◆ Lesbar auch mit schwacher Sehkraft

Anwendungsfall

Barrierefreiheit: Wie eine Gemeinde ihre Fläche auch für schwächere Augen lesbar machte

Foyer eines Gemeindeamts mit Informationsdisplay bei Tageslicht

Digital Signage für Gemeinden von der MULTIMEDIAFABRIK plant jede Fläche nach einer Standortanalyse mit Lichtmessung, bevor Display, Player und Inhalte geliefert werden. Dieser Fall stammt aus einem Gemeindeamt im Rheintal, betreut vom Inhouse-Team im Bodensee- und Alpenraum.

Ausgangssituation

Es handelt sich um eine typische Ausgangslage aus der Bedarfsanalyse der MULTIMEDIAFABRIK, keine Schilderung eines einzelnen realen Kundenprojekts. Am Gemeindeamt stand eine Bildschirmfläche, die von der Bauweise her passte, deren Inhalte aber für viele Ältere kaum zu lesen waren: kleine Schrift, viel Text auf einmal, schwacher Kontrast zwischen Schrift und Hintergrund. Wer nicht direkt davorstand, sah nur bewegte Flächen ohne erkennbaren Inhalt.

Was heute passiertWas daraus folgt
Schrift zu klein für die tatsächliche Lesedistanzwer nicht nah herangeht, liest gar nichts
Schwacher Kontrast zwischen Text und HintergrundMenschen mit schwacher Sehkraft lesen die Fläche gar nicht erst
Viel Text auf einmaldie Fläche wird als unübersichtlich wahrgenommen und ignoriert

Das eigentliche Problem lag nicht in der Technik, sondern in der Gestaltung: Eine Fläche, die niemand lesen kann, hat denselben Effekt wie kein Bildschirm.

Was sich die Gemeinde wünschte

Wir wollen, dass unsere Fläche auch für ältere Leute und für Menschen mit schwächeren Augen wirklich lesbar ist, nicht nur für jemanden, der direkt davorsteht und gute Augen hat.
Gemeindeamt im Alpenraum im Abendlicht mit freistehender Outdoor-Stele davor

Warum Digital Signage die Lösung war

Schriftgröße nach Lesedistanz:
Die Vorlagen sind für den tatsächlichen Abstand ausgelegt, nicht für die Bildschirmgröße allein.
Starker Kontrast:
Text und Hintergrund werden so gewählt, dass sie auch bei schwächerer Sehkraft klar getrennt bleiben.
Geräteklasse gegen Gegenlicht:
Wo die Fläche gegen Fensterlicht steht, sorgt eine hellere Klasse dafür, dass Kontrast erhalten bleibt.
Weniger auf einmal:
Wenige Aussagen im Wechsel statt einer vollen Fläche auf einen Blick.

Umsetzung

FlächeStandortGeräteklasseGestaltung
1Gemeindeamt FoyerHigh-Bright, 500 cd/m² gegen Gegenlichtgroße Schrift, hoher Kontrast, maximal wenige Aussagen je Ansicht

Vor der Montage wurde die tatsächliche Lesedistanz gemessen, nicht angenommen: Wo bleiben Menschen stehen, wie weit ist der nächste und der am weitesten entfernte Sitz- oder Stehplatz. Die Schriftgröße wurde nach dem entferntesten Punkt ausgelegt, nicht nach dem nächsten.

Doppelseitige Stele auf einem belebten Dorfplatz am Frühabend

Output

  • größere, kontraststarke Schrift, ausgelegt nach der tatsächlichen Lesedistanz
  • weniger Inhalt je Ansicht, im Wechsel statt auf einen Blick
  • eine Geräteklasse, die auch bei Gegenlicht lesbar bleibt
  • eine Fläche, die von mehr Menschen tatsächlich genutzt wird

Ergebnis

Die Fläche bleibt aus der üblichen Lesedistanz gut lesbar · Kontrast und Schriftgröße wurden vor der Montage geprüft · deutlich weniger Rückfragen wegen zu kleiner Schrift

BereichVorherNachher
Lesbarkeit aus der Distanznur direkt davoraus der üblichen Lesedistanz im Foyer
Kontrastschwachdeutlich, für schwächere Augen geeignet
Textmenge je Ansichtviel auf einmalwenige Aussagen im Wechsel
Überfüllter Amtstafel-Glaskasten neben derselben Fassade am Abend mit einer Person am Handy

Was sich daraus ableiten lässt

ErkenntnisWas daraus folgt
Lesedistanz vor BildschirmgrößeEin großes Display mit kleiner Schrift bringt weniger als ein kleines mit passender Schrift
Kontrast ist kein Design-DetailFür Menschen mit schwacher Sehkraft entscheidet er, ob die Fläche überhaupt lesbar ist
Weniger auf einmal ist mehr ZugangEine überfüllte Fläche schließt genau die Menschen aus, die sie erreichen soll

Salzburg schreibt in seiner Amtstafel-Regelung ausdrücklich vor, blinden und hochgradig sehbehinderten Personen den Inhalt von Anordnungen auf Verlangen zugänglich zu machen. Das zeigt, wie ernst der Gesetzgeber Zugänglichkeit bei amtlichen Inhalten nimmt, unabhängig davon, wie deine Gemeinde die eigene Bürgerinformation gestaltet. Die rechtliche Bewertung für deinen Betrieb triffst du mit deiner Rechtsberatung oder der zuständigen Stelle. Wir setzen die Technik so um, dass sie das unterstützt.

Wie Zugänglichkeit rund um die Uhr und Bedienbarkeit im Freien im Detail geplant werden, steht auf Lesbarkeit und Zugang. Welche Geräteklasse an welchen Standort gehört, erklärt Standorte in der Gemeinde.

Mach deine Fläche für alle lesbar

Wenn eure Fläche zwar läuft, aber nur aus der Nähe zu lesen ist, fehlt keine neue Technik, sondern eine Gestaltung nach der tatsächlichen Lesedistanz. Wir messen das Licht, planen Schrift und Kontrast mit dir und liefern alles von Display bis Betreuung als Festpreis-Angebot nach der Standortanalyse.

Robustes Display mit Einsatzplan-Anmutung im Aufenthaltsraum eines Gemeindebauhofs
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  • Was digital darf und was nicht: zwei Kundmachungsregime, fünf Bundesländer, ein klarer Grundsatz
  • Welcher Standort welchen Job übernimmt: Gemeindeamt außen und innen, Bauhof, Halle, Ortszentrum
  • Außenbetrieb und Robustheit: warum Geräteklasse, Schutzart und Schutz gegen Beschädigung zusammengehören
  • Bedienung durch mehrere Ämter: Rollen, Freigaben und ein Inhalts-Plan, der übers Jahr trägt
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