Story

Aus jeder Perspektive zählen: Kameras an Wand, Mast, Decke und mobil

Besucherzählung mit KI-Kamera: Techniker mit Helm und Auffanggurt schraubt von einer Arbeitsbühne aus eine weiße Bullet-Kamera an eine Holzfassade (MULTIMEDIAFABRIK, Koblach, Vorarlberg)

Die Besucherzählung mit KI-Kamera der MULTIMEDIAFABRIK arbeitet mit professionellen Netzwerkkameras, die mit KI selbst erkennen, wer eine festgelegte Linie überschreitet, und nur Zahlen weitergeben. Welche Kamera an welchem Ort hängt, entscheidet sich je Standort. Diese Story vergleicht die Kameraarten, die Montagearten und die Wege, auf denen die Zahlen ins Dashboard kommen.

Die Auswahl an Kameratypen ist groß, vom kleinen Modell für eine Tür bis zur Kamera, die von oben einen ganzen Platz überblickt. Deshalb finden wir für fast jeden Ort eine passende Perspektive. Wir wählen die Kamera, montieren sie und richten sie ein.

Warum die Perspektive über die Zählung entscheidet

Eine Zählkamera muss jede Person sehen, die eine Linie überschreitet. Das klingt einfach. Vor Ort stehen oft Bäume im Weg, Menschen gehen in Gruppen, und ein Vordach wirft Schatten.

Drei Fragen bestimmen deshalb die Wahl der Kamera:

FrageWarum sie wichtig ist
Wie breit ist der Bereich?Eine schmale Tür braucht ein anderes Objektiv als eine Einkaufsstraße
Von wo aus kann die Kamera schauen?Von oben verdecken sich Personen weniger als von der Seite
Wie sind Licht und Wetter?Außen braucht es Schutz vor Nässe und Kälte, oft auch Infrarot für die Dämmerung

Die Antwort darauf ergibt sich bei der Begehung. Erst danach steht fest, welche Kamera es wird und wo sie hängt.

Die Kameraarten im Vergleich

Zur Wahl stehen Bullet, Panorama und 360 Grad, Dome, PTZ, Kompakt und Thermal. Für die Besucherzählung haben diese Bauformen unterschiedliche Stärken.

KameraartBauformStärke beim ZählenTypischer Ort
Bullet-Kameralänglich, oft mit Zoomblickt gezielt auf einen Abschnitt, auch aus größerer EntfernungEinkaufsstraße, Promenade, Weg
Panorama- und 360-Grad-Kameraflach, mit Rundumsichtüberblickt von oben eine ganze FlächePlatz, Kreuzung, Foyer
Dome-KameraKuppel, unauffälligsitzt an der Decke, schaut senkrecht nach untenEingang, Innenraum
PTZ-Kameraschwenk- und zoombardeckt große Gelände abFestgelände, große Plätze
Thermalkameramisst Wärme statt Bildzeigt Umrisse, keine GesichterOrte mit wenig Licht, Eignung je Projekt geprüft
Kompaktkameraklein und leichtpasst in enge DurchgängeTür, Schalter, schmaler Gang

Die Kameras zählen selbst. Die Zählfunktion ist auf passenden Modellen vorinstalliert. Sie zählt Personen und Fahrzeuge, die eine virtuelle Linie in eine Richtung überschreiten, und läuft in der Kamera ohne zusätzliche Hardware.

Zwei Beispiele

Zwei Kameras zeigen die Spannweite. Die Werte stammen von den Produktseiten des Herstellers.

Bullet-Kamera mit Zoom360-Grad-Kamera
Auflösung1920 × 1080 Pixelbis 3536 × 3536 Pixel (12 MP)
Bilder pro Sekundebis 60bis 60
BlickfeldZoomobjektiv 3,1 bis 9,0 mm185° × 185°, je nach Montage 180° oder 360°
Infrarotbis 50 mim Projekt zu prüfen
SchutzartIP66, IP67, IK10IP66, IK10
Temperaturminus 40 bis plus 60 °Cminus 40 bis plus 50 °C
Zählung in der Kameravorinstalliertim Projekt zu prüfen
Typischer EinsatzStraße, Promenade, WegPlatz, Kreuzung, Fläche von oben

Die Bullet-Kamera ist die Kamera im Haus der MULTIMEDIAFABRIK in Koblach. Sie hängt dort am Empfang und zählt ein und aus auf derselben Linie. Bei unseren Zählungen im eigenen Haus stimmte jede Zahl.

