› Mehrsprachige Bildschirme

Vertiefung

Mehrsprachige Inhalte auf dem Bildschirm: Speisekarte und Gästeinformation in mehreren Sprachen

Großes Informationsdisplay neben der Rezeption in der Lobby eines Alpenhotels

Ein mehrsprachiger Bildschirm zeigt dieselbe Information in mehreren Sprachen, ohne dass du dafür vier gedruckte Fassungen gestalten, korrigieren und nachdrucken musst. Bei der MULTIMEDIAFABRIK (Herrschaftswiesen 1, 6842 Koblach, Vorarlberg) ist das Teil des monatlichen All-in-Abos: Profi-Display, vorkonfigurierter Player, die MULTIMEDIAFABRIK Signage Software, Vorlagen in deinem Design, Montage vor Ort und laufende Betreuung kommen aus einer Hand, umgesetzt von einem Team im Bodensee- und Alpenraum, das Übersetzung, Gestaltung und Bewegtbild im eigenen Haus produziert.

Diese Seite erklärt, wie mehrere Sprachen auf eine Fläche kommen, welche Inhalte sich zu übersetzen lohnen, wie die Übersetzung entsteht und wo maschinelle Übersetzung an ihre Grenzen stößt.

Warum mehrere Sprachen bei uns zum Alltag gehören

Vor derselben Fläche steht im Alpenraum ein sehr gemischtes Publikum: Gäste aus Deutschland und der Schweiz, Familien aus den Niederlanden, Gruppen aus Italien und Osteuropa, dazu wachsende Zahlen aus Fernmärkten. Dein Team spricht Deutsch und Englisch, vielleicht etwas Italienisch. Alles darüber hinaus endet in Handzeichen und Zeit an der Rezeption, die woanders fehlt.

Der Reflex ist die gedruckte Karte in vier Sprachen, und genau das ist in der Pflege der Albtraum: vier Layouts, vier Korrekturläufe, bei jeder Preisänderung vier Neudrucke. In der Praxis wird deshalb nur die deutsche Fassung aktualisiert, die anderen drei veralten still. Eine Fläche mit mehreren Sprachfassungen dreht das um: Du änderst an einer Stelle, alle Sprachen ziehen nach.

Situation im HausWas heute daran hängtWas die mehrsprachige Fläche abnimmt
Karte oder Preisliste in vier Sprachenvier Layouts, vier Korrekturen, vier Neudruckeeine Vorlage, mehrere Sprachfassungen, eine Änderung
Gast versteht die Hausinformation nichtPersonal erklärt jeden Punkt einzelnder Gast liest mit, bevor er überhaupt fragt
Wegweisung im GebäudeNachfrage an der ersten Person in UniformSymbol plus zwei Sprachen führt allein
Öffnungs- und BetriebszeitenAushang gilt nur für DeutschsprachigeZeiten laufen in der Sprachfolge automatisch mit

Drei Wege, mehrere Sprachen auf eine Fläche zu bringen

Es gibt nicht den einen richtigen Weg, sondern drei. Welcher passt, hängt an der Verweildauer am Standort und daran, ob dein Publikum steht oder vorbeigeht.

WegSo funktioniert esDafür sprichtPasst gut für
Sprachen im Wechsel auf einer Flächedieselbe Vorlage läuft nacheinander in jeder Spracheeinfachster Weg, keine zusätzliche Technik, keine Bedienung durch den GastWartebereich, Lobby, Theke, Kantine
Sprachumschaltung per Touchder Gast tippt auf ein Sprachkürzel und liest sofort in seiner Sprachejeder bekommt seine Sprache sofort, beliebig viele Sprachen möglichInfoterminal, Empfang, Ortszentrum, Talstation
Verschiedene Sprachen auf verschiedenen Flächenjede Fläche bekommt eine feste Sprachekeine Wartezeit, klare Zuordnung, ruhiges BildRezeption, Eingangsbereich, Messestand

Zwei Erfahrungswerte dazu. Der Wechsel auf einer Fläche trägt gut bis etwa drei Sprachen, danach wird die Schleife für Vorbeigehende zu lang. Und Touch lohnt sich erst, wenn der Gast stehen bleibt und etwas sucht, also bei Wegweisung und Hausinformationen; über der Theke ist er Aufwand ohne Zusatznutzen. Wie eine Schleife aufgebaut wird, steht auf der Seite Was auf dem Bildschirm laufen soll.

