Frequenz in der Innenstadt messen: Wie das Stadtmarketing Bregenz die Besucherzählung mit KI-Kamera einführt

Die Besucherzählung mit KI-Kamera der MULTIMEDIAFABRIK zählt mit KI-Kameras, wie viele Menschen eine festgelegte Linie überschreiten, und gibt nur Zahlen weiter. In Bregenz installieren wir sie gerade für die Bregenz Tourismus & Stadtmarketing GmbH. Diese Story erzählt, wie die Standorte ausgewählt wurden, welche Technik dort hinkommt und was das Dashboard am Ende zeigen soll.
Messergebnisse stehen hier bewusst noch nicht. Die Installation läuft, die ersten Wochen sind Einrichtung und Feinarbeit. Zahlen veröffentlichen wir erst, wenn eine aussagekräftige Strecke vorliegt und das Stadtmarketing sie freigibt.
Die Ausgangslage: viel Programm, wenig Zahlen
Bregenz hat eine Innenstadt mit Fußgängerzone, eine Promenade am Bodensee und über das Jahr viele Termine: Märkte, Feste, Aktionen im Handel, dazu die Gäste der Festspiele im Sommer. Das Stadtmarketing Bregenz unter Geschäftsführer Mag. Robert S. Salant organisiert und bewirbt vieles davon.
Eine Frage kommt dabei immer wieder. Wie viele Menschen sind tatsächlich in der Stadt, und was bewirkt eine Aktion? Nächtigungen sind über die Statistik bekannt. Tagesgäste aus Vorarlberg, aus dem Allgäu, aus der Ostschweiz und aus Lindau sind es nicht. Wer an einem Samstag zum Einkaufen über die Grenze kommt, hinterlässt keine Spur in einer Tabelle.
Eine Antwort darauf liefert nur eine Messung an festen Punkten und über lange Zeit. Dafür installieren wir die Besucherzählung mit KI-Kamera. An der Installation in Bregenz entwickeln wir das Produkt weiter.
Welche Fragen das Dashboard beantworten soll
Vier Fragen bestimmen, welche Ansichten das Dashboard haben soll.
| Frage | Was das Dashboard dafür zeigen soll |
|---|---|
| Wie viele Menschen sind an einem Tag in der Innenstadt und an der Promenade? | Zählwerte je Viertelstunde, Stunde und Tag, getrennt nach Standort |
| Bringt ein Markt oder eine Aktion zusätzliche Frequenz? | Vergleich eines Aktionstags mit einem vergleichbaren Tag ohne Aktion |
| Warum war ein Tag voll oder leer? | Wetter, Feiertage, Schulferien und Veranstaltungen neben der Kurve |
| Was kommt in den Bericht für Gremien und Partner? | Monatsbericht und CSV-Export |
Die dritte Frage ist für die Auswertung zentral. Eine Frequenzkurve allein sagt wenig, wenn nicht klar ist, was an dem Tag sonst los war. Hat es geregnet? War Feiertag? Lief in der Nachbarstadt ein großes Fest?