Besucherzählung mit KI-Kamera: Belebte Fußgängerzone einer Alpenstadt am See, rechts eine kleine weiße Bullet-Kamera an der Steinfassade (MULTIMEDIAFABRIK, Koblach, Vorarlberg)

Montage: Wand, Mast, Decke, Ecke und mobil

Die Kamera ist nur so gut wie der Punkt, an dem sie hängt. Die Medientechnik der MULTIMEDIAFABRIK montiert an fünf Arten von Orten.

MontageartVorteilWorauf zu achten istPassende Kameraart
Wand oder Fassadestabil, Strom und Netz oft in der NäheZustimmung des Hauseigentümers, Blickwinkel über Markisen und BäumeBullet, Kompakt
Mast oder Laternefrei stehend, auch ohne GebäudeFreigabe durch den Eigentümer, Gehäuse für die TechnikBullet, 360 Grad
Deckesenkrechter Blick, kaum VerdeckungRaumhöhe, KabelwegDome, 360 Grad, Kompakt
Gebäudeeckezwei Richtungen von einem Punkt ausAbstand zur Ecke, WetterseiteBullet, Panorama
mobil im Gehäuseschnell auf- und abgebaut, Standort wechselbarStandfestigkeit, Diebstahlschutz, Strom vor OrtBullet, 360 Grad

Ein Beispiel: zwei Kameras statt einer

Manchmal reicht eine Kamera nicht. In der Rathausstraße in Bregenz verdecken Bäume einen Teil der Sicht. Dort planen wir zwei Kameras: Die erste schaut von oben auf den Abschnitt vom Haus bis etwa zum ersten Drittel der Straße, die zweite übernimmt den Rest.

An der Promenade beim Fischersteg gibt es dagegen kein Gebäude in der Nähe. Dort kommt die Kamera mobil in ein Mastgehäuse. Mehr dazu erzählt die Story Frequenz in der Innenstadt messen.

Übertragung: Kabel, WLAN oder LTE

Die Kamera zählt selbst. Ins Dashboard kommen die Zahlen über eine Netzwerkverbindung. Welche das ist, hängt davon ab, was am Montagepunkt vorhanden ist.

AnbindungWas sie brauchtStärkeGrenze
Netzwerkkabel mit PoEKabelweg ins GebäudeStrom und Daten über ein Kabel, sehr stabilnur, wo ein Kabel hinkommt
WLANStrom am Montagepunkt, WLAN aus einem nahen Gebäudekein Kabel ins Haus nötigReichweite und Störungen prüfen
LTEStrom am Montagepunkt, Mobilfunkempfangfunktioniert fern von GebäudenEmpfang vor Ort messen

Kameras mit LTE-Anbindung baut die Medientechnik der MULTIMEDIAFABRIK selbst. Sie sind fester Teil des Programms und kommen dort zum Einsatz, wo weder Kabel noch WLAN hinreichen: am Badestrand, an einer Talstation oder auf einem Festgelände.

Fällt eine Verbindung aus, gehen keine Zahlen verloren. Bei unserer Kamera im Haus reicht die Zählhistorie rund 35 Tage zurück, abrufbar in Schritten von 15 Minuten, einer Stunde oder einem Tag. Das Dashboard holt die fehlenden Werte nach. Lücken, die bleiben, werden markiert und nie als null gezählt.

Besucherzählung mit KI-Kamera: Weiße Bullet-Kamera an einem Mast über einer Seepromenade, darunter ein Paar mit Kinderwagen, ein Radfahrer und Spaziergänger (MULTIMEDIAFABRIK, Koblach, Vorarlberg)

Zwei Wege der Auswertung

Hinter der Kamera gibt es zwei Lösungen. Beide nutzen dieselbe Kamera.

Lösung A: Zählung in der KameraLösung B: KI-Zusatzauswertung
Wo sie läuftin der Kameraauf einem Rechner im Netz des Kunden
Was sie zähltPersonen über eine Linie, ein und ausBelegung von Flächen, Rad und Fuß getrennt
Paketab BASICab SMART
Was übertragen wirdnur Zahlennur Zahlen

Für die meisten Standorte reicht Lösung A. Die KI-Zusatzauswertung kommt dazu, wenn eine Fläche überwacht werden soll, etwa der Wartebereich vor einer Talstation, oder wenn eine Gemeinde Radfahrer und Fußgänger getrennt braucht.