Moderner heller Empfangsbereich mit großem Digital-Signage-Display an einer Holzwand

Was sich zu übersetzen lohnt und was nicht

Nicht jeder Text gehört in vier Sprachen. Die Faustregel lautet: übersetzt wird, was im Vorbeigehen entscheidet oder eine Nachfrage erspart. Lange Fließtexte gehören auf keine Fläche, weder auf Deutsch noch anderswo.

InhaltÜbersetzenBegründung
Speise- und Getränkekartejadirekt kaufentscheidend, wird tatsächlich gelesen
Tagesaktion und Empfehlungjakurzer Text, hoher Nutzen, klarer Anlass
Öffnungs-, Betriebs- und Ruhezeitenjaerspart die häufigste Frage überhaupt
Wegweisung und Orientierungja, kurzwenige Wörter plus Symbol reichen meist aus
Willkommensgruß für Gruppenjawirkt in der eigenen Sprache sofort, kostet fast nichts
Sicherheits- und Verhaltenshinweiseja, geprüftmuss eindeutig sein, deshalb immer mit menschlicher Kontrolle
Lange Hausordnung mit vielen Punkteneher nichtpasst auf keine Fläche; besser ein kurzer Hinweis plus Aushang oder Zimmerinfo
Allgemeine Bedingungen und Verträgeneingehört in Papier oder ins Buchungssystem, nicht auf eine Fläche
Bewegtbild ohne Sprachenicht nötigfunktioniert ohne Ton und ohne Text in jeder Sprache

Der letzte Punkt ist unterschätzt: Ein gutes Bildmotiv oder ein kurzer Film braucht keine Übersetzung, weil er ohne Text erzählt.

Wie die Übersetzung bei uns entsteht

Wir arbeiten zweistufig. KI-gestützte Übersetzung erzeugt die Rohfassung und verkürzt damit den Schritt, der sonst am längsten dauert. Danach prüft ein Mensch, gleicht mit deinem Haus ab und gibt frei. Der Grund für diese Reihenfolge ist praktisch: Eine falsche Übersetzung steht groß auf der Fläche und wird von jedem Gast gelesen, bevor sie im Team auffällt.

Wo maschinelle Übersetzung zuverlässig istWo sie regelmäßig scheitert
Standardsätze wie Öffnungszeiten, Begrüßungen, HinweiseGerichte mit regionalen Namen, die es in der Zielsprache nicht gibt
Beschreibende Texte in ganzen SätzenDialektbegriffe und Hausbezeichnungen, die wörtlich sinnlos werden
Wiederkehrende Formulierungen aus deinen VorlagenAllergen- und Zusatzstoff-Angaben, wo jedes Wort exakt sitzen muss
Ankündigungen von Veranstaltungen und Terminenamtliche und vertragliche Texte mit festem Wortlaut
Kurze Anweisungen wie Richtungen und HinweiseWortspiele, Humor und alles, was den Ton deines Hauses trägt

Bei Speisenamen entscheiden wir mit dir: Manche Gerichte bleiben im Original stehen und bekommen eine kurze Erklärung darunter, weil eine wörtliche Übersetzung nur Verwirrung stiftet. Bei Allergenen und Sicherheitshinweisen prüft immer ein Mensch, und die inhaltliche Verantwortung bleibt in deinem Haus, so wie bei jedem anderen Aushang. Wo KI bei uns sonst eingesetzt wird, steht auf der Seite KI im Digital Signage. Für Filme gibt es eine eigene Leistung im Haus, die KI-Videoübersetzungen.

Beraterin und Unternehmer besprechen vor einem Wandbildschirm die Planung der Bildschirmflächen

Platz, Länge und Typografie

Der häufigste handwerkliche Fehler hat nichts mit Sprache zu tun, sondern mit Platz. Eine Vorlage, die im Deutschen perfekt sitzt, bricht in der nächsten Sprache um, weil dieselbe Aussage dort deutlich mehr Zeichen braucht. Dann rutscht der Text unter das Logo oder verschwindet am Rand.