Zwei Standorte, zwei Aufgaben
Für den Start wurden zwei Orte ausgewählt, die sehr unterschiedlich sind. Die Rathausstraße ist eine Einkaufsstraße mit Geschäften, Gastronomie und Bäumen. Die Promenade beim Fischersteg liegt am See, offen, ohne Fassade in der Nähe.
| Rathausstraße | Promenade beim Fischersteg | |
|---|---|---|
| Art des Ortes | Einkaufsstraße in der Innenstadt | Seepromenade, Spazierweg |
| Was dort gemessen wird | Passanten in der Einkaufsstraße | Spaziergänger und Ausflügler am See |
| Zahl der Kameras | zwei | eine |
| Montage | fest an der Fassade | mobil in einem Mastgehäuse |
| Anbindung | Netzwerk aus dem Gebäude | WLAN, LTE als Option |
| Besonderheit | Bäume verdecken einen Teil der Sicht | kein Gebäude für eine Wandmontage |
Rathausstraße: zwei Kameras wegen der Bäume
In der Rathausstraße stand schnell fest, dass eine Kamera nicht reicht. Die Bäume in der Straße sind schön für die Gäste und schlecht für die Sicht. Aus einem flachen Winkel hätte eine einzelne Kamera einen Teil der Passanten hinter Laub und Ästen verloren.
Die Lösung sind zwei Kameras mit klar getrennten Bereichen. Die erste schaut von oben auf den Abschnitt vom Haus bis etwa zum ersten Drittel der Straße. Die zweite übernimmt den Rest. So hat jede Kamera einen freien Blick auf ihren Abschnitt, und keine Person wird von einem Baum verdeckt.
Für das Dashboard heißt das: Die Werte beider Kameras laufen zusammen, die Ansicht zeigt aber auf Wunsch auch jeden Abschnitt einzeln.
Promenade beim Fischersteg: mobil am Mast
An der Promenade gibt es keine Fassade, an der eine Kamera hängen könnte. Dort kommt die Kamera mobil in ein Mastgehäuse. Das Gehäuse schützt Kamera und Technik vor Wetter und Spritzwasser.
Die Daten gehen per WLAN ins Netz. Als Option ist eine LTE-Anbindung vorgesehen, falls das WLAN an dieser Stelle nicht stabil genug ist oder der Standort später wandert. Kameras mit LTE baut die Medientechnik der MULTIMEDIAFABRIK selbst, sie sind fester Teil des Programms.
Die mobile Bauweise hat einen zweiten Vorteil. Zeigt sich nach einigen Wochen, dass ein Punkt weiter vorne am Steg mehr aussagt, zieht die Kamera um. Eine feste Installation an einem Laternenmast ist dann ein späterer Schritt.
Die Technik hinter der Zählung
Beide Standorte arbeiten mit professionellen Netzwerkkameras, die mit KI direkt in der Kamera zählen. Die MULTIMEDIAFABRIK hat für jeden Standort die passende Kamera gewählt, montiert und eingerichtet.
Die Zählung selbst läuft in der Kamera. Die Kamera erkennt, dass eine Person eine gedachte Linie überschreitet, und zählt sie getrennt nach Richtung, ein und aus. Das Dashboard holt diese Zählwerte über die Schnittstelle ab.
| Baustein | Was er in Bregenz tut |
|---|---|
| KI-Kamera | erkennt Personen, zählt sie an einer Linie je Richtung |
| Zähllinien | quer über die Straße und den Weg gelegt, für jede Kamera eigene Linie |
| Übertragung | Netzwerk in der Rathausstraße, WLAN an der Promenade |
| Dashboard | eigener Server in Europa, eigene Ansicht für das Stadtmarketing |
| KI-Zusatzauswertung | Option für später, etwa um Rad und Fuß an der Promenade zu trennen |
Die Kamera im Haus der MULTIMEDIAFABRIK in Koblach arbeitet nach demselben Prinzip. Bei unseren Zählungen dort stimmte jede Zahl. Für Bregenz gilt trotzdem: Jeder Ort ist anders, deshalb wurden Montagehöhe und Blickwinkel dort neu geplant.

Datenschutz in der Fußgängerzone
Eine Kamera in einer belebten Einkaufsstraße wirft Fragen auf. Die Antwort ist in Bregenz dieselbe wie in jedem Projekt der MULTIMEDIAFABRIK.
| Thema | Umsetzung |
|---|---|
| Gesichtserkennung | gibt es nicht |
| Wiedererkennung von Personen | gibt es nicht |
| Bildspeicherung | keine, übertragen werden nur Zahlen |
| Daten im Dashboard | Zählwerte je Zeitabschnitt |
| Hosting | eigener Server je Kunde, in Europa |
Die Besucherzählung ist DSGVO-konform, weil nur Zahlen übertragen werden, keine Gesichter und keine personenbezogenen Daten. Die Informationspflicht gegenüber Passanten bleibt beim Betreiber, also beim Stadtmarketing. Die MULTIMEDIAFABRIK liefert die technische Beschreibung dazu.
Wetter und Feiertage neben der Kurve
Neben der Kamera geht es vor allem um die Einflussgrößen. Eine Kurve mit einem Einbruch am Dienstag ist nur dann nützlich, wenn man sieht, dass es an diesem Dienstag den ganzen Tag geregnet hat.
Deshalb soll das Dashboard Wetter und andere Einflussgrößen direkt neben die Frequenz legen. Das ist Teil des Pakets PRO und wird mit dem Projekt in Bregenz weiterentwickelt.
| Einflussgröße | Warum sie für Bregenz wichtig ist |
|---|---|
| Wetter | Sonne an der Promenade, Regen in der Einkaufsstraße, beides verschiebt die Frequenz |
| Feiertage in Österreich | geschlossene Geschäfte, mehr Spaziergänger am See |
| Feiertage in Deutschland und der Schweiz | Einkaufsgäste aus den Nachbarländern |
| Schulferien | Familien und Ausflügler, unterschiedlich je Bundesland und Land |
| Veranstaltungen und Markttage | Wochenmarkt, Feste, Festspiele |
Ein Beispiel sind die Feiertage. Gilt ein Feiertag nur in Deutschland, sind dort die Geschäfte zu, und viele fahren zum Einkaufen nach Bregenz. In der Kurve sieht so ein Tag aus wie ein Ausreißer. Steht der Feiertag daneben, ist er erklärt.
Für die Daten nutzt das Dashboard offene Quellen. Das Wetter kommt von GeoSphere Austria, Feiertage und Schulferien aus offenen Datenquellen. Veranstaltungen und Markttage sollen per KI automatisch aus Internetquellen übernommen werden, zum Beispiel aus regionalen Tourismus-Kalendern oder von der Webseite der Stadt. Das Stadtmarketing kann ergänzen, was dort fehlt. Diese Funktion entsteht gerade mit der Installation in Bregenz.

Was das Dashboard zeigen soll
Ein Teil der Ansichten läuft bereits im Haus der MULTIMEDIAFABRIK in Koblach. Ein anderer Teil wird für Bregenz gebaut.
| Ansicht | Stand |
|---|---|
| Verlauf je Viertelstunde, Stunde und Tag | in Koblach umgesetzt |
| Vergleich mit der Vorperiode | in Koblach umgesetzt |
| Spitzenstunden und Wochentag-Vergleich | in Koblach umgesetzt |
| Großanzeige „Besucher heute“ | in Koblach umgesetzt |
| CSV-Export | in Koblach umgesetzt |
| Monatsbericht | im Dashboard einstellbar |
| Mehrere Standorte in einer Ansicht | für Bregenz in Arbeit |
| Wetter, Feiertage, Ferien, Veranstaltungen neben der Kurve (PRO) | für Bregenz in Arbeit |
| Zeit-Heatmap Wochentag mal Stunde (PRO) | für Bregenz in Arbeit |
Ein Grundsatz gilt für alle Ansichten. Lücken in den Daten zählt das Dashboard nie als null. Fällt an einem Tag die Verbindung aus, wird der Zeitraum markiert, statt eine falsche Delle in die Kurve zu zeichnen.
Wie es weitergeht
Die Installation in Bregenz läuft. In den nächsten Wochen entsteht dort Videomaterial für die Vorstellung des Produkts. Parallel zeigen wir im Haus der MULTIMEDIAFABRIK in Koblach eine Vorführung, dort siehst du Zählung und Dashboard live.
| Schritt | Inhalt |
|---|---|
| Einrichtung | Zähllinien und Blickwinkel in der Rathausstraße und am Fischersteg feinjustieren |
| Datensammlung | einige Wochen Zählwerte an beiden Standorten |
| Dashboard | Einflussgrößen und Standort-Vergleich für Bregenz ergänzen |
| Auswertung | erste Vergleiche gemeinsam mit dem Stadtmarketing ansehen |
| Veröffentlichung | Ergebnisse erst nach Freigabe durch das Stadtmarketing |

Was andere Städte daraus mitnehmen können
Bregenz zeigt, dass jede Stadt ihre eigenen Standorte braucht. Eine Einkaufsstraße mit Bäumen verlangt eine andere Lösung als eine offene Promenade. Drei Punkte lassen sich trotzdem übertragen.
- Mit wenigen Standorten anfangen, die eine klare Frage beantworten. In Bregenz sind es Einkaufsstraße und Promenade.
- Montage und Anbindung je Ort planen. Fassade mit Netzwerk ist einfacher, Mast mit WLAN oder LTE ist beweglicher.
- Die Einflussgrößen von Anfang an mitdenken. Erst Wetter, Feiertage und Veranstaltungen machen aus einer Kurve eine Erklärung.
Für Gemeinden und Stadtmarketing-Organisationen im Bodenseeraum, in Tirol, in der Ostschweiz und im Allgäu ist der Weg derselbe: Erstgespräch, Begehung, Konzept, Montage, Dashboard. Mehr zum Produkt steht im Hub Besucherzählung mit KI-Kamera, die Anwendung im Stadtmarketing beschreibt der Anwendungsfall Aktionen messen.

Wissen, wie viele kommen, und warum
- Warum ein Gefühl für die Frequenz nicht für Entscheidungen reicht
- Zählen in der Kamera, dazu die KI-Zusatzauswertung
- Wie das Dashboard erklärt, warum ein Tag voll war
- Datenschutz und der Weg bis zur ersten Zahl
Das passt dazu
Gratis-ePaper · PDFWissen, wie viele kommen, und warumWarum ein Gefühl für die Frequenz nicht für Entscheidungen reichtePaper laden
ProduktseiteBesucherzählung mit KI-KameraDie Pakete BASIC, SMART und PRO, der Ablauf von der Montage bis zum Dashboard und die Anfrage auf einer Seite.Zur Produktseite Im Detail
Aus der Praxis
- Aktionen messenFrequenzzählung für das Stadtmarketing
- Andrang früh erkennenFrequenzzählung für Bergbahnen
- Auslastung planenFrequenzzählung im Hotel
- Besucher je StundeFrequenzzählung für Events und Märkte
- FördernachweisFrequenzzählung für Tourismusverbände
- Öffnungszeiten planenFrequenzzählung für Museen
- Personal nach WetterFrequenzzählung für die Gastronomie
Wissen & Hintergrund
Häufige Fragen
- Was kostet eine Besucherzählung mit KI-Kamera?
- Ist eine Besucherzählung mit Kamera DSGVO-konform?
- Wie genau zählt die KI-Kamera?
- Welche Kamera für die Besucherzählung?
- Zählkamera: Montage, Strom, WLAN und LTE
- Wetter und Feiertage im Zähl-Dashboard
- Wo liegen die Daten der Besucherzählung?
- Besucherzählung: BASIC, SMART und PRO im Vergleich
