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Vertiefung

Digital Signage Vorlagen: was ein gutes Bildschirm-Motiv ausmacht und welche Vorlagen du wirklich brauchst

Drei digitale Menüboards über der Theke einer modernen Alpen-Gastronomie

Eine Digital-Signage-Vorlage ist ein fertig gestaltetes Motiv, in dem Layout, Schrift, Farben und Logo bereits feststehen und du nur noch Text und Bild austauschst. Bei der MULTIMEDIAFABRIK (Herrschaftswiesen 1, 6842 Koblach, Vorarlberg) sind diese Vorlagen Teil des monatlichen All-in-Abos: Sie entstehen im Design deines Hauses, gemeinsam mit Display, Player, der MULTIMEDIAFABRIK Signage Software, Montage und Betreuung, produziert von einem Team im Bodensee- und Alpenraum, das Grafik, Foto und Bewegtbild im eigenen Haus macht.

Diese Seite zeigt, woran du eine gute Vorlage erkennst, welche Vorlagen-Typen es gibt, welche Faustregeln für Textmenge, Standzeit und Schriftgröße gelten und welche Fehler bei selbstgebauten Motiven immer wieder auftauchen.

Was eine gute Bildschirm-Vorlage ausmacht

Ein Bildschirm-Motiv ist kein Plakat und erst recht kein Handzettel. Es wird aus mehreren Metern gelesen, meist im Gehen, oft nur zwei bis drei Sekunden lang, und es steht in Konkurrenz zu allem anderen im Raum. Daraus folgen sechs Eigenschaften, die jede brauchbare Vorlage mitbringt.

EigenschaftWoran du sie erkennstWas passiert, wenn sie fehlt
Lesbarkeit auf Distanzdie Hauptaussage ist aus der tatsächlichen Betrachtungsentfernung mühelos lesbardas Motiv wird ignoriert, weil Lesen anstrengt
Wenig Texteine Kernaussage plus höchstens eine Ergänzungder Blick sucht, findet keinen Einstieg und wandert weiter
Ein Gedanke pro Motivdu kannst in einem Satz sagen, worum es gehtdrei Botschaften konkurrieren, keine kommt an
Hoher KontrastSchrift steht auf ruhiger Fläche, nicht auf unruhigem Fotobei Sonne, Streiflicht oder Spiegelung verschwindet der Text
Ruhige BewegungÜbergänge sind weich, nichts blinkt oder fliegtdie Fläche wirkt billig und ermüdet nach kurzer Zeit
Platz für deinen AuftrittLogo, Farbe und Bildsprache haben ihren festen Ortdie Fläche sieht aus wie ein Baukasten, nicht wie dein Haus

Die einfachste Prüfung dafür brauchst du keinen Fachmann: Stell dich an den Platz, an dem später wirklich Menschen stehen, und schau. Wenn du die Aussage nicht in drei Sekunden aus fünf Metern erfasst, ist das Motiv zu voll. Wie eine ganze Abspielliste daraus wird, steht auf der Seite Was auf dem Bildschirm laufen soll.

Die Vorlagen-Typen im Überblick

Fast alles, was Betriebe im Alltag zeigen wollen, lässt sich auf zwölf Vorlagen zurückführen. Du brauchst nie alle auf einmal, aber du erkennst hier gut, welche zu deinem Haus passen.

VorlageWas sie leistetWas du selbst tauschst
Begrüßungempfängt Gäste, Besuch oder Gruppen und setzt den ersten EindruckName, Anlass, Datum, Bild
Angebot des Tagesverkauft aktiv, wechselt am häufigsten von allen MotivenBezeichnung, kurzer Text, Foto, Preisangabe
Preislistezeigt Leistungen oder Produkte geordnet und lesbarPositionen und Werte, Reihenfolge
Speisekartebringt Speisen und Getränke sauber gegliedert auf mehrere SeitenGerichte, Preise, Tagesempfehlung
Termine und Veranstaltungenbeantwortet die Frage, was als nächstes stattfindetTitel, Datum, Uhrzeit, Ort
Team und Neuzugängemacht Menschen sichtbar und wirkt nach innen wie nach außenFoto, Name, Funktion, kurzer Satz
Öffnungszeiten und Feiertageerspart die häufigste Nachfrage überhauptZeiten, Ausnahmen, Betriebsurlaub
Sicherheitshinweiserinnert wiederkehrend an eine Regel, ohne zu belehrenHinweistext, Symbol, Bereich
Kennzahlen-Ansichtzeigt intern, wo der Betrieb gerade stehtWerte, Zeitraum, Zielmarke
Wetter und Regionliefert Nutzen ohne Verkaufsabsicht und hält den Blicknichts, läuft aus einer Datenquelle mit
Vollbild-Fototrägt Stimmung und Marke, dient als Ruhepunkt in der SchleifeBild und höchstens eine Zeile
Notfall- und Sondermeldungunterbricht alles andere, wenn es wirklich nötig istMeldungstext, Gültigkeit