Datenschutz je Perspektive

Je nach Ort sehen Passanten eine Kamera unterschiedlich. Eine Kamera an der Decke eines Museums fällt kaum auf, eine am Mast an der Promenade schon. Am Datenschutz ändert das nichts.

ThemaGilt für alle Kameraarten und Montagearten
Gesichtserkennunggibt es nicht
Wiedererkennung von Personengibt es nicht, auch nicht über mehrere Kameras
Kennzeichenwerden nicht erfasst
Bildspeicherungkeine, übertragen und gespeichert werden nur Zahlen
Hosting des Dashboardseigener Server je Kunde, in Europa

Die Besucherzählung ist DSGVO-konform, weil nur Zahlen übertragen werden, keine Gesichter und keine personenbezogenen Daten. Viele Kameras können Personen zusätzlich schon in der Kamera maskieren. Ob das an einem Ort sinnvoll ist, klären wir im Projekt.

Die Perspektive hilft auch hier. Eine Kamera, die senkrecht von oben schaut, sieht Köpfe und Schultern, kaum Gesichter. Deshalb planen wir in Innenräumen gern mit Dome- oder 360-Grad-Kameras an der Decke.

Besucherzählung mit KI-Kamera: Frau am Laptop vor einem Wandbildschirm mit abstrakten Kurven und Balken eines Frequenz-Dashboards (MULTIMEDIAFABRIK, Koblach, Vorarlberg)

Welche Kamera für welchen Ort

Die folgende Tabelle fasst typische Kombinationen zusammen. Sie ersetzt keine Begehung, zeigt aber, wo die Planung meist beginnt.

OrtKameraartMontageAnbindungPaket
EinkaufsstraßeBullet, bei Bäumen zwei KamerasFassadeNetzwerkkabelBASIC oder PRO
SeepromenadeBulletMast, mobil im GehäuseWLAN oder LTEBASIC bis PRO
Platz oder Kreuzung360 GradMast oder GebäudeeckeNetzwerkkabel oder WLANSMART oder PRO
MuseumseingangDome oder KompaktDeckeNetzwerkkabelBASIC
Hotel-Wellness, EingangKompaktDecke vor dem EingangNetzwerkkabelSMART
Talstation einer BergbahnBullet oder 360 GradVordach, MastNetzwerkkabel oder LTESMART
Festgelände oder MarktBulletmobil im GehäuseLTESMART oder PRO

Von der Begehung bis zur ersten Zahl

Der Weg ist bei allen Kameraarten derselbe. Kamera, Montage, Einrichtung und Dashboard sind in jedem Paket enthalten.

SchrittInhalt
ErstgesprächWas soll gezählt werden, wo und wozu
BegehungMontagepunkt, Höhe, Blickwinkel, Strom, Netz, Eigentümer
Konzeptpassende Kameraart, Lösung A oder A mit B, Festpreis-Angebot
MontageKamera, Halterung, Anbindung, bei Bedarf Mastgehäuse
EinrichtungZähllinien, Richtungen, ohne Aufzeichnung
Dashboardeigene Ansicht, Einschulung, Betrieb durch die MULTIMEDIAFABRIK

Wer die Zählung live sehen will, kommt zu einer Vorführung ins Haus der MULTIMEDIAFABRIK in Koblach. Dort hängt die Kamera am Empfang, und wir zeigen Zählung und Dashboard im laufenden Betrieb.

Mehr zum Produkt steht im Hub Besucherzählung mit KI-Kamera. Welche Kamera wofür passt, beantwortet auch die FAQ Welche Kameras setzt die MULTIMEDIAFABRIK ein?.

Besucherzählung mit KI-Kamera: Eingangsbereich eines Besucherzentrums mit Holzwänden, eine Familie und ein älterer Herr treten ein, an der Decke eine kleine Dome-Kamera (MULTIMEDIAFABRIK, Koblach, Vorarlberg)
Titelblatt des ePapers „Wissen, wie viele kommen, und warum“ der MULTIMEDIAFABRIK
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Wissen, wie viele kommen, und warum

  • Warum ein Gefühl für die Frequenz nicht für Entscheidungen reicht
  • Zählen in der Kamera, dazu die KI-Zusatzauswertung
  • Wie das Dashboard erklärt, warum ein Tag voll war
  • Datenschutz und der Weg bis zur ersten Zahl
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