Beobachtung aus der PraxisWas das für die Vorlage bedeutet
Manche Sprachen brauchen für dieselbe Aussage spürbar mehr ZeichenTextfelder mit Reserve anlegen, nie auf Kante gesetzt
Andere Sprachen sind deutlich kürzerLayout muss auch mit weniger Text ausgewogen wirken, nicht leer
Nicht jede Schrift enthält alle SonderzeichenSchrift vorab prüfen, damit keine Kästchen statt Buchstaben erscheinen
Manche Schriftsysteme brauchen mehr Zeilenhöhe oder laufen anders herumeigene Fassung der Vorlage statt Zwang ins deutsche Raster
Zwei Sprachen gleichzeitig auf einem Motivnur bei sehr kurzen Aussagen, sonst halbiert sich die Schriftgröße

Deshalb werden unsere mehrsprachigen Vorlagen von Anfang an mehrsprachig gedacht und nicht nachträglich befüllt. Welche Vorlagen-Typen es gibt, steht auf der Seite Digital Signage Vorlagen.

Wo mehrsprachige Flächen am meisten bringen

UmfeldTypische FlächenWas dort in mehreren Sprachen läuft
HotellerieLobby, Aufzug, EtagenWillkommensgruß, Zeiten von Sauna und Restaurant, Programm
GastronomieEingang, Theke, WartebereichKarte, Tagesempfehlung, Aktionen, Hinweise zur Reservierung
Tourismus und BergbahnenTalstation, Kassenbereich, BergrestaurantBetriebszeiten, Wetter, Wegeinformation, Sicherheitshinweise
Bäder und ThermenEingang, Kassenzone, RuhebereichAufguss-Zeiten, Kursprogramm, Verhaltenshinweise, Auslastung
Gemeinden mit vielen ZweitwohnsitzenOrtszentrum, Gemeindeamt, HaltestelleÖffnungszeiten, Veranstaltungen, Wertstoffsammlung, Winterdienst

Für Häuser, die Gäste auf dem Zimmer oder am Terminal informieren wollen, gibt es eigene Produkte: die digitale Gästeinformation und das Hotel-Infoterminal. Beide nutzen dieselben Sprachfassungen wie deine Flächen im Haus, ein Text entsteht also nur einmal.

Servicetechniker montiert ein großes Profi-Display an einer Wandhalterung

Häufige Fragen

Wie viele Sprachen sind sinnvoll?

In den meisten Häusern zwei bis drei. Deutsch plus Englisch deckt das meiste ab, die dritte Sprache richtet sich nach deinem Gästemix, oft Italienisch oder Niederländisch. Mehr Sprachen sind technisch kein Problem, verlängern aber die Schleife. Ab der vierten empfehlen wir eine Fläche mit Sprachumschaltung.

Was passiert, wenn wir später eine Sprache ergänzen wollen?

Das ist eine Fassung mehr in einer bestehenden Vorlage, kein neues Projekt. Weil die Vorlage schon mehrsprachig angelegt ist, muss weder das Layout neu gebaut noch die Fläche angefasst werden. Wir übersetzen, lassen prüfen, du gibst frei.

Wer ist für den Inhalt der Übersetzung zuständig?

Die inhaltliche Verantwortung bleibt bei dir, genauso wie bei einem gedruckten Aushang. Wir sorgen dafür, dass keine Rohfassung ungeprüft auf die Fläche kommt: Jede Sprachfassung durchläuft eine menschliche Kontrolle und deine Freigabe. Bei Allergenen und Preisen gleichen wir zusätzlich mit deiner Quelle ab.

Kurz zusammengefasst

  • Drei Wege: Wechsel auf einer Fläche, Umschaltung per Touch, feste Sprache je Fläche.
  • Übersetzt wird, was im Vorbeigehen entscheidet oder eine Nachfrage erspart.
  • KI beschleunigt, ein Mensch prüft, deine Freigabe steht am Ende.
  • Vorlagen werden von Anfang an mehrsprachig gedacht, sonst bricht das Layout.

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