
| Verfügbarkeit bei Kontrolle | der Datensatz lässt sich unabhängig von der laufenden Anzeige einsehen |

Wo unsere Zuständigkeit endet
Wir bauen die Technik so, dass sie eine saubere Lösung trägt. Zwei Dinge sagen wir bewusst nicht, weil sie sich nicht belegen lassen: Weder Verordnung noch Codex nennen ausdrücklich einen Bildschirm, die Zulässigkeit folgt aus der Medienneutralität der Form. Und es gibt keine auffindbare Entscheidung, die einer Bildschirm-Legende bescheinigt, jede denkbare Prüfung automatisch zu bestehen. Die rechtliche Bewertung für deinen Betrieb triffst du mit deiner Rechtsberatung oder der zuständigen Stelle. Wir setzen die Technik so um, dass sie das unterstützt.
Wie der Aufbau in einem Projekt abläuft
| Schritt | Was passiert |
|---|---|
| Datenquelle klären | Export aus dem Kassensystem prüfen oder Datensatz gemeinsam aufbauen |
| Struktur der Karte festlegen | jedes Gericht mit Preis und Allergen-Codes an einer Stelle erfassen |
| Legende als Ebene bauen | Randleiste oder Fußzeile, technisch getrennt von einzelnen Slides |
| Vorlagen für Aktionen anlegen | mit der Legenden-Ebene bereits eingebaut, nicht nachträglich ergänzt |
| Rollen festlegen | wer die Karte pflegt, wer nur die Tagesempfehlung ändert |
| Kontrolle vor dem Livegang | Lesbarkeit, Kontrast und Zuordnung an der tatsächlichen Fläche prüfen |
Wie diese Struktur mit der Preisauszeichnung zusammenspielt, steht auf Preise und Aktionen, und welche Faktoren die Rate im All-in-Abo bewegen, erklärt Was es kostet. Das Gesamtsystem findest du auf Digital Signage für Gastronomie.
Das ePaper Die Karte, die sich selbst umstellt enthält eine vollständige Checkliste für Allergen- und Preisangaben zum Mitnehmen: ePaper anfordern.

Bau deine Legende dort, wo sie zeitgleich wirkt
Wenn deine Allergen-Information heute auf einem eigenen Blatt liegt, das man erst suchen muss, brauchst du keine neue Vorschrift, sondern eine Legende, die mit der Karte mitläuft. Wir strukturieren deinen Datensatz, bauen die Legende als feste Ebene und liefern alles von Display bis Betreuung als Festpreis-Angebot im monatlichen All-in-Abo.

Der Gastro-Guide für Digital Signage
- Welche Fläche welchen Job übernimmt: Eingang, Theke, Gastraum, Terrasse, Take-away und Backoffice
- Die Karte im Tagesbetrieb: Mittag, Abend, Feiertag, Saison und Sprachen ohne Personalaufwand
- Allergen- und Preisangaben als Checkliste, inklusive der Frage, wo die Legende stehen muss
- Der Inhalts-Plan fürs Jahr und die Fehlerliste, warum Bildschirme in Lokalen einschlafen
Das passt dazu
Gratis-ePaper · PDFDer Gastro-Guide für Digital SignageWelche Fläche welchen Job übernimmt: Eingang, Theke, Gastraum, Terrasse, Take-away und BackofficeePaper laden
ProduktProduktseite digital-signage-fuer-gastronomieAlle Funktionen, Technik und Anwendungsfälle im Überblick.Produkt ansehen Im Detail
Aus der Praxis
Wissen & Hintergrund
Häufige Fragen
- Was kostet das für ein Lokal?
- Darf die Allergen-Information auf dem Bildschirm stehen?
- Muss das Preisverzeichnis draußen bleiben?
- Was passiert bei Internet-Ausfall?
- Ist der Bildschirm auf der Terrasse lesbar?
- Kann ich die Karte aus dem Kassensystem übernehmen?
- Wer pflegt die Inhalte?
- Kann ich vorhandene Bildschirme weiterverwenden?
