Story

Gäste-WLAN als Marketing-Kanal: was die Anmeldeseite leisten kann und wo die Grenze ist

Gäste nutzen entspannt das WLAN in einer modernen Hotellobby im Alpenraum

Fast jeder Gast verbindet sich mit dem WLAN, oft schon in den ersten Minuten nach der Ankunft. Damit ist die Anmeldeseite eine der wenigen Flächen im Haus, die nahezu jeder sieht. Diese Story zeigt, was ein Betrieb daraus machen kann, wenn er das Gästenetzwerk der MULTIMEDIAFABRIK mit Anmeldeseite betreibt. Und wo die Grenze liegt, weil eine Einwilligung für Werbung immer freiwillig bleibt.

Erst das Netz, dann das Marketing

Eine Anmeldeseite auf einem Netz, das im zweiten Stock abbricht, nützt niemandem. Der Gast ärgert sich über das WLAN und nicht über die schöne Seite davor. Deshalb steht am Anfang immer die Funkplanung, danach die Trennung von Gästen und Betrieb. Erst wenn das Netz läuft, lohnt sich die Frage nach dem Marketing.

Bei der MULTIMEDIAFABRIK ist das auch in den Paketen so abgebildet:

PaketAnmeldeseiteMarketing
BASICStandard-Anmeldeseite mit Nutzungsbedingungenkeines
SMARTAnmeldeseite im eigenen Design des HausesHinweise und Links auf der Seite möglich
PROAnmeldeseite im eigenen Design, PasspointMarketing-Modul mit freiwilliger Einwilligung

Was auf der Anmeldeseite stehen kann

Die Seite ist klein. Sie muss am Handy in wenigen Sekunden erledigt sein, sonst tippen Gäste genervt weiter. Mehr als ein oder zwei Angebote passen darauf nicht.

InhaltWirkungVoraussetzung
Logo und Farben des Hausesder erste digitale Eindruck passt zum Hausab SMART
Hinweis auf Restaurant, Wellness oder FrühstückszeitenGäste finden Infos, ohne an der Rezeption zu fragenkeine Einwilligung nötig
Link zur Bewertungsseite nach dem Aufenthaltmehr Bewertungen, solange der Eindruck frisch istkeine Einwilligung nötig
Newsletter-AnmeldungStammgäste-Liste wächstfreiwillige, getrennte Einwilligung
Angebot des Tages im Café oder RestaurantGäste sehen es beim Verbindenkeine Einwilligung nötig, solange keine Daten fließen

Bei Hinweisen auf die eigenen Angebote fließen keine zusätzlichen Daten. Anders ist es bei Newsletter und Werbung per E-Mail. Hier braucht es die ausdrückliche Zustimmung des Gastes.

Gast verbindet sich am Smartphone mit dem Gäste-WLAN am Café-Tisch

Die Grenze: Einwilligung ist freiwillig

Der häufigste Fehler ist ein Pflichtfeld: Ohne E-Mail-Adresse und Werbe-Zustimmung kein WLAN. Das ist unzulässig und kostet Vertrauen. Ein Gast, der für das WLAN seine Adresse hergeben muss, trägt sich mit einer Wegwerf-Adresse ein. Die Liste wird groß und nutzlos.

RegelWas sie bedeutet
Anmeldung und Werbung getrenntGäste stimmen den Nutzungsbedingungen zu, die Werbe-Einwilligung ist ein eigenes, freiwilliges Kästchen
WLAN ohne Werbe-Zustimmungwer nicht zustimmt, kommt trotzdem ins Netz
kurze SpeicherungAnmeldedaten bleiben nur kurz gespeichert und werden nach fester Frist gelöscht, die der Betrieb festlegt
klare Spracheder Gast versteht, wofür er seine Adresse gibt
Abmeldung jederzeitjeder Newsletter enthält einen Abmeldelink

Das Portal läuft in der Cloud des Herstellers. Welche Daten dort liegen und wie lange, steht in der Datenschutzerklärung des Betriebs. Den Text legt der Betrieb fest, die MULTIMEDIAFABRIK richtet die Technik ein.

Welcher Betrieb was davon hat

Nicht jeder Betrieb braucht ein Marketing-Modul. Ein Café mit Laufkundschaft hat mehr von einem Hinweis auf das Mittagsmenü als von einer Newsletter-Liste. Ein Hotel mit vielen Stammgästen sieht das anders.

BrancheSinnvollEher nicht
HotelHinweise auf Restaurant und Wellness, Bewertungslink, Newsletter für Stammgästelange Formulare
GastronomieAngebot des Tages, BewertungslinkPflichtfelder für E-Mail
Tagungshaus und EventlocationProgramm und Raumplan der Veranstaltung, TagespassWerbung während der Veranstaltung
CoworkingHinweise auf Veranstaltungen im Haus, Buchung von BesprechungsräumenNewsletter für Tagesgäste
Praxis und HandelWartezeit-Hinweis, ÖffnungszeitenWerbung im Wartebereich
Nahaufnahme eines deckenmontierten Business-Access-Points und der Netzwerkverkabelung

Was sich messen lässt und was nicht

Das Portal zeigt, wie viele Anmeldungen es gab, zu welchen Uhrzeiten und wie viele Gäste der Werbung zugestimmt haben. Das sind Zahlen aus dem eigenen Haus und eine gute Grundlage für Entscheidungen.

Allgemeine Versprechen wie eine bestimmte Steigerung der Öffnungsrate geben wir nicht ab. Ob ein Newsletter gelesen wird, hängt am Inhalt und nicht am WLAN. Was das Portal sicher leistet: Die Liste besteht aus Gästen, die wirklich im Haus waren und freiwillig zugestimmt haben.

So baust du den Kanal in Stufen auf

StufeWas passiert
1Netz planen und messen, Gäste und Betrieb trennen
2Anmeldeseite mit Nutzungsbedingungen und Speicherfrist
3Design des Hauses, Hinweise auf eigene Angebote
4Bewertungslink nach dem Aufenthalt
5Newsletter mit freiwilliger, getrennter Einwilligung

Viele Betriebe bleiben bei Stufe 3 oder 4 stehen, und das ist in Ordnung. Ein Gast, der schnell ins Netz kommt und dabei sieht, dass es Frühstück bis 11 Uhr gibt, ist zufrieden. Mehr braucht es oft nicht.

Wie die Anmeldeseite technisch funktioniert, erklärt die Seite Captive Portal: die Anmeldeseite fürs Gäste-WLAN.

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  • PMS-Anbindung: Login per Zimmernummer, automatischer Entzug beim Check-out
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