Die letzte Vorlage ist die, an die vorher niemand denkt und die im Ernstfall den größten Unterschied macht. Sie liegt fertig bereit, wird mit zwei Klicks aktiviert und schaltet alle anderen Motive stumm, bis du sie zurücknimmst.

Moderner heller Empfangsbereich mit großem Digital-Signage-Display an einer Holzwand

Faustregeln, die sich bewährt haben

Diese Werte sind Orientierung aus vielen Projekten, keine Naturgesetze. Sie ersparen dir aber die meisten Runden im Korrekturlauf.

Textmenge:
höchstens rund sieben Wörter in der Hauptaussage, dazu eine Ergänzungszeile. Alles Weitere gehört auf deine Webseite.
Ein Gedanke:
ein Motiv beantwortet genau eine Frage. Zwei Angebote sind zwei Motive.
Standzeit:
ein einfaches Bildmotiv steht wenige Sekunden, so lange, wie man zum Lesen braucht. Listen und Karten dürfen länger stehen, weil sie wirklich gelesen werden.
Schriftgröße:
als grobe Faustregel etwa ein Zentimeter Schrifthöhe je drei Meter Leseabstand. Aus fünf Metern also rund zwei Zentimeter, gemessen am Bildschirm, nicht am Rechner.
Länge der Schleife:
wo Menschen vorbeigehen, reichen fünf bis acht Motive. Wo sie warten, darf die Schleife länger sein.
Bewegung:
dezent und langsam, und immer ohne Ton gedacht.
Format:
jede Vorlage wird für das tatsächliche Format angelegt, hoch oder quer. Ein beschnittenes Querformat-Motiv auf einer Hochformat-Fläche sieht aus wie ein Versehen.
Enddatum:
jede zeitlich begrenzte Aktion bekommt beim Anlegen ein Ende. Das ist die wirksamste einzelne Regel überhaupt.

Wie du zu deinen eigenen Vorlagen kommst

Vorlagen von der Stange passen zu keinem Haus. Deshalb entstehen deine Motive nicht aus einem Katalog, sondern aus deinem Erscheinungsbild: deine Farben, deine Schrift, dein Logo, deine Bildwelt. Der Ablauf ist bewusst kurz gehalten.

SchrittWas passiertWas du dazu tust
1. Bestandsaufnahmewir sehen uns Logo, Farben, Schrift und vorhandene Fotos anUnterlagen zur Verfügung stellen, oder wir fotografieren im Haus
2. Auswahlwir legen gemeinsam fest, welche Vorlagen-Typen dein Betrieb wirklich brauchtentscheiden, was auf die Fläche soll
3. Entwurfdie Gestaltung entsteht bei uns, KI beschleunigt dabei die Varianten-ProduktionEntwürfe ansehen
4. Freigabedu siehst die Motive, bevor sie laufenfreigeben oder Änderungen benennen
5. Einrichtungdie Vorlagen liegen fertig in der Software, mit deinen Formaten und Sprachennichts
6. Alltagdu tauschst Text und Bild, das Layout bleibt sauberpflegen, in Minuten statt in Stunden

Die Varianten-Produktion ist der Punkt, an dem KI bei uns spürbar Zeit spart: Aus einem freigegebenen Layout entstehen schnell mehrere Fassungen für Anlässe, Jahreszeiten und Formate. Was am Ende läuft, gibt ein Mensch frei. Wie das bei uns geregelt ist, steht auf der Seite KI im Digital Signage. Sollen die Motive in mehreren Sprachen laufen, werden sie von Anfang an mehrsprachig angelegt, siehe Mehrsprachige Inhalte.

Beraterin und Unternehmer besprechen vor einem Wandbildschirm die Planung der Bildschirmflächen

Häufige Fehler bei selbstgebauten Vorlagen

Fast jeder Betrieb, der ohne Begleitung startet, baut die ersten Motive in einem Programm, das er ohnehin schon hat. Das funktioniert erstaunlich lange und geht dann an denselben Stellen schief.

FehlerWarum er schadetBesser so
Ein Dokument wird eins zu eins übernommenSeitenverhältnis passt nicht, es entstehen Ränder und winzige SchriftMotiv im echten Bildschirmformat anlegen, hoch oder quer
Die komplette Papierkarte auf eine Flächeniemand liest zwanzig Positionen im Vorbeigehenauf mehrere Seiten im Wechsel aufteilen
Schrift auf unruhigem Fotobei Streiflicht und Spiegelung verschwindet der TextFläche oder abgedunkelter Bereich unter der Schrift
Am Rechner geprüft, nicht am Bildschirmam Monitor wirkt alles lesbar, aus fünf Metern nicht mehrimmer am montierten Gerät aus Betrachtungsabstand prüfen
Jedes Motiv sieht anders ausdie Fläche wirkt zusammengewürfelt statt nach deinem Hausfeste Vorlagen mit gleichem Raster für alle Motive
Effekte, Blinken und schnelle Übergängewirkt unruhig, ermüdet und beschädigt den Eindruckruhige Blenden, gleiche Übergänge überall
Kein Enddatum hinterlegtabgelaufene Aktionen laufen wochenlang weiterStart und Ende beim Anlegen setzen
Vorlage nur bei einer Person auf dem Rechnerim Urlaub ändert niemand etwasVorlagen liegen zentral in der Software, mehrere Personen haben Zugriff

Vorlagen sind Teil des Abos

Wir veröffentlichen hier bewusst keine Muster zum Herunterladen. Eine Vorlage wirkt nur, wenn sie zu deinem Erscheinungsbild, deinem Format und deinen Abläufen passt. Deshalb sind die konkreten Vorlagen Bestandteil des monatlichen All-in-Abos und werden im Erstgespräch auf deinen Betrieb zugeschnitten. Was den Umfang bestimmt, steht auf der Seite Kosten.

Servicetechniker montiert ein großes Profi-Display an einer Wandhalterung

Häufige Fragen

Wie viele Vorlagen brauche ich am Anfang?

In den meisten Betrieben reichen vier bis sechs. Typisch sind Begrüßung oder Vollbild-Foto, Angebot des Tages, Öffnungszeiten und ein Informationsmotiv, dazu die Sondermeldung als stille Reserve. Weitere kommen dazu, wenn du merkst, welche Themen sich wiederholen. Klein anfangen ist ausdrücklich vorgesehen.

Kann ich Vorlagen selbst ändern, ohne das Design zu zerstören?

Ja, genau dafür sind sie gebaut. Du meldest dich im Browser an, tauschst Text und Bild und speicherst. Position, Schriftgröße, Farben und Logo sind gesperrt, damit das Ergebnis auch beim zwanzigsten Mal noch stimmt. In der Einweisung zeigen wir das dem ganzen Team, nicht nur einer Person.

Was ist, wenn wir gar keine Zeit haben, Motive zu pflegen?

Dann übernehmen wir das. Die Betreuung reicht von reiner Bereitstellung der Vorlagen bis zur laufenden Pflege mit saisonalen Motiven und Kampagnen, mit 48 Mitarbeitenden und eigenen Studios im Haus. Wir betreuen hunderte Screens in der Region, vom einzelnen Standort bis zum Betrieb mit vielen Flächen, und arbeiten mit flexiblen Laufzeiten.

Kurz zusammengefasst

  • Eine gute Vorlage ist aus Distanz lesbar, zeigt einen Gedanken und lässt Platz für deinen Auftritt.
  • Zwölf Vorlagen-Typen decken fast alles ab, was Betriebe im Alltag zeigen wollen.
  • Faustregeln: wenige Wörter, kurze Standzeit, große Schrift, kurze Schleife, Enddatum.
  • Deine Vorlagen entstehen in deinem Design, KI beschleunigt die Varianten, du gibst frei.
  • Die häufigsten Fehler entstehen, weil Motive am Rechner statt am Bildschirm geprüft werden.

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