? Wer plant die Raumakustik, und was sagt die DIN 18041?
Wer plant die Raumakustik, und was sagt die DIN 18041?
Die MULTIMEDIAFABRIK plant die Raumakustik selbst und liefert die Akustikelemente dazu, von Absorbern über Deckensegel bis zu bedruckten Paneelen. Die maßgebliche Norm ist die DIN 18041, in Österreich ergänzt durch die ÖNORM B 8115. Damit fällt die Schnittstelle weg, an der Beschallung und Akustik sonst getrennt vergeben werden.
Die DIN 18041 unterscheidet zwei Raumgruppen. Raumgruppe A umfasst Räume, in denen über größere Entfernung kommuniziert wird, und gibt Nachhallzeit-Sollwerte in Abhängigkeit vom Raumvolumen vor. Raumgruppe B umfasst Räume mit Kommunikation über kurze Entfernung und arbeitet mit Orientierungswerten für das Verhältnis von Absorptionsfläche zu Raumvolumen.
| Nutzung | Formel für die Soll-Nachhallzeit |
|---|---|
| A2, Sprache und Vortrag | 0,37 x lg(V) - 0,14 s |
| A3, Unterricht und Kommunikation | 0,32 x lg(V) - 0,17 s |
In den Formeln steht V für das Raumvolumen in Kubikmetern. Das erklärt eine Eigenheit, die im Entwurf oft überrascht: Der zulässige Nachhall wächst mit dem Volumen nur langsam, weil er logarithmisch skaliert. Ein doppelt so großer Raum darf also nicht doppelt so lange nachhallen, sondern braucht überproportional mehr Absorptionsfläche.
Für Arbeitsstätten gilt zusätzlich die ASR A3.7 mit klaren Obergrenzen: Callcenter maximal 0,5 s, Großraumbüro maximal 0,6 s, Ein- und Zweipersonenbüro maximal 0,8 s. In Österreich regelt die ÖNORM B 8115 Schallschutz und Raumakustik im Hochbau einschließlich der Schallschutzklassen.
Der typische Konflikt entsteht bei modernen Materialkonzepten: Glas, Sichtbeton, Naturstein und offene Grundrisse erzeugen lange Nachhallzeiten, Fokussierungen und Flatterechos. Gegenmittel sind Akustikdecken, Wandabsorber, Textilien, Holzlamellen und eine akustische Zonierung, und alle vier lassen sich gestalterisch führen, wenn sie im Materialkonzept mitgeplant werden statt nachträglich montiert.
Der praktische Ablauf: Zielwert je Raumtyp festlegen, Absorptionsbedarf rechnerisch bestimmen, Flächen im Materialkonzept verorten, nach der Fertigstellung messen und dokumentieren. Damit hast du bei der Abnahme einen Nachweis statt einer Diskussion.
Mehr zur Planung und zu den Elementen findest du unter Akustik und Schallschutz.

Medientechnik im Bauprojekt: Leitfaden für Architekten
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- Licht, Bild, Ton und Akustik als vier Ebenen im Entwurf
- Die LED-Wand als Bauteil: Statik, Brandschutz, Wartungszugang
- Raumakustik nach DIN 18041 und die Schnittstelle zum Elektroplaner
- Barrierefreiheit nach BFSG und BaFG, inklusive induktiver Höranlage
- Kosten-Logik und Festpreis-Pakete der Fachplanung